IDS Scheer verdoppelt Gewinn

Dass die Prognosen verfehlt wurden, schickte den Aktienkurs des Software- und Beratungshauses allerdings auf Talfahrt. Große Erwartungen setzt IDS Scheer auch in Zukunft auf die Business-Prozessmanagement-Plattform ARIS.

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Von
  • Jürgen Kuri

Das Software- und Beratungshaus IDS Scheer hat seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent von 80,3 auf 92,2 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) verdoppelte sich von 4,1 auf 8,3 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg um 121 Prozent auf 4,5 Millionen Euro, der Gewinn pro Aktie von 6 auf 14 Cent.

IDS Scheer betitelte seine Bilanzen mit "IDS Scheer auf Expansionskurs" – die Erwartungen der Börse lagen allerdings bei einem EBITA von 9,6 Millionen Euro. Dass die Prognosen verfehlt wurden, schickte die Aktie zunächst auf heftige Talfahrt; nachdem der Kurs bis auf 16,80 Euro abgestürzt war, erholte er sich am frühen Vormittag zunächst wieder leicht auf rund 17,10 Euro und lag damit 1,27 Prozent niedriger als der Schlusskurs vom Dienstag.

Für das Gesamtjahr peilt IDS Scheer weiterhin ein Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent an, die EBITA-Marge soll um einen vollen Prozentpunkt auf 10,2 Prozent steigen. Für den Hoffnungsträger ARIS, einer Business-Prozessmanagement-Plattform, liegt die Zielspanne bei einem Zuwachs von 28 bis 30 Prozent. Im abgelaufenen Quartal konnte IDS Scheer mit ARIS Lizenzerlöse von 10,1 Millionen Euro erzielen, ein Plus von 49 Prozent. Die Firma kündigte an, eine Tochtergesellschaft in Australien mit Niederlassungen in Sydney und Melbourne zu gründen. Der australische Kontinent biete für die weltweite Verbreitung der ARIS-Software ein großes Kundenpotenzial.

Den Löwenanteil des Geschäfts macht IDS Scheer weiterhin in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier wurden 55,58 Millionen Euro umgesetzt und mit 9,05 Millionen Euro beinahe der gesamte Gewinn auf EBITA-Basis erwirtschaftet. Die höchste Umsatzsteigerung verzeichnete das Unternehmen in Asien mit plus 54 Prozent auf 6,04 Millionen Euro. Asien trug neben den Kernmärkten als einzige Region zum EBITA mit 198.000 Euro und einer Marge von 3,3 Prozent bei. Verluste erwirtschaftete IDS Scheer weiterhin auf dem amerikanischen Kontinent und in der Region EMEA. (jk)