Videokamera mit Stromversorgung per Glasfaser
Die Videokamera des Karlsruhers Instituts für Technologie benötigt nur ein Glasfaserkabel, über das sowohl die Stromversorgung wie auch die Videodaten laufen.
Forscher der Universität Karlsruhe und des Forschungszentrums Karlsruhe (KIT) haben eine Videokamera entwickelt, die eine so geringe Leistungsaufnahme hat, dass die Stromversorgung über ein Glasfaserkabel läuft, das gleichzeitig den Videostream trägt.
Die Kamera der Gruppe um Professor Jürg Leuthold und Professor Jürgen Becker nimmt 640 × 480 Punkte mit 15 Bildern pro Sekunde in Farbe auf und kommt mit 100 Milliwatt aus. Davon benötigt der CMOS-Sensor 40 mW, die Elektronik 40 mW und der Sendelaser 20 mW. Per Glasfaser wird die Kamera von der Basisstation mit 400 mW versorgt, das Kabel kann bis zu 200 Meter lang werden. Die Entwickler sehen das Haupteinsatzgebiet in der Sicherheitstechnik, wo Räume nachträglich mit Überwachungskameras ausgestattet werden müssen und das Verlegen eines "haarfeinen" Glasfaserkabels wesentlich kostengünstiger und weniger störanfällig sei als eine herkömmliche Stromversorgung. (jow)