HP zahlt 117,5 Millionen US-Dollar wegen rückdatierter Aktienoptionen

In einem Verfahren um rückdatierte Aktienoptionen in dem 2006 von HP übernommenen Unternehmen Mercury Interactive hat sich der IT-Konzern mit den Klägern geeinigt.

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Der IT-Konzern Hewlett-Packard legt einen Rechtsstreit um rückdatierte Aktienoptionen bei der Software-Tochter Mercury Interactive mit einer Zahlung von 117,5 Millionen US-Dollar an die Kläger bei. HP hatte Mercury Interactive im vergangenen Jahr übernommen, im Jahr zuvor der Pensionsfonds des Unternehmens geklagt. Die Summe sei die höchste, die bisher bei einer Einigung in einem Verfahren um rückdatierte Aktienoptionen gezahlt wurde, teilen die Anwälte der Kläger mit.

Aktienoptionen sind ein gängiges Mittel von Unternehmen, ihren Managern und Mitarbeitern Sondervergütungen zukommen zu lassen. Werden die Optionsscheine auf einen Termin kurz vor Anstieg des Aktienkurses rückdatiert, kann ihr Wert beträchtlich steigen. Diese Praxis ist jedoch nicht uneingeschränkt mit US-Recht vereinbar. Da sie zudem die Bilanz eines Unternehmens verfälschen kann, wird sie von der Börsenaufsicht geahndet und kann, wie im Fall Mercury, zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen. Zurzeit stehen zahlreiche amerikanische IT-Unternehmen wegen der Handhabung ihrer Optionsprogramme im Fokus der Börsenaufsicht. (anw)