Rekordübernahme von Telecom-Konzern BCE gescheitert
Die seit Juni 2007 angestrebte weltgrößte Privatinvestoren-Akquisition ist nach einer endgültigen Wirtschaftsprüfung abgesagt worden.
Die Übernahme des kanadischen Telecom-Konzerns BCE durch eine Gruppe von Privatinvestoren ist gescheitert. Wie das Wall Street Journal berichtet, gab eine Beurteilung der Wirtschaftsprüfer von KPMG den Ausschlag. Laut dieser wäre das Unternehmen nach einer Übernahme nicht ausreichend liquide gewesen. KPGM bestätigte damit seine im November abgegebene vorläufige Einschätzung des Geschäfts. Daraufhin hat die Käufergruppe bestehend aus dem Ontario Teachers Pension Plan, Providence Equity Partners LLC, Madison Dearborn Partners LLC und Merrill Lynch Global Private Equity das im Juni 2007 vereinbarte Geschäft abgesagt.
BCE ist als Bell Canada seit mehr als 100 Jahren aktiv und verfügt über ein riesiges Festleitungs- und Mobilfunknetz im ganzen Land. Die Privatinvestoren wollten mit Hilfe von finanzierenden Banken unter Führung der Citigroup und der Deutschen Bank das Unternehmen für 52 Milliarden kanadische Dollar (32 Milliarden Euro) übernehmen. Damit hätte es sich um den weltweit bisher teuersten kreditfinanzierten Kauf durch Privatinvestoren und die größte Übernahme der kanadischen Geschichte gehandelt. (anw)