Zwei Grafikchips auf einer Grafikkarte
Höchste Rechenleistung erreichen Grafikchiphersteller nur noch durch Kopplung zweier Grafkchips. Nvidias GeForce 9800 GX2 ist auf der CeBit noch nicht in Aktion zu sehen.
PC-Spiele fordern bei maximalen Grafikeffekten und hohen Auflösungen heute mehr Rechenleistung, als gewöhnliche Grafikkarten liefern können. Im High-Performance-Segment bieten AMD und Nvidia daher Modelle an, die die Rechenleistzung zweier Grafikchips auf einer Steckkkarte vereinen. AMDs Radeon HD 3870 X2 arbeitet mit zwei Radeon-HD-3870-Chips und ist bereits seit einem Monat im Handel. In Halle 22 zeigt AMD bereits die Kopplung zweier 3870-X2-Karten mittels CrossFireX, um den Bildaufbau mit insgesamt vier GPUs zu beschleunigen.
Der Gewinn gegenüber einer einzelnen 3870-X2-Karte ist aber gering, da insbesondere die vielseitigen Programmier-Techniken von Direct3D 10 häufig den AFR- (Alternate Frame Rendering) Mechanismus behindern und die Grafikkarten-Treiber für jedes einzelne Spiel angepasst werden müssen, wie ein Firmensprecher einräumt. Bei Crysis erreiche man durch de zweite 3870-X2-Karte derzeit einen Gewinn von 30 Prozent. Bei Unreal Tournament 3, Bioshock und besonders bei Call of Duty 4 liegt der Gewinn schon deutlich höher und steige mit jeder neuen Treiberversion weiter.
Konkurrent Nvidia will die GeForce 9800 GX2 in gut zwei Wochen vorstellen, und arbeitet ebenfalls mit Hochdruck an den Treibern. Die Karte arbeitet mit zwei G92-GPUs mit jeweils 128 Shader-ALUs, die bereits einzeln auf der GeForce 8800 GTS zum Einsatz kommen. Mit der 9800-GX2 hofft Nvidia die Leistung der GeForce 8800 Ultra deutlich zu übertreffen. Der Preis für die in Sandwichtechnik aufgebaute Karte soll anfänglich bei 699 Euro liegen und nach einigen Wochen auf 599 Euro sinken. eVGA und Innovatec zeigen in Halle 21 bereits einen Wasserkühler für Nvidias neuen Überflieger (jow)