TomTom-Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu

Die Aktionäre des mit hohen Schulden belasteten niederländischen Herstellers von Navigationssystemen gaben grünes Licht für eine Kapitalerhöhung und weitere Maßnahmen, die insgesamt 430 Millionen Euro in die Kassen bringen sollen.

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Der schuldengeplagte niederländische Navigationsgerätehersteller TomTom kann die geplante Kapitalerhöhung durchführen. Die Aktionäre hätten der Ausgabe neuer Anteilsscheine zugestimmt, teilte ein Unternehmenssprecher am gestrigen Dienstag mit. TomTom hatte Mitte Juni angekündigt, mit der Ausgabe neuer Aktien zum Abbau des Schuldenbergs von über einer Milliarde Euro beizutragen.

Die Aktionäre stimmten im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag der Ausgabe von 85,3 Millionen Aktien zum Stückpreis von 4,21 Euro zu. Zu diesen Konditionen können Anteilseigner für jeweils acht Aktien in ihrem Besitz fünf neue Anteilsscheine erwerben. Insgesamt soll die Emission 359 Millionen Euro in die Kassen der Niederländer spülen. TomTom hatte zuvor erklärt, zusammen mit dem Verkauf eines Aktienpakets an einen Fonds insgesamt 430 Millionen Euro erlösen zu wollen.

Das Unternehmen litt nach der Übernahme des Geodaten-Spezialisten TeleAtlas für 2,9 Milliarden Euro unter hohen Schulden von zuletzt 1,16 Milliarden Euro. Nachdem TomTom im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet hatte, sollen Geräteabsatz und Durchschnittsverkaufspreis im zweiten Jahresabschnitt Unternehmensangaben zufolge wieder leicht angezogen haben, jedoch weniger als erwartet. Dennoch rechnet der Hersteller mit einem Ergebnis innerhalb der Erwartungen. TomTom legt Zahlen für das zweite Quartal am 22. Juli vor. (vbr)