Microsofts Reiseführer durchs Weltall
Mit dem digitalen Himmelsatlas Worldwide Telescope will Microsoft die Zahl der Astronomie-Interessierten vergrößern.
Mit stimmungsvollen Teleskop-Aufnahmen, die man zoomen und im Rahmen selbst programmierter Touren auf dem Bildschirm Revue passieren lassen kann, soll Microsofts WorldWide Telescope interessierten Anwendern Einblicke ins bekannte Universum vermitteln. Der Software-Konzern hat auf Basis seiner Visual Experience Engine eine Anwendung entwickelt, mit der sich die verfügbaren Astro-Fotos ebenso nahtlos miteinander verknüpfen und zoomen lassen, wie es das hauseigene Virtual Earth oder der Platzhirsch Google Maps für Luftaufnahmen der Erdoberfläche ermöglicht. Zusätzlich zu den dort verwendeten Techniken soll aber für den Sternenatlas auch noch Know-how aus Microsofts Photosynth-Projekt eingeflossen sein, mit der sich etwa die Bilder von verschiedenen Aufnahmepositionen aus zu einem dreidimensionalen Himmelsmodell zusammenfügen. Der Webdienst soll im Frühjahr kostenlos im Web erscheinen; bislang sind unter der vorgesehenen Adresse allerdings nur Microsofts Appetitanreger zu sehen. Zum Beispiel äußert Alyssa Goodman, Astronomie-Professorin am Harvard Center for Astrophysics die Bewertung "Ich denke, das Worldwide Telescope ist ein Beispiel, wo Wissenschaft und Wissenschafts-Erziehung hin führen sollten". Eine ausführlichere Formulierung des Gedankens hat Turing-Preisträger und Projektbegründer Jim Gray 2002 in einem Report für Microsoft Research (PDF) geliefert.
Einen konkreteren Ausblick auf die bislang nur für ausgesuchte Betatester zugängliche Anwendung gibt ein am Donnerstag erschienenes Vortrags-Video von Microsofts TED-Konferenz. (hps)