QSC reduziert seine Jahresprognose
Das vergangene Quartal ist für den DSL-Netzbetreiber schwächer als erwartet verlaufen. Nun hat er seine Umsatz- und Gewinnerwartung herabgesetzt.
Der DSL-Netzbetreiber QSC hat im dritten Quartal seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 22 Prozent auf 83,2 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) sei um 42 Prozent auf 7,4 Millionen Euro gewachsen, teilt das Unternehmen mit. Der Preisdruck im konventionellen Sprachgeschäft sowie die Verzögerungen bei der Anschaltung neuer Kunden, der Ausbau des Netzes um knapp 10 Prozent im abgelaufenen Quartal und die damit verbundenen Aufwendungen hätten zu einem enttäuschend geringen EBITDA-Anstieg geführt, wie es QSC ausdrückt.
Angesichts des schwächer als geplanten Geschäftsverlaufs reduziert QSC daher die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen erwartet jetzt einen Umsatz von rund 325 Millionen Euro anstatt bislang mehr als 350 Millionen Euro, ein EBITDA-Ergebnis von etwa 35 Millionen Euro gegenüber bislang bis zu 60 Millionen Euro sowie ein ausgeglichenes Konzernergebnis nach Steuern. Hier war QSC bisher von 15 Millionen Euro ausgegangen. Im vierten Quartal 2007 werde das Ergebnis einmalig durch Kosten infolge der Verschmelzung mit Broadnet belastet. QSC erwartet, dass diese 2008 zu Synergieeffekten im niedrigen einstelligen Millionenbereich insbesondere im Netz und in der Verwaltung führen wird.
Die höchsten Zuwächse hat QSC im Segment Wiederverkäufer erwirtschaftet. Dort wuchs der Umsatz um 74 Prozent auf 31,8 Millionen Euro. Es sei aber zu "unvorhergesehenen Verzögerungen beziehungsweise Engpässen bei der Zusammenarbeit mit marktstarken Wholesale-Partnern sowie bei der Bereitstellung von Vorleistungen durch die Deutsche Telekom" gekommen. Im klassischen Telefoniegeschäft stieg der Umsatz auch in den Segmenten Groß- und Geschäftskunden. Hier erzielte QSC mit Großkunden im dritten Quartal 2007 einen Umsatz von 18,6 Millionen Euro gegenüber 17,7 Millionen Euro im Vorjahr. Bei Geschäftskunden stieg der Umsatz auf 21,5 Millionen Euro nach 20,0 Millionen Euro im dritten Quartal 2006. Allerdings hätten "interne, prozessbedingte Engpässe bei der Anschaltung neuer DSL-Kunden" hier das Wachstum verlangsamt. (anw)