Yahoo schließt Videodienst Maven
Die Plattform, die Online-Videos in verschiedenen Formaten an Kunden wie CBS und die Financial Times ausliefert, soll eingestellt werden. Die Maven-Mitarbeiter will Yahoo behalten.
Der US-amerikanische Internetdienstleister Yahoo fährt seine Online-Videoplattform Maven herunter. Das berichtet das Wall Street Journal. Maven liefert Online-Videos in verschiedenen gängigen Formaten aus, Kunden sind Medienunternehmen wie CBS und die Financial Times. Diese Verträge sollen gekündigt werden. Allerdings behalte Yahoo die Maven-Technik, auch würden keine Mitarbeiter entlassen.
Yahoo hatte den Videodienstleister im Februar 2008 für 160 Millionen US-Dollar übernommen. Die Dienstleistungen würden eingestellt im Rahmen der Bemühungen, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, heißt es in dem Bericht. Im Dezember 2008 hatte Yahoo bereits den Streaming-Dienst Y!Live beendet, das Unternehmen bietet seit Mitte Juni auch nicht mehr das Online-Videobearbeitungstool Jumpcut an.
CEO Carol Bartz hatte kürzlich noch betont, Videodienste gehörten zu den Bereichen, in denen sich Yahoo engagieren wolle. Nun heißt es, sie gehörten weiterhin zu Yahoos Hauptbetätigungsfeldern. (anw)