Open World Forum präsentiert Roadmap für Open Source bis 2020
Die "2020 FLOSS Roadmap", ein von einer internationalen Autorengruppe verfasstes Manifest, beleuchtet die Herausforderungen und Chancen für freie Software in den kommenden zwölf Jahren.
Das Open World Forum hat eine Open-Source-Roadmap für die nächtsten zwölf Jahren präsentiert. Nach einer kurzen Übersicht über den aktuellen Stand im Bereich freier Software beleuchtet das Manifest, das im Rahmen der am 1. und 2. Dezember in Paris gehaltenen Konfererenz zu freier Software erarbeitet wurde, diverse Trends und Faktoren, die nach Ansicht der Autoren von jetzt bis 2020 eine Rolle spielen werden. Auch identifiziert das Dokument die Sektoren, in denen der Einfluss von Open Source in den kommenden Jahren sichtbar sein soll.
Zu den richtungsweisenden Techniken und Verfahren zählt die Studie unter anderem Cloud Computing, Green IT, virtuelle Organisationen und Social Networking sowie Ambient Computing (internetfähige Geräte und Gebrauchsgegenstände) und mobile Roboter. Sowohl Open Source als auch Cloud Computing haben sich, so das Manifest, fest etabliert. Freie Software helfe zudem dabei, die globale "digitale Kluft" zu schließen. Unternehmen sehen in Open Source ein strategisches Werkzeug für die Enterprise IT 3.0, in der offenen Standards und offenen Plattformen eine immer größere Rolle zukommt.
Mit sieben Themenkomplexen beschäftigt sich das Manifest ausführlicher. Dazu gehören allgemeine Richtlinien, freie Software als Schlüssel zur Innovation und wettbewerbsfähige Differenzierung, Nachhaltigkeit von Entwickler-Communities und wirtschaftlichen Ökosystemen, IT 3.0 und technische sowie wirtschaftliche Durchbrüche: eine Herausforderung oder eine Chance für freie Software? Zu jedem der Themen präsentieren die Autoren einige Empfehlungen. So sprechen sie sich zum Beispiel, wenn es um Richtlinien geht, explizit gegen Software-Patente aus. (akl)