Amazons EC2-Dienste jetzt auch auf europäischen Servern

Bisher lieĂźen sich die Elastic-Cloud-Computing-Dienste von Amazon nur ĂĽber US-Rechenzentren betreiben. Das Hosting berechnet Amazon stundenweise, in Europa kostet es 10 Prozent mehr als in den USA.

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Von
  • Achim Barczok

Das US-Unternehmen Amazon bietet seinen Infrastruktur-Service für Webdienste (Elastic Cloud Computing, EC2) ab sofort auch auf europäischen Servern an. Bisher konnte der Dienst nur über die amerikanischen Rechenzentren des Unternehmens betrieben werden.

Amazon EC2 ist Teil der Amazon Web Services (AWS). Zu diesen zählen unter anderem der Simple Storage Service (S3) zur Datenspeicherung und das vor kurzem gestartete CloudFront zur Bereitstellung digitaler Inhalte, die beide bereits über europäische Rechenzentren verfügbar sind.

Mit Amazon EC2 können Anwender in einer gemieteten Instanz mehrere virtuelle Server betreiben, die anfallenden Kosten berechnet Amazon nach Laufzeit der Instanz, Datentransfervolumen und gespeicherter Datenmenge. Die Leistung der gemieteten Server lässt sich laut Amazon innerhalb weniger Minuten stufenweise nach oben oder unten skalieren.

Die lokale Verfügbarkeit von EC2 soll die Ladezeit beim Booten von auf Amazon S3 gespeicherten virtuellen Maschinen reduzieren und auch generell zu niedrigeren Latenzen führen. Für Europa sind vorerst nur auf Linux oder andere Unix-Systeme basierende virtuelle Server möglich.

Je nach gewählter Konfiguration zahlen Kunden für Instanzen auf europäischen Rechenzentren zwischen 11 und 88 US-Cent pro Stunde, zehn Prozent mehr als in den Vereinigten Staaten. Für genutzten Datenspeicher auf Amazon S3 berechnet das Unternehmen 15 bis 18 US-Cent pro GByte (in den USA 12 bis 15 US-Cent). Datentransfers kosten auf beiden Seiten des großen Teichs pro GByte 10 US-Cent für eingehenden und 10 bis 17 US-Cent für ausgehenden Verkehr. (acb)