Samsung und seine Distributoren fördern den Forschernachwuchs
Das JuLab am Forschungszentrum Jülich führt Schüler an Naturwissenschaften wie die Physik heran, damit in Zukunft noch mehr Entdeckungen wie beispielsweise der GMR-Effekt den Weg für neue Funktionen und Produkte auch in der Informationstechnik bahnen.
Der Geschäftsbereich Semiconductors der deutschen Niederlassung von Samsung, der unter anderem den Vertrieb von Festplatten und optischen Speicherlaufwerken organisiert, hat sich in diesem Jahr zum unkonventionellen Einsatz von Marketinggeldern entschlossen. Gemeinsam mit seinen Großhandelspartnern Actebis Peacock, API, B.Com, Devil, First WISE, Ingram Micro, Siewert & Kau, Tech Data sowie Wave Computer stiftete der Hersteller insgesamt 30.000 Euro für die Ausbildung von Schülern und Nachwuchsforschern am JuLab am Forschungszentrum Jülich.
Die Idee zu der außergewöhnlichen Spendenaktion kam Sun Spornraft, die bei der Samsung Semiconductor Europe GmbH für das Produktmarketing der Festplatten und optischen Laufwerke in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich zeichnet, anlässlich der Nobelpreisverleihung im vergangenen Jahr. Damals erhielt Professor Peter Grünberg – gemeinsam mit dem französischen Physiker Albert Fert – den Nobelpreis für die Entdeckung des GMR-Effektes (Giant Magnetoresistance – Riesenmagnetwiderstand). Beide Forscher hatten diesen an Eisen-Chrom-Grenzschichten auftretenden Effekt 1988 unabhängig voneinander entdeckt. Seit Ende der 90er-Jahre wird der GMR-Effekt kommerziell genutzt, um Schreib-Lese-Köpfe für Festplatten mit höherer Speicherdichte zu produzieren.
(Bild: JuLab)
Auch nachdem sich Peter Grünberg 2004 nach 32-jähriger Tätigkeit am Forschungszentrum Jülich in den "Unruhestand" zurückgezogen hat, ist der Physiker rege um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs bemüht. Mit Unterstützung der Sponsoren wird nun am JuLab ein neuer Kurs eingerichtet, in dem Schüler aus den Sekundarstufen I und II anhand von Experimenten den GMR-Effekt kennenlernen und verstehen sollen. Trotz der knappen Margen in der IT-Distribution wollten es sich aber auch die Großhandelspartner von Samsung nicht nehmen lassen, ihren Beitrag für den Forschernachwuchs in Deutschland zu leisten. "Dafür haben wir gern auf einen Teil unseres Budgets verzichtet", erklärte René van Rijn, Director Business Development bei der First WISE Media GmbH, stellvertretend für die beteiligten Distributoren gegenüber heise resale. (map)