Computex

4 Prozent Ausstellerschwund bei der Computex

Wie bei internationalen Messen inzwischen üblich gaben die Veranstalter der Computex einen Tag vor der Öffnung des Messegeländes für das Fachpublikum den offiziellen Startschuss zur Messe.

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Von
  • Georg Schnurer

Gut besucht: Die Eröffnungs-Pressekonferenz der Computex 2013 weckte ein ungewohnt starkes Medieninteresse. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Bei der offiziellen Eröffnung einer jeden IT-Messe bemühen sich die Offiziellen stets nach Kräften, das bevorstehende Ereignis über den grünen Klee zu loben. Walter Yeh, Executive Vice President der Taitra (Taiwan External Trade Development Council) und Li Chang, Deputy Secritary Geleral der TCA (Taipei Computer Association) gelang diese Pflichtübung in gewohnter Routine. Stolz verkündeten sie, dass sich letztlich 1724 Aussteller zur Computex 2013 eingefunden hätten, die 5042 sogenannte Booths belegen. Ein Booth ist die kleinste auf der Computex buchbare Fläche und hat eine Größe von 3 × 3 m². 2012 waren es noch 1800 Aussteller, die 5300 Booths belegten. Damit schrumpfte Zahl der die Computex-Aussteller um etwa vier Prozent, ein Wert, von dem andere Messeveranstalter bei der aktuellen Wirtschaftslage nur träumen können.

Doch ähnlich wie die CeBIT misst auch die Computex ihren Erfolg und ihre Bedeutung längst nicht mehr nach der Zahl der Aussteller oder der Größe der belegten Ausstellungsfläche. Selbst die Anzahl der Besucher – die Computex erwartet für 2013 knapp 140.000 – ist nicht mehr das Maß der Dinge bei Messeveranstaltern. Was heute zählt, sei der Erfolg, verkünden Veranstalter der ansonsten eher schrumpfenden Messen unisono. Für die Computex misst sich "Erfolg" vor allem an der Zahl der registrierten ausländischen Besucher. Für dieses Jahr, so verkündete Walter Yeh bei der Eröffnungspressekonferenz, erwarte man 38.000 "International Buyers", das wären knapp 10 Prozent mehr als 2012. Eine weitere Messlatte für den Erfolg der Computex sind seit jeher die sogenannten Procurement Talks, das sind von der Messegesellschaft vorab arrangierte 1-zu-1-Meetings zwischen wichtigen Einkäufern und den ausstellenden Unternehmen. 1800 solcher Meetings stünden für 2013 an. Der Ansturm auf diese Treffen sei so groß gewesen, dass der Zeitrahmen von vormals zwei Tagen auf vier Tage verdoppelt wurde.

Ablenker: So mancher Journalist und Fotograf interessierte sich allerdings mehr für die von den Messeveranstaltern am Bühnenrand drapierten Schönheiten denn für die Pressekonferenz.

Wichtigste Wachstumssektoren für das Jahr 2013 sind aus Sicht der Computex-Veranstalter die Cloud-Technik, Smart Mobility und Touch Enabled Applications. Beachtenswert für die Computex ist hier vor allem die Tatsache, dass Software in der traditionell von Hardware dominierten Messe nun eine Schlüsselrolle zugestanden wird. In der Vergangenheit gab es zwar auf der nach der CeBIT zweitgrößten IT-Messe der Welt schon immer auch Aussteller, die vor allem Software anboten, herausragende Bedeutung wollte man diesen aber bislang nie zugestehen. (gs)