Sammelsurium für Notebooks

Notebooks sind laut ihren Herstellern rundum perfekte Kreationen, doch je nach Einsatzzweck und Umgebung stoßen sie an Grenzen. Pfiffiges Zubehör für fast jede Lebenslage erweitert die Möglichkeiten und erleichtert die Benutzung.

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Inhaltsverzeichnis

Die Absatzzahlen von Notebooks steigen seit Jahren und immer häufiger nutzen Anwender ihren Laptop als alleinigen Rechner. Doch die kompakte Bauform eignet sich nicht für alle Lebenslagen und Aufrüsten ist kaum möglich. Hier springen zahlreiche Hersteller von Zubehörartikeln ein, die speziell auf Mobilrechner zugeschnittene Produkte anbieten – etwa universelle Dockingstationen. Halterungen zur Tischmontage erleichtern lange Arbeitssitzungen. Sogar Entspiegelungsfolien gibt es, die Reflexionen auf glatten Displays reduzieren. Hier folgt eine Auswahl aus dem riesigen Markt an Notebook-Zubehör.

Viele Notebook-Nutzer schätzen Dockingstationen, die im herstellereigenen Zubehörprogramm von Business-Geräten erhältlich sind. An ihnen finden alle benötigten Kabel wie Netzwerk, Monitor, externe Tastatur/Maus und mitunter auch Audio Anschluss, sodass sich das Notebook am Schreibtisch wie ein Desktop-Rechner benutzen lässt. Für die Nutzung unterwegs trennt ein einziger Handgriff alle Verbindungen mit dem Notebook. Consumer-Geräte haben keinen Docking-Port, deshalb bleibt nur der Anschluss an universellen Ports wie USB und ExpressCard. Solche Dockingstationen müssen eigene Chips für Grafik, Audio und Netzwerk an Bord haben.

Kensingtons Sd200v und Toshibas DynaDock stellen die Verbindung zum Notebook ausschließlich per USB her; Belkins Highspeed Docking Station und die ExpressCard Notebook Docking Station von Targus nutzen dagegen einen ExpressCard-Slot. Die beiden letztgenannten Produkte offerieren neben einem VGA-Anschluss auch einen DVI-Port, der Bilder verlustfrei überträgt – per VGA gibt es nur eine mäßige (Targus) beziehungsweise schlechte (Belkin) Signalqualität.

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Sammelsurium für Notebooks

Universelle Dockingstationen wie die von Belkin und Targus passen auch an Consumer-Notebooks, bieten aber nicht den Leistungsumfang der herstellerspezifischen Lösungen für Business-Geräte.

In beiden Stationen kommt der PCI-Grafikchip XGI Volari Z7 zum Einsatz, der über einen Wandler per PCI Express (x1-Link) am Notebook-Chipsatz hängt. Er beherrscht Auflösungen bis 1600 × 1200 (4:3) beziehungsweise 1680 × 1050 (16:10); schnelle Änderungen des kompletten Bildinhalts sind aber nicht möglich. Beim Verarbeiten von Texten, dem Kalkulieren von Tabellen oder dem Surfen auf Webseiten stören Ruckler beim Scrollen wenig, doch Videos laufen nur in vergleichsweise kleinen Bildschirmbereichen (YouTube-Größe) flüssig.

Beim Audiochip setzen Belkin und Targus auf den per USB angebundenen C-Media CM106, der jeweils einen optischen SPDIF-Ausgang sowie drei analoge Klinkenbuchsen (mit guter Signalqualität) und einen Mikrofoneingang bereitstellt. Belkin nutzt in seiner Dockingstation einen USB-Fast-Ethernet-Chip, Targus hingegen einen Gigabit-Controller, der zusätzlich zum Grafikchip am PCI-Bus hängt – das bremst den Grafikchip bei Netzwerk-Traffic noch weiter aus. Targus bietet auch eine RS-232-Schnittstelle; mehrere USB-Ports stellen beide bereit.

Die universellen Dockingstationen sind für Notebook-Nutzer interessant, die häufig unterwegs sind, zu Hause viele Kabel anstöpseln und für ihr Notebook keine herstellerspezifische Dockingstation bekommen. Die oben genannten Einschränkungen der Grafikanbindung gelten auch für die Dockingstationen von Kensington und Toshiba, die USB-Grafikchips nutzen. Wer schon vor dem Notebook-Kauf weiß, dass er dieses stationär an einer Dockingstation betreiben möchte, sollte sich gleich in den Business-Serien der Notebook-Hersteller umsehen und beides passend zusammen kaufen.