Software AG peilt für 2008 eine Milliarde US-Dollar Umsatz an
Der Darmstädter Spezialist für Unternehmenssoftware will 2008 weiter wachsen und in fünf Jahren einer der zehn größten Software-Konzerne der Welt werden.
Die Software AG will in die globale Top-Liga aufsteigen. Umsatz und Rendite des TecDAX-Unternehmens sollen kräftig steigen, auch durch Übernahmen. "Die Software AG strebt eine Position unter den zehn größten Softwareunternehmen der Welt innerhalb von fünf Jahren an", sagte Konzernchef Karl-Heinz Streibich am heutigen Montag auf der Computermesse CeBIT in Hannover. "Wir nehmen unseren Wettbewerbern Marktanteile weg", begründete er seine Zuversicht.
Im laufenden Jahr will das Unternehmen erstmals die Umsatzmilliarde in US-Dollar knacken. Streibich bestätigte das Ziel, 24 bis 27 Prozent mehr als im Vorjahr erlösen zu wollen. Das Wachstumstempo will der Vorstandschef auch künftig hoch halten. Alle fünf Jahre soll das Unternehmen seine Größe verdoppeln. Den überwiegenden Teil des Wachstums will die Software AG aus eigener Kraft stemmen, den Rest mit Zukäufen.
Streibich hat hauptsächlich Unternehmen im Visier, die sich auf die sogenannte Service Orientierte Architektur (SOA) spezialisiert haben. Dieser Bereich ist das Steckenpferd der Darmstädter. Dabei geht es um die Strukturierung von Geschäftsprozessen mittels Software. "Wir haben immer 6 bis 7 Übernahmeziele auf dem Radar", sagte Streibich, "ein bis zwei Ziele sind in der engeren Auswahl."
Kunden der Software AG sind vor allem Banken und öffentliche Verwaltungen. Mit der Erschließung neuer Märkte will der Konzern sein Wachstum untermauern. Dazu ist die Software AG eine Kooperation mit der GFT Technologies AG aus St. Georgen im Schwarzwald eingegangen. Gemeinsam wollen die Partner neue Kunden in der amerikanischen und brasilianischen Finanzwelt gewinnen. Sollte sich die Zusammenarbeit bewähren, wollen die beiden Unternehmen auch andere Länder und Branchen Hand in Hand erschließen.
Das Wachstum soll sich letztlich auch in einem höheren Gewinn niederschlagen. "Wir wollen bei der Marge jedes Jahr um einen Prozentpunkt zulegen", sagte Streibich. Für das laufende Jahr hatte das Unternehmen kürzlich das Ziel für seine EBIT-Marge (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) auf 24 Prozent konkretisiert. 2007 hatte die Software AG knapp 23 Prozent erreicht. (dpa) / (vbr)