Sonderposten trĂĽben Symantec-Bilanz

Obwohl alle Symantec-Geschäftsbereiche im abgelaufenen Quartal zu einer Steigerung des Gesamtumsatzes auf 1,42 Milliarden US-Dollar beitrugen, sank der Nettogewinn des System- und Sicherheitssoftware-Herstellers um 60 Prozent.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der System- und Sicherheitssoftware-Hersteller Symantec hat das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 mit einem Nettogewinn von 50,4 Millionen US-Dollar (35,4 Millionen Euro) abgeschlossen. Den deutlichen Rückgang gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, als ein Nettogewinn von 126,2 Millionen US-Dollar (88,6 Millionen Euro) ausgewiesen wurde, erklärt das Unternehmen im Wesentlichen mit einer "Wertberichtigung von 87 Millionen US-Dollar, die im Zusammenhang mit nicht-strategischen Wirtschaftsgütern für das Data Center Management stehen".

Den Umsatz konnte Symantec von 1,26 Milliarden (884 Millionen Euro) auf 1,42 Milliarden US-Dollar (996 Millionen Euro) steigern. Die sogenannten passiven Rechnungsabgrenzungsposten (Deferred Revenue) beliefen sich auf 2,60 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 2,33 Milliarden US-Dollar zum Ende des zweiten Quartals 2006. Als Deferred Revenue bezeichnet man Umsätze vor allem mit Firmenkunden, die bei Service-Verträgen, die über mehrere Jahre gelten, oder bei länger laufenden Lizenz-Abschlüssen zwar schon gemacht wurden, aufgrund der langen Laufzeit der Verträge aber erst über die eigentliche Zeitspanne der Vereinbarungen hinweg realisiert und verbucht werden.

Einschließlich der Umsätze des IT-Asset-Management-Spezialisten Altiris, den Symantec Anfang des Jahres übernommen hatte, machte das Privatanwendergeschäft im zweiten Quartal 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus, Die Umsatzsteigerung in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahresquartal beziffert Symantec mit 10 Prozent. Um jeweils 7 Prozent legten das Sicherheits- und Datenmanagement-Geschäft (30 Prozent am Gesamtumsatz) sowie das Geschäft mit Data Center Management (28 Prozent) zu. Services-Einnahmen trugen wie der neue Altiris-Geschäftsbereich mit 6 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Bei der Betrachtung der regionalen Verteilung der Umsätze tut sich insbesondere die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) hervor, die 32 Prozent des Symantec-Gesamtumsatzes ausmachte und im Jahresvergleich um 20 Prozent zulegte. Die Region Asien, Pazifik, Japan erzielte einen Umwachszuwachs von 9 Prozent, die USA, Lateinamerika und Kanada kamen zusammen auf ein Plus von 10 Prozent. Für das dritte Quartal erwartet Symantec einen Konzernumsatz zwischen 1,41 Milliarden und 1,45 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn soll zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar liegen. (pmz)