Microsoft will Razorfish verkaufen
Der US-Softwarekonzern hat laut einem Zeitungsbericht eine Investmentbank damit beauftragt, einen Käufer für die Werbeagentur zu finden.
Microsoft will die interaktive US-Werbeagentur Razorfish verkaufen. Wie die Financial Times unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, hat der Softwarekonzern die Investmentbank Morgan Stanley mit der Suche nach einem Interessenten beauftragt. Ein potenzieller Käufer sei der französische Marketingkonzern Publicis, der im Bereich Online-Anzeigen expandieren wolle.
Die Werbeagentur, die seinerzeit noch Avenue A Razorfish hieß, kam im Mai 2007 mit der Übernahme von aQuantive zu Microsoft. Sie beschäftigt 2000 Mitarbeiter und könnte heute 600 Millionen bis 700 Millionen US-Dollar wert sein – 100 Millionen US-Dollar weniger als vor einem Jahr, heißt es in dem Zeitungsbericht. Zu den Kunden des Unternehmens gehören McDonald's, Adidas und Coca-Cola.
Peter Kafka vom Weblog All Things Digital des Wall Street Journal schreibt, Microsoft sei nie an Razorfish interessiert gewesen, sondern an aQuantives Werbenetzwerk – und ursprünglich an dem von Doubleclick, das sich aber Google im April 2007 für 3,1 Milliarden US-Dollar sichern konnte. Für aQuantive hatte Microsoft 6 Milliarden US-Dollar bezahlt. (anw)