SAP gibt erstmals Software an Eclipse Foundation
Erstmals will SAP Software in den Open-Source-Topf geben. Konkret geht es um ein Werkzeug zur Speicheranalyse von Java-Programmen.
SAP buhlt um die Gunst der Entwickler-Communities: Anlässlich der europäischen Teched in München gab das größte hiesige Softwarehaus bekannt, dass es erstmals Software an die Eclipse-Community weiterreichen will. Mit dem Tool können Java-Entwickler die Speicherauslastung von Servern ermitteln, wenn die Anwendungen mit Hilfe einer Eclipse IDE entworfen wurden. Das grafische Werkzeug auf Basis der Eclipse Rich Client Platform (RCP) zeigt dazu die Allokationsmuster einzelner Objekte an.
Das namenlose Programm ist Bestandteil der hauseigenen Java-Entwicklungsumgebung Netweaver CE (Composition Environment), die Eclipse 3 und JEE5 unterstützt. Diese hatte SAP erst vor vierzehn Tagen anlässlich der amerikanischen Teched in Las Vegas für den weltweiten Vertrieb freigegeben. Netweaver CE soll im kommenden Jahr noch ein BPMN-Modellierungstool (Galaxy) einschließlich Ablaufumgebung erhalten. Der Name ist eine kleine Verneigung vor Douglas Adam und dessen "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy". Bereits der ursprüngliche Projektname der CE-Entwicklungsumgebung enthielt die Zahl 42 und damit die Antwort des Computers Deep Thought auf die Frage aller Fragen. (Achim Born) (jd)