Taiwanisches Gericht verhängt Gefängnisstrafen wegen Handels mit gefälschter Software
Der Besitzer eines taiwanischen Distributors ist laut Microsoft zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die drei Mitangeklagten bekamen zwischen 18 Monaten und drei Jahre Haft aufgebrummt.
Der Besitzer des taiwanischen Distributors Maximus Technology ist laut einer Microsoft-Mitteilung wegen des Vertriebs von gefälschter Software zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die drei Mitangeklagten sind demnach zu Gefängnisstrafen zwischen 18 Monaten und drei Jahren verurteilt worden. Weltweit seien weitere Anklagen gegen Lieferanten erhoben worden, darunter auch in Deutschland. Damit sei der weltweit größte Fälscherring von Microsoft-Software zerschlagen worden.
Das Syndikat habe illegale Kopien von etwa 20 Microsoft-Produkten im Wert von geschätzten 900 Millionen US-Dollar produziert. Die nun Verurteilten seien in den Jahren 1997 bis 2003 für die Herstellung und den Vertrieb von über 90 Prozent aller gefälschten Softwareprodukte von Microsoft verantwortlich. Die gefälschten Produkte seien weltweit entweder im Rahmen der Strafverfolgung oder durch Testkäufe beschlagnahmt worden.
Die gefälschte Software sei auf Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Chinesisch angeboten und an meist unwissende Händler und Verbraucher in über 22 Ländern vertrieben worden, unter anderem auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Urteil gegen den Besitzer von Maximus Technology sei die längste Freiheitsstrafe, die jemals in Taiwan für ein Verbrechen dieser Art verhängt worden sei, teilt Microsoft mit. (anw)