Mitsubishi stellt Handyproduktion komplett ein

Nach der Aufgabe des Auslandsgeschäfts stellt Mitsubishi Electric nun auch die Lieferungen an den japanischen Mobilfunkprovider NTT DoCoMo ein. Zuletzt hatte das Unternehmen rund 2,1 Millionen Handys pro Jahr produziert.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der japanische Elektronikkonzern Mitsubishi Electric zieht sich ganz aus der Handyproduktion zurück. Nachdem das Unternehmen zuvor bereits sein Auslandsgeschäft aufgegeben hatte, sollen im Herbst auch die Lieferungen an den einheimischen Mobilfunkprovider NTT DoCoMo eingestellt werden. Grund für den Rückzug seien schlechte Wachstumsprognosen für den nationalen Mobiltelefonmarkt, teilte das Unternehmen am heutigen Montag in einer offiziellen Erklärung mit (PDF-Datei).

Zuletzt hatte Mitsubishi Electric eigenen Angaben zufolge rund 2,1 Millionen Mobiltelefone pro Jahr produziert, der Umsatz im Handy-Segment belief sich auf umgerechnet 635 Millionen Euro. Als Folge der Aufgabe der Handysparte rechnet das Unternehmen im Fiskaljahr 2008 (Ende: 31. März) mit einem einmaligen Verlust in Höhe von rund 109 Millionen Euro. Hierzulande war Mitsubishi Electric vor allem durch seine Trium-Modelle bekannt geworden. Künftig will sich der Konzern insbesondere auf die profitablen Geschäftsbereiche Automation und Fahrzeugelektronik konzentrieren. (pmz)