Schwere Zeiten für NeoOffice
Der OpenOffice-basierenden Bürosuite NeoOffice für Macs gehen anscheinend die Spender aus. Jetzt kündigten die Entwickler Einschränkungen beim Support an.
Den Entwicklern der quelloffenen Macintosh-Bürosuite NeoOffice sind offenbar die Sponsoren ausgegangen, sodass sie sich nicht mehr in Vollzeit mit der Programmpflege befassen können. In einem Forumsbeitrag kündigten sie an, künftig einige Stunden pro Woche auf bezahlte Tätigkeiten abseits von NeoOffice zu verwenden, um ihren Lebensunterhalt und Server-Betriebskosten zu decken.
Auch der Support wird eingeschränkt. Ab sofort dürften nur noch Mitglieder des Early Access Program, das 50 Prozent der laufenden Kosten decke, mit der Beantwortung ihrer Fragen rechnen, während sich andere Anwender damit begnügen müssten, ihre Probleme mit schon früher veröffentlichten Beiträgen zu lösen. Damit übernimmt das Early Access Program eine weitere Rolle im Geschäftsmodell der Entwickler. Schon bisher war die über Spenden erkaufte Mitgliedschaft Voraussetzung dafür, dass man neue Programmversionen sechs Wochen früher herunterladen kann als andere Interessenten.
NeoOffice war im Vergleich mit der OpenOffice-Ausgabe für Mac OS X lange Zeit im Vorteil, weil letztere auf die Nutzung eines X-Servers angewiesen war. Mit dem Erscheinen von OpenOffice 3.0 hatte dies aber ein Ende, und seitdem halten sich die Unterschiede zwischen NeoOffice und OpenOffice für Macs in engeren Grenzen.
Siehe dazu auch:
- NeoOffice im heise Software Verzeichnis
(hps)