Augen auf: Samsung stellt Kompaktkameras mit Blinzeldetektor vor

Samsung erweitert seine NV-Serie um zwei Modelle – das neue Topmodell NV100 HD, das satte 14,6 Megapixel auflöst und auch Videoaufnahmen mit hoher Auflösung erlaubt, und die NV9, die zwar „nur“ 10 Megapixel auflöst, aber ein mehr an optischem Zoom bietet.

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Von
  • Rebecca Stolze

Samsung erweitert seine NV-Serie um zwei Modelle – das neue Topmodell NV100 HD, das satte 14,6 Megapixel auflöst und auch Videoaufnahmen mit hoher Auflösung erlaubt, und die NV9, die zwar „nur“ 10 Megapixel, dafür aber ein Mehr an optischem Zoom bietet.

Der 1/1,72''-CCD-Sensor der NV100 HD löst stolze 14,6 Megapixel auf und stößt damit die Sony DSC-W300 (13,6 MP) vom Pixelriesen-Thron. Gyro-Sensoren und eine Sensor-Shift-Mechanik sollen dem nervösen Fotografen zu mehr unverwackelten Aufnahmen verhelfen. Neben der hohen Auflösung hebt die Firma den Brennweitenbereich von 28-102 mm (KB) hervor, der auch bei den HD-Videoaufnahmen (1280 x 720 p) genutzt werden kann – für 25 Minuten und mit Stereoton.

Statt der von Samsung bekannten berührungssensitiven Tastenreihen neben dem Monitor reagiert das hochauflösende 3"-Display (7,6 cm, 460.000 Bildpunkte) jetzt selbst auf Druck. Samsung verspricht dadurch eine intuitive und einfache Menüführung. Unter anderem kann das Bild wie beim iPhone über einen Fingerzeig auf dem "hVGA"-Monitor (Auflösung 480 × 320) gedreht werden.

Neben einer Gesichtserkennung und einem „Smile-Shutter“ fügt Samsung noch eine Detektion versehentlich geschlossener Augen hinzu: Wer trotz freundlicher Mine blitzgeblendet blinzelt, kommt dann in der automatisch ausgelösten Aufnahmeserie mit offenen Augen aufs Bild. Zum Glück erlaubt die Kamera zumindest bei der Belichtung manuelle Einstellungen. So kann der Fotograf die Empfindlichkeit zwischen ISO 80 bis 1600 frei wählen, auch ISO 3200 ist möglich, allerdings nur bei einer Auflösung von drei Megapixeln.

Mit rund 20 Millimetern Tiefe und einem Leergewicht von 138 Gramm passt die NV100 HD in jede Hemdtasche. Das SchmuckstĂĽck wird es in der klassischen (Un-)Farbe schwarz, aber auch in Silber-Schwarz und Silber-Rot geben.

Auch die NV9 setzt auf multimedialen Einsatz. Zwar produziert sie ihre Videos nicht in High-Definition-Auflösung und Stereoton, hat dafür aber einen Kopfhöreranschluss und kann als MP3-Player eingesetzt werden. Auch bei ihr bleibt der Zoom bei Filmaufnahmen einsatzbereit, er deckt den Brennweitenbereich von 38-190 mm (äquivalent zu Kleinbild) ab.

Wie beim Topmodell beugt bei der NV9 ein mechanischer Bildstabilisator verwackelten Aufnahmen vor. Dabei bewegt sich der zehn Megapixel auflösende 1/2,3''-CCD-Sensor den Wackelbewegungen entgegen. Das als zweite Bildstabilisierungs-Funktion angepriesene "Fast ASR", das zwei (Serien-)Aufnahmen miteinander verrechnet, ist dagegen nur bei statischen Motiven sinnvoll und kann keinen mechanischen oder optischen Bildstabilisator ersetzen.

Das besondere Designelement an der NV9 sind die beiden einer Tankanzeige nachempfundenen analogen Füllstands-"Messuhren" für Batterie- und Speicherkapazität. Diese Elemente bedingen die marginal größere Tiefe von rund 21 Millimetern, aber auch die NV9 passt mit den Maßen 95 mm × 60 mm und einem Leergewicht von 140 Gramm in die Hosen- oder Hemdtasche.

Im Unterschied zur NV100 HD verzichtet die kleine Samsung auf einen manuellen Modus, gestattet wie diese aber die manuelle Wahl der Empfindlichkeit zwischen ISO 80 und 1600 (ISO 3200 bei 3 Megapixeln). Auch die Menüführung ist klassisch mit einer Vierwegewippe zu erreichen, der 2,7 Zoll große Monitor (230.000 Pixel) reagiert nicht auf Druck – von vermatschten Motivansichten einmal abgesehen.

Beide Kameras speichern die Daten auf SD- SDHC oder MMC+-Karten ab und sollen im August dieses Jahres in den Handel kommen. Ăśber die Preise schweigt sich Samsung noch aus. (rst)