Lexmark steigert Gewinn bei rückläufigem Umsatz

Das zweite Quartal 2008 schloss der Druckerhersteller mit einem Umsatz von 1,14 Milliarden US-Dollar rund 6 Prozent unter Vorjahresniveau ab. Der Nettogewinn kletterte hingegen über 30 Prozent auf 83,7 Millionen US-Dollar.

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Das zweite Quartal 2008 schloss der Druckerhersteller mit einem Umsatz von 1,14 Milliarden US-Dollar rund 6 Prozent unter Vorjahresniveau ab. Der Nettogewinn kletterte hingegen über 30 Prozent auf 83,7 Millionen US-Dollar. Dabei habe Lexmark insbesondere im Produktsegment der Tintendrucker erneut einen deutlichen Absatzrückgang von fast 50 Prozent verzeichnet. Sowohl in den USA wie auch in Europa sei der Hersteller stark unter Druck geraten – auch durch den von allen Anbietern aggressiv geführten Preiskampf in dieser Produktkategorie.

Angesichts des deutlich gewachsenen Profits zeigen die im vergangenen Jahr angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen offensichtlich erste Wirkung. Während Lexmark im Geschäft mit privaten Endkunden zwar über 20 Prozent weniger Umsatz machte, konnte der Hersteller den Anteil des generell margenträchtigeren Geschäftskundensegments um vier Prozent steigern. Dabei nahm der operative Gewinn im B2B-Geschäft um fünf Prozent auf 156 Millionen US-Dollar zu. Im Consumer-Segment stehen nur 23 Millionen US-Dollar zu Buche – dank der fokussierten Neuausrichtung bedeutet dies jedoch sogar ein Plus von über 60 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2007.

Das auch von Lexmark praktizierte gängige Geschäftsmodell bei Tintendruckern im Einsteigersegment sieht einen extrem niedrigen – häufig sogar verlustbehafteten – Verkaufspreis für das Gerät vor, während die Hersteller erst über das Folgegeschäft mit den Tintenpatronen Gewinne erzielen können. Mit Blick auf die längerfristige Profitabilität des Unternehmens konzentriert sich Lexmark unterdessen stärker auf Kunden mit insgesamt höherem Druckvolumen. So hatte der Hersteller hierzulande beispielsweise eine Kampagne gestartet unter dem Motto "weniger drucken, mehr sparen". Dabei bietet sich der Hersteller Großkunden als Berater bei der Senkung ihrer Druckkosten an.

Auf der Produktseite legt Lexmark zudem einen stärkeren Fokus auf Multifunktionsgeräte mit Lasertechnik anstelle der weniger profitablen Tintengeräte. Farblaser-Multifunktionsgeräte zählen nach Angaben der GfK außerdem zu den wachstumsstärksten Produktkategorien im Druckermarkt hierzulande. So wurden im ersten Quartal 2008 rund 75 Prozent mehr Farblaser-Multifunktionsgeräte verkauft als im Vorjahreszeitraum – zuletzt circa 6000 pro Monat. Unterdessen konnte Lexmark seinen Marktanteil in dieser Produktkategorie von 4 Prozent Anfang 2007 auf inzwischen 28 Prozent steigern und ist damit laut GfK der führende Anbieter in Deutschland. (map)