Negroponte will sich beim OLPC-Projekt aus dem Tagesgeschäft zurückziehen
Der Initiator des Projekts One Laptop per Child will sich vom Chefposten zurückziehen. Derzeit suchen Headhunter nach einem geeigneten Nachfolger.
Nicholas Negroponte, Initiator und Chef des Projekts One Laptop per Child (OLPC), hat in einem Interview mit dem Magazin BusinessWeek offenbart, dass er einen Nachfolger auf dem Posten des CEO sucht. Er wolle sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und dem Projekt künftig als Aufsichtsratsvorsitzender dienen. OLPC hat laut Bericht Headhunter mit der Suche beauftragt und hofft, spätestens bis Mai einen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben.
Ohnehin müsse das Projekt nach Negropontes Meinung künftig anders organisiert werden. In den vergangenen drei Jahren habe OLPC gearbeitet wie eine terroristische Zelle und Unmögliches zustande gebracht. Künftig müsse das Projekt eher wie beispielsweise Microsoft organisiert werden. Er selbst sei als CEO nicht geeignet, habe keine Management-Qualifikationen. Ideal für den Posten wäre jemand mit den Eigenschaften des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan.
OLPC werde künftig mehr Entwicklungs- und Supportaufgaben nach außen delegieren, beispielweise an Red Hat und Microsoft, heißt es. Das Projekt selbst werde sich mehr um die Entwicklung von Prototypen und andere neue Konzepte kümmern. "Wir sollten nicht im Hardware- oder Softwaregeschäft tätig sein, sondern im Bildungsbereich", erläuterte Negroponte die Prioritäten. (anw)