Metro baut Mobilfunkvertrieb mit Carphone Warehouse aus
Im Rahmen eines Pilotprojektes haben Media-Saturn und Carphone in den Niederlanden beim Vertrieb von Mobilfunkgeräten, -verträgen und begleitenden Services kooperiert. Nun soll die Zusammenarbeit auf andere Metro-Vertriebslinien ausgeweitet werden.
Die britische Carphone Warehouse-Gruppe und der deutsche Handelskonzern Metro loten im Rahmen eines Pilotprojektes in den Niederlanden ihre Kooperationsmöglichkeiten beim Vertrieb von Mobilfunkgeräten, -verträgen und begleitenden Services aus. Die in Zusammenarbeit mit Media-Saturn in Holland gesammelten Erfahrungen nehmen beide Unternehmen nun zum Anlass, eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf weitere Vertriebslinien der Metro-Gruppe zu prüfen. So sollen künftig 17 niederländische Großmarktfilialen der Metro-Tochtergesellschaft MAKRO Cash & Carry das Carphone-Angebot aufnehmen.
Das gemeinsame Projekt sieht bisher beispielsweise Shop-in-Shop-Konzepte vor, die vom Smartphone über Tablets, Verträge und Zubehör auch Dienstleistungen wie Installations- und Reparatur-Services offerieren – unter den Bezeichnungen "Saturn Connect" beziehungsweise "Media Markt Mobile". Eine zu Media-Saturn vergleichbare Integration von Carphone wird auch in den Makro-Filialen angestrebt. "Mit Carphone Warehouse haben wir den perfekten Partner gefunden, um unsere Kräfte auf diesem wichtigen Geschäftsfeld zu bündeln", zeigt sich Pieter Haas, Vorstandsmitglied der Metro Group und verantwortlich für Media-Saturn sowie Business Innovation, überzeugt. "Wir können unseren Kunden in Zukunft die komplette Palette an Produkten und Dienstleistungen sowie bestmögliche Beratung bieten." Darüber hinaus werde auch eine Ausdehnung der Kooperation auf andere Länder und Vertriebsformen geprüft.
Für Carphone Warehouse markiert die Zusammenarbeit mit Metro bereits den zweiten Versuch, das europaweite Retail-Geschäft mit einem "großen" Partner über das eigene Filialnetz hinaus auszubauen. 2008 hatten die Briten ein Joint-Venture mit dem US-Elektronikriesen Best Buy gegründet – und damit auch einen Angriff auf die europaweite Vormachtstellung der Metro Group gewagt. Binnen drei Jahren brachte die Kooperation jedoch lediglich 11 neue Filialen – allesamt in Großbritannien – zustande. Ende 2011 wurde das Joint Venture schließlich wieder aufgelöst und die verbliebenen Filialen geschlossen. (map)