Plugfest will ODF-Kompatibilität vorantreiben

Die zweitägige Konferenz führte die Entwickler diverser Büroprogramme nach Den Haag um dort zwei Tage gezielt an der Verbesserung der Kompatibilität der verschiedenen ODF-Implementierungen zu arbeiten.

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Auf dem ersten Open Document Plugfest, das am 15. und 16. Juni im niederländischen Den Haag stattfand, stellten Entwickler die Interoperabilität von ODF-Dokumenten verschiedener Anwendungen auf die Probe. Das Event kam auf Initiative der niederländischen Regierung zustande. Diese setzt zunehmend auf die drei "O"s (Offene Standards, offene Inhalte und Open Source) und will die Verwendung von ODF als offenes Dokumentenformat, auch in den eigenen Reihen, vorantreiben.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Frank Heemskerk, als Staatssekretär für Wirtschaft im Nachbarland auf höchster Ebene für das NOiV-Programm (Netherlands in Open Connection) verantwortlich. Neben Vertretern von IBM, Sun, Google und Microsoft sowie diverse Behörden und Forschungsinstitute nahmen an der Konferenz auch Entwickler von zum Beispiel den Projekten Koffice, AbiWord und OpenGoo teil.

Das Hackfest nahm die Low-Level-Kompatibilität der verschiedenen ODF-Implementierungen mittels diverser Testszenarien unter die Lupe. Über die Ergebnisse berichtet unter anderem KDEnews. Aufzeichnungen einiger der Vorträge finden sich auf Vimeo.

Um das Testen zu vereinfachen, hat die OpenDoc Society zusammen mit NOiV die Site OfficeShots ins Leben gerufen. Hier lassen sich ODF-Dokumente hochladen und dann, analog zum Browservergleichsdienst Browsershots.org gerendert für andere ODF-Programme unter diversen Betriebssystemen darstellen. Derzeit befindet sich Officeshots noch in der geschlossenen Beta-Phase, die Site soll sich jedoch noch in diesem Monat einem breiteren Publikum öffnen. Aktuell vergleicht Officeshots Dokumente aus AbiWord, OpenOffice, EuroOffice und Go-oo miteinander. Weitere Programme sollen folgen. (akl)