Balda-Großaktionäre fordern Rücktritt des Aufsichtsrats
"Was Balda da gemacht hat, ist das Dümmste, was man sich überhaupt vorstellen kann", heißt es aus Investorkreisen zum Hin und Her um das ehemalige Kerngeschäft des Handy-Ausrüsters.
Nach dem missglückten Verkauf des ehemaligen Kerngeschäfts fordern Großaktionäre der Balda AG dem Handelsblatt zufolge den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden. Nach Ansicht von US-Investor Guy Wyser-Pratte, der fünf Prozent an dem ostwestfälischen Handyausrüster hält, müsse der Aufsichtsratsvorsitzende Richard Roy seinen Hut nehmen.
Roy habe es versäumt, beim Umbau von Balda den Vorstandsvorsitzenden Joachim Gut zu unterstützen und zu beaufsichtigen. "Roy hätte Gut kontrollieren müssen, aber er hat geschlafen", sagte Wyser-Pratte dem Handelsblatt. "Was Balda da gemacht hat, ist das Dümmste, was man sich überhaupt vorstellen kann. Roy muss gehen."
Der aktuelle Aufsichtsrat sei seinen aktienrechtlichen Pflichten, die Geschäftsführung sorgfältig zu überprüfen, nicht im ausreichenden Maße nachgekommen, sagte auch Michael Treichl, dessen Fonds Audley Capital zehn Prozent an Balda hält. Vor diesem Hintergrund müsse die aktuelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats überprüft werden. Grund des Anlegerzorns sei das Hin und Her um die Balda Solutions Gruppe, die in der Vergangenheit das Kerngeschäft von Balda ausmachte. (dpa) / (jk)