Hitzewelle beschädigt Autobahnen in Bayern

Wegen der Hitze der vergangenen Tage sind in Teilen Bayerns reihenweise Autobahnen aufgeplatzt. „Wir haben jetzt zehn Stellen“, sagte Stephan Lehner, Polizeisprecher in Niederbayern. Auch die schnelle Reparatur bereite Probleme

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Wegen der Hitze der vergangenen Tage sind in Teilen Bayerns reihenweise Autobahnen aufgeplatzt. „Wir haben jetzt zehn Stellen“, sagte Stephan Lehner, Polizeisprecher in Niederbayern, am Donnerstag in Straubing. Die schnelle Reparatur bereite Probleme: Auch der Teer trocknet bei der Hitze nur langsam. Auf einigen Strecken wurde ein Tempolimit von 80 verhängt. Die bayerische Verkehrszentrale zählte noch zwei weitere Schäden bei Rosenheim und Würzburg.

"Der generell schon hohe Sanierungsbedarf verstärke sich so noch weiter", so der ADAC.

(Bild: ADAC)

Die Betonplatten auf einigen Straßen hatten sich in der Hitze ausgedehnt und waren gegeneinandergestoßen. Sie können sich dann zu einer Art Rampe aufstellen. „Da genügen schon wenige Zentimeter, dass mir das zum Verhängnis wird“, sagte Jürgen Berlitz, Fachreferent vom ADAC. Am Mittwoch war ein Motorradfahrer auf der Autobahn 93 in Niederbayern wegen des Hindernisses gegen eine Leitplanke geprallt und gestorben.

Das extreme Wetter vor der Sommerreisewelle belastet die bayerischen Autobahnen stark. Zuerst setzten die Fluten Teile der Fernstraßen unter Wasser, nun sprengt die Hitze von teils mehr als 37 Grad im Schatten den Straßenbelag. Der generell schon hohe Sanierungsbedarf verstärke sich so noch weiter, sagte Berlitz. Zumindest provisorisch seien die Hitzeschäden aber schnell zu beheben. Bayern ist vom Reiseverkehr in Richtung Mittelmeer besonders stark betroffen. (dpa) (mfz)