Microsoft plant eher kleinere Übernahmen als den "großen Deal"
Auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer, das Unternehmen werde in den kommenden fünf Jahren eher kleinere Firmen übernehmen. Dazu könnten auch Open-Source-Unternehmen gehören.
Microsoft plant in seiner Hinwendung zum "Web 2.0" und zu anderen Geschäftsbereichen künftig keine großen Akquisitionen. Das Unternehmen werde sich darauf verlegen, jährlich eher 20 kleinere Firmen für eine Preisspanne von 50 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar zu übernehmen, statt einen großen Deal zu landen. Darunter könnten auch Open-Source-Firmen sein, sagte laut US-Medienberichten Microsoft-CEO Steve Ballmer auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco. "Wenn Sie das Wachstum antreiben wollen, sollten Sie die Leute nicht nur dadurch beeindrucken, dass sie alte Sachen verbessern, sondern auch neue Dinge entwickeln", wird der Microsoft-Chef zitiert.
Im vergangenen Geschäftsjahr, das im Juni endete, hat Microsoft 23 Firmen übernommen. Die 13 Akquisitionen, deren Wert bekannt wurde, summieren sich auf 1,34 Milliarden US-Dollar. Allein die Übernahme des VoIP-Anbieters Tellme Networks hat 800 Millionen US-Dollar gekostet. Im Mai kündigte Microsoft die Übernahme des Werbedienstleisters aQuantive für 6 Milliarden US-Dollar an. Diese wird sich auf die Bilanz des laufenden Geschäftsjahrs auswirken. Ballmer wollte auf der Konferenz nicht das frühere Interesse an Yahoo oder Facebook bestätigen. (anw)