Conti sieht bei Zusammenarbeit mit Microsoft noch groĂźes Potenzial
Die Kooperation bei Multimedia-Anwendungen in Autos, die sich bisher auf die USA beschränkt, solle auf den europäischen Markt ausgedehnt werden, erklärte der Conti-Chef.
Der Autozulieferer Continental sieht bei der Zusammenarbeit mit dem US-Softwareriesen Microsoft noch ein großes Potenzial. Die Kooperation bei Multimedia-Anwendungen in Autos, die sich bisher auf die USA beschränkt, solle auf den europäischen Markt ausgedehnt werden, sagte Conti-Chef Manfred Wennemer am Rande eines Vortrags auf der CeBIT in Hannover. Die Zusammenarbeit mit Microsoft sei bisher "sehr erfolgreich". Wennemer sagte, er gehe davon aus, auch die europäischen Autobauer von den Vorteilen der Zusammenarbeit zwischen Conti und Microsoft überzeugen zu können.
Microsoft hatte bereits angekündigt, mit dem italienischen Autohersteller Fiat zusammenzuarbeiten. Continental und Microsoft hatten Anfang 2007 eine weltweite strategische Allianz geschlossen. Dabei geht es vor allem um Kommunikationssysteme im Auto. Der erste Auftrag kam vom US-Autobauer Ford. Eine Telematik-Schnittstelle verbindet elektronische Endgeräte wie Mobiltelefone oder MP3-Player drahtlos mit dem Audiosystem eines Fahrzeugs. Der Autozulieferer und das Softwareunternehmen hatten angekündigt, gemeinsam "innovative Lösungen" für Fahrer und Beifahrer zu entwickeln.
Telematik und Navigation gilt als ein großer Wachstumsmarkt in der Automobilindustrie. Conti hat sein Autoelektronik-Geschäft mit der milliardenschweren Übernahme der früheren Siemens-Sparte VDO deutlich gestärkt. Als weitere "Mega-Trends" in der Automobilindustrie nannte Wennemer in seinem CeBIT-Vortrag die Themen Sicherheit, Umwelt und Kleinwagen. (dpa) / (jk)