Hamburger IT-Distributor Cemos beantragt Insolvenzverfahren
Bereits am 24. Juni 2009 musste die Cemos GmbH beim Hamburger Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, wie das Unternehmen heute offiziell bekannt gab.
Bereits am 24. Juni 2009 musste die Cemos GmbH beim Hamburger Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen (Aktenzeichen: 67a IN 353/09), wie das Unternehmen heute offiziell bekannt gab. Damit steht der vor 20 Jahren gegründete IT-Distributor vor dem möglichen Aus. Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufene Hamburger Rechtsanwalt Jens-Sören Schröder steht derzeit vor der Aufgabe, eine Bestandsaufnahme der ausstehenden Forderungen zu machen und die Aussichten für die erfolgreiche Durchführung eines Insolvenzverfahrens zu prüfen. Auch eine Übernahme der Cemos GmbH solle in Erwägung gezogen werden – potenzielle Käufer werden gesucht.
Geschäftsführer Jürgen Guhlich hatte den Distributor 1987 gegründet und sukzessive ausgebaut. 2003 sollte mit der Eröffnung einer Zweigniederlassung in München der Grundstein für eine europaweite Expansion gesetzt werden. Cemos konzentrierte sich auf den Großhandel mit Computern und Komponenten, die zuletzt aus dem rund 5000 Quadratmeter große Lager heraus an circa 4000 Fachhandelskunden vertrieben wurden. Um auf individuelle Wünsche von Resellern und OEM-Kunden eingehen zu können, fertigte Cemos in Spitzenzeiten auch monatlich bis zu 1000 Rechner im Build-to-Order-Verfahren. (map)