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Podiumsdiskussion zur Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern [Update]

Auf dem CeBIT-Forum "Sicherheit und IT-Recht" des Heise Zeitschriften Verlags diskutiert am morgigen Donnerstag eine kontroverse Runde über Massenstrafanzeigen, Abmahnungen und die Kriminalisierung von Tauschbörsen-Nutzern.

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Auf dem CeBIT-Forum "Sicherheit und IT-Recht" des Heise Zeitschriften Verlags diskutiert am morgigen Donnerstag eine kontroverse Runde über die Kriminalisierung von Tauschbörsen-Nutzern. Auf dem Podium in Hannover werden Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Musikindustrie, Roland Stumpp, leitender Oberstaatsanwalt, Jan Huwald, Politischer Geschäftsführer der Piratenpartei sowie die Rechtsanwälte Sascha Kremer und Timo Schutt sitzen. Beginn der Veranstaltung ist am 6. März um 15 Uhr.

Mit Massenstrafanzeigen, Abmahnungen und Schadensersatzforderungen agiert seit geraumer Zeit die Medienindustrie gegen Urheberrechtsverletzungen in P2P-Netzwerken. Beispielsweise bittet sie Eltern von Kindern, die Tauschbörsen genutzt haben, kräftig zur Kasse. An den Massenabmahnungen verdienen die beauftragten Anwaltskanzleien der Rechteinhaber kräftig mit.

Leidtragende der Offensive gegen illegale Tauschbörsennutzung sind insbesondere die Strafverfolgungsbehörden, die die Personen hinter den gemeldeten IP-Adressen der Nutzer ermitteln müssen. Sie fühlen sich oftmals instrumentalisiert, weil sie in aller Regel lediglich Hilfe zur Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen leisten. Strafrechtliche Anklagen gegen Tauschbörsennutzer finden dagegen nie statt, die Verfahren werden meist eingestellt.

[Update]

Der Heise Zeitschriften Verlag wird die Podiumsdiskussion in Bild und Ton mitschneiden. Es ist geplant, dass sie im Laufe des darauf folgenden Tages auf heise online als Videostream abrufbar sein wird. (hob)