Siemens verkauft Wireless-Modules-Sparte an Telekom und Finanzinvestor

Die Deutsche Telekom wird eigenen Angaben zufolge nur einen Minderheitsanteil an Siemens Wireless Modules halten. Das Private-Equity-Haus Granville Baird ist auf Investitionen in mittelständische Unternehmen spezialisiert.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Münchner Elektronikkonzern Siemens verkauft seinen Geschäftsbereich Wireless Modules an den britischen Finanzinvestor Granville Baird und die Deutsche Telekom. An der Sparte werde die Telekom einen Minderheitsanteil halten, teilte der Konzern am heutigen Dienstag in Bonn mit. Zu finanziellen Details und den genauen Beteiligungsverhältnissen machten die Unternehmen keine Angaben.

Die rund 400 Mitarbeiter von Siemens Wireless Modules entwickeln und verkaufen Kommunikationslösungen auf GSM/GPRS/UMTS-Basis für unterschiedlichste Einsatzzwecke: Messung und Fernüberwachung, Verkehrssysteme, Automotive, Logistik und Flottenmanagement, Handys und Mobilcomputer. Die Siemens-Tochter wurde im Jahr 1999 gegründet und unterhält Standorte in München, Berlin, Leipzig sowie in Polen.

Granville Baird hat seinen Hauptsitz in London und ist in Deutschland mit einer gleichnamigen Tochtergesellschaft vertreten, die sich auf Investitionen in mittelständische Unternehmen konzentriert. Zu den bekanntesten Beteilungen hierzulande gehören mobile.de (Anteile 2004 an eBay verkauft), die Kaffehaus-Kette Balzac Coffee, sowie der Automobilzulieferer Westfalia (Verkauf 2006 an WestLB AG und Odewald & Cie.). (pmz)