Impinj kauft UHF-RFID-Sparte von Intel

Intel stößt ein weiteres Unternehmensteil ab: Das auf RFID-Technik spezialisierte US-Unternehmen Impinj hat die Intel-Abteilung übernommen, die den UHF-RFID-Lesechip R1000 entwickelt hat.

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Seit etwa zwei Jahren verfolgt Intel ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm, welches bereits zur Reduktion der Zahl der Mitarbeiter von rund 99.900 am 31.12.2005 auf 84.600 im letzten Geschäftsquartal geführt hat. Einen Teil der Verschlankung hat Intel durch den Verkauf zahlreicher Sparten erreicht, etwa die Ausgliederung der NOR- und NAND-Flash-Bereiche. Nun hat der Halbleiterbauelemente-Weltmarktführer auch die Abteilung verkauft, die einen Chip namens R1000 für Lesegeräte für RFID-Tags entwickelt hat, die im dafür vorgesehenen UHF-Bereich zwischen 860 und 960 MHz funken. Die 2000 von den Universitätsprofessoren Carver Mead und Chris Diorio in Seattle gegründete Firma Impinj hat die Intel-UHF-RFID-Sparte zu geheimen finanziellen Konditionen übernommen.

Offenbar sind die Verbindungen von Impinj zu Intel ausgezeichnet: Der mehrfach ausgezeichnete Prof. Mead hatte einen von der Gordon and Betty Moore Foundation gestifteten Lehrstuhl am California Institute of Technology (Caltech) inne, der ehemalige Intel-Manager Albert Yu sitzt im Board of Directors von Impinj. Diorio hat Ende der 90er-Jahre seine Doktorarbeit am Caltech-Labor von Prof. Mead geschrieben. Herr Diorio ist auch Co-Chair der UHF Gen2 Hardware Action Group (HAG) der Industrievereinigung EPCglobal, die einen Electronic Product Code (EPC) auf RFID-Basis entwickelt und mittlerweile unter dem Dach des weltweit (und etwa auch in Deutschland) agierenden Kompetenzzentrums GS1 arbeitet. (ciw)