Weitsicht: Panasonic stellt vier neue Kompaktkameras vor

Drei der vier Panasonic-Modelle lassen sich in die Kategorie klein und fein einordnen, die Lumix FZ28 mit ihrem 18x-Zoom sprengt die Größeneinordnung um einiges - eins haben aber alle gemeinsam: Alle Objektive bestechen durch kleine Anfangsbrennweiten.

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Von
  • Rebecca Stolze

Nach Samsung folgt jetzt Panasonic und stellt kurz vor der IFA (29. August bis 3. September) und der photokina (23. bis 28. September) vier neue Kompaktkameras vor. Drei der vier Modelle treten dabei die Nachfolge bekannter Kameratypen an, während die Lumix FX37 das Panasonic-Sortiment erweitert.

Hauptaugenmerk hat der Hersteller eindeutig auf den Brennweitenbereich gelegt. Keines der Leica-Objektive hat eine größere Anfangsbrennweite als 28 Millimeter (äquivalent Kleinbild). Auch der neue Bildprozessor (Venus Engine IV) ist ihnen gemein und verspricht durch verbesserte Rauschalgorithmen störungsärmere Aufnahmen.

Neu sind auch die Autofokus-Verfolgung einmal anvisierter Motive (AF-Tracking) und die Erweiterung der Gesichtserkennung. Nicht nur frontal zugewendete Gesichter wollen die Kameras erkennen und fokustechnisch verfolgen, sondern auch Gesichter im Profil.

Videos nehmen alle Modelle in der High-Definition-Auflösung von 1280 × 720p auf, allerdings zeichnen die Lumix LX3 und FX150 nur 24 Bilder pro Sekunde auf, während die FX37 und FZ28 30 fps speichern. Das tun wiederum alle Modelle wahlweise auf SD, SDHC und MMC-Karten, wobei die MMC-Karten keine Videos speichern.

Wie bei Panasonic ĂĽblich, arbeiten die vier Kameras mit einem optischen Bildstabilisator, der mit beweglichen Linsen leichte Wackelbewegungen des Fotografen ausgleicht.

Lumix DMC-LX3

Die Lumix LX3 erreicht mit dem optionalen Weitwinkelvorsatz eine Brennweite von 18 mm.

Highlight der Riege ist die zehn Megapixel auflösende LX3, die auf einen 1/1,63 Zoll großen CCD setzt und dadurch vermindertes Bildrauschen verspricht – insgesamt soll sich das Signal/Rauschverhältnis (S/N) zur Vorgängerin Lumix LX2 um drei dB verbessert haben.

Ein weiterer Hingucker ist das Leica-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 24-60 Millimeter (vergleichbar Kleinbild). Neben der kleinen Anfangsbrennweite ist das Leica D Vario Summicron mit Blendenöffnungen von 2,0 (Weitwinkel) und 2,8 (Tele) erfreulich lichtstark.

Durch die große Bauform des Sensors kann die Kamera die Weitwinkelbrennweite von 24 Millimeter bei allen Aufnahmeformaten (3:2, 4:3, 16:9) nutzen, allerdings mit marginal geringerer Maximalauflösung. Der Sensorgröße wird auch der Monitor im 3:2-Format mit einer Diagonalen von 7,6 cm (3 Zoll) gerecht.

Liebhaber von extremen Weitsichten haben zusätzlich die Möglichkeit, die Brennweite mittels optionalem Adapter und Konverter auf 18 Millimeter zu verkürzen. Auch ein externer Blitz kann an die Lumix angeschlossen werden.

Lumix DMC-FX150

Satte 14,7 Megapixel löst die FX150 auf – packt das Mehr an Auflösung allerdings auf einen kleineren Sensor (1/1,7-Zoll-CCD) als die LX3.

Das Leica-Objektiv startet bei einer vergleichbaren Kleinbildbrennweite von 28 Millimetern und zoomt bis auf 100 mm heran – zeigt sich aber mit f2,8-5,6 nicht ganz so lichtstark, wie das der LX3.

Auch der Monitor ist geringfĂĽgig kleiner, aber mit einer Diagonalen von 2,7 Zoll (6,9 cm) ausreichend groĂź zur Motivfindung.

Lumix DMC-FZ28

Beim Nachfolger der FZ18 muss der optische Bildstabilisator zeigen, was er kann und den Brennweitenbereich von 27-486 mm stabilisieren. Bei so viel Zoom verwundern die hemdtaschenuntauglichen Abmessungen von 118 × 75 × 89 mm und das Gewicht von 417 Gramm dann auch nicht.

Mit einer Auflösung von 10 Megapixeln, Zeit- und Blendenautomatik, einem manuellen Modus und manueller Scharfstellung versucht sie vor allem ambitionierte Hobbyfotografen zu erreichen. Ob sie SLR-Liebhaber vom Gegenteil überzeugen kann, bleibt bei einer Preisempfehlung von 449 Euro fraglich - liegen ältere, aber noch aktuelle SLRs, wenn auch ohne Objektiv, teilweise unter dem Preis.

Lumix DMC-FX37

Die FX37 betreibt lediglich Modellpflege zu der weiterhin erhältlichen FX35. Sie arbeitet wie diese mit einer Auflösung von 10 Megapixeln, die sich allerdings auf einem 1/2,33 Zoll kleinen CCD das Licht streitig machen.

Das verarbeitete Leica-Objektiv deckt einen Brennweitenbereich von 25-125 Millimeter ab (f2,8-5,6) und wird von einem optischen Bildstabilisator unterstĂĽtzt. Neu ist der groĂźe, laut Hersteller 100-prozentige Einblickswinkel auf das 2,5-Zoll-Display (230.000 Pixel), das seine Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst.

Die Kameras sollen ab August erhältlich sein und 549 Euro (LX3), 399 Euro (FX150), 449 Euro (FZ28) und 349 Euro (FX37) kosten (alles UVP).

AusfĂĽhrliche technische Daten zu den vier neuen Panasonic-Kompaktkameras finden sich wie immer in der Produktdatenbank von heise Foto. (rst)