Twitter glänzt im Umgang mit Nutzerdaten
Die Electronic Frontier Foundation hat überprüft, wie sich verschiedene Unternehmen verhalten, wenn Regierungsbehörden Daten ihrer Nutzer anfragen. Twitter und der amerikanische Internet Service Provider sonic.net schnitten am besten ab.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat ihren dritten jährlichen Bericht zum Umgang von Unternehmen mit den Daten ihrer Nutzer gegenüber Regierungsbehörden veröffentlicht. Betrachtet wurden 18 Unternehmen, darunter Facebook, Amazon und Twitter.
Die Foundation ging in ihrer Untersuchung sechs Fragen nach:
- Verlangen die Unternehmen einen Gerichtsbeschluss, bevor sie Daten ĂĽber Kommunikationen weitergeben?
- Werden die Nutzer ĂĽber Anfragen informiert?
- Veröffentlicht das Unternehmen Transparenzberichte?
- Veröffentlicht das Unternehmen Richtlinien, in denen es Nutzer informiert, wie mit Regierungsanfragen umgegangen wird?
- Kämpft das Unternehmen vor Gericht für die Rechter der Nutzer?
- UnterstĂĽtzt das Unternehmen den Kampf fĂĽr die Rechte der Nutzer vor dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika?
Der erste Punkt taucht im diesjährigen Bericht erstmalig auf und wurde durch Facebooks Bedingung an Behörden inspiriert.
Allgemein stellte die EFF eine eher positive Tendenz fest. So versprechen immer mehr Unternehmen ihren Nutzern, sie darüber zu informieren, sollten Anfragen von Behörden bei ihnen eintreffen. Außerdem entschließen sich immer mehr dazu, jährliche Transparenzberichte zu veröffentlichen, in denen sie Statistiken zur Weitergabe von Daten bekanntgeben.
Besonders gut schnitten der US-amerikanische Internetprovider Sonic.net und der Microblogging-Dienst Twitter ab: Beide Unternehmen konnten in allen sechs Kategorien punkten. Verbesserungsbedarf sieht die EFF hingegen bei Amazon, Facebook, Yahoo!, Apple und AT&T. So sichert Amazon beispielsweise nicht zu, Nutzer über Anfragen zu informieren, und das trotz der Datenmassen, auf die das Unternehmen durch sein Cloud-Angebot Zugriff hat. Schlusslichter in Sachen Datenschutz sind das soziale Netzwerk MySpace und der Serviceprovider Verizon – beide konnten in keiner Kategorie überzeugen.
(Bild:Â [Link auf https://www.eff.org/sites/default/files/filenode/who-has-your-back-2013-report.pdf] )
AusfĂĽhrlichere Informationen zum EFF-Bericht des Jahres 2013 lassen sich auf der Website der Foundation nachlesen. (jul)