Was noch fehlt ...

... ist eine App, die Einkaufslisten sortiert. Endlich wäre man nach zehn Minuten wieder aus dem Supermarkt draußen.

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Robert Thielicke

... ist eine App, die Einkaufslisten sortiert. Endlich wäre man nach zehn Minuten wieder aus dem Supermarkt draußen.

Einkaufen, speziell Nahrungsmittel, ist für mich kein Vergnügen. Zumindest nicht dann, wenn es sich um Dinge der Grundversorgung handelt: Auf der Suche nach einem Kilo Haferflocken, zwei Schalen Tomaten, drei Zitronen, 500 Gramm Hackfleisch, zwei Liter Milch eile ich kreuz und quer durch den Supermarkt. Geht das nicht anders? Leider noch nicht, deshalb ein Vorschlag an Rewe, Tengelmann und Konsorten: Wie wäre es mit einer App, die meine Einkaufsliste sortiert? Ich (wahlweise meine Frau) schreibe sie auf das Smartphone, gebe an, welche Lebensmittel-Kette ich zu besuchen gedenke. Und die App sortiert die Produkte nach Verfügbarkeit im Laden. Der eingelegte Thunfisch folgt dann auf die Tomatendose, die Haferflocken auf die Nudelpackung.

Da die großen Ketten im Großen und Ganzen ähnlich organisiert sind, dürfte sich das Muster von Laden zu Laden nicht allzu sehr unterscheiden. Ich spare mir die Zickzack-Tour, denke (hoffentlich) an alles – und verstopfe nicht die Gänge mit einem stehen gelassenen Einkaufswagen, weil ich noch schnell die Sahne holen muss, die ich vorher übersehen habe.

Der Nachteil wird nur sein: Kaum existiert die App, schaltet sich die Vertriebsabteilung der Händler ein und macht den Nutzen zunichte. Das Programm wird so umgestaltet, dass es mich vorzugsweise zu den teuren Produkten lotst, die aus reinem Zufall alle in einer Ecke stehen. Sie überflutet mich mit Tipps, was ich sonst noch zu meiner Tomatensauce kaufen könnte (vielleicht etwas Parmesan? Oder einen Rotwein? Wir hätten da gerade ein Angebot). Das Chaos erhält wieder Einzug – und ich kehre zu Papier und Kugelschreiber zurück. (rot)