Reduziert auf das Wesentliche
Immer mehr Website-Betreiber buhlen um die mobile Klientel und bieten von sich aus Handy-Versionen ihrer Seiten an.
Immer mehr Website-Betreiber buhlen um die mobile Klientel und bieten von sich aus Handy-Versionen ihrer Seiten an. Zum Teil erkennen die Server selbst, wenn man sie per Mobil-Browser aufruft. Wer zum Beispiel mit dem Handy Spiegel online ansteuert, landet in der Regel statt auf der normalen Seite www.spiegel.de automatisch auf der kompakten Handy-Seite, wap.spiegel.de. Ähnlich ergeht es Besuchern des Sportportals sport1.de oder bei diversen Web-2.0-Diensten wie Flickr oder Youtube. Mitunter kann es sehr sinnvoll sein, sich die Handy-Websites auch im normalen Browser zu bookmarken – die auf die wesentlichen Informationen eingedampften Seiten sind übersichtlicher als ihre großen Pendants und laden viel schneller.
Sollte sich eine Website einmal nicht anzeigen lassen – das gilt insbesondere auch für Handys mit älteren Browsern –, sollte man versuchen, sie mit Pocket Proxy oder Mowser aufzurufen. Diese Anbieter betreiben Web-Proxies, die Seiten Handy-gerecht aufbereiten, Mowser steht allerdings wohl vor dem Ende. Einen Überblick über das Handy-Web geben Portale wie PDA-Surftipps. Das Angebot an Diensten für mobile Geräte ist seit unserem letzten Artikel wesentlich größer und runder geworden. Es umfasst zum Beispiel Nachrichten aller Art, angefangen bei den Übersichten von Tagesschau, heute und der Süddeutschen Zeitung. Auch die Boulevard-Nachrichten der Bildzeitung haben eine Handy-Ausgabe erhalten.
heise online und Slashdot liefern Technik-News, finanzen.net und das Handelsblatt halten Aktienkurse und Börseninfos bereit. Die aktuellen Spielstände und Sportneuigkeiten ruft der Fan unter anderem bei kicker und Eurosport ab. Die BBC liefert Nachrichten aus England. Google News sammelt die Schlagzeilen aus Dutzenden von Quellen und stellt sie, nach Rubriken sortiert, übersichtlich zusammen. Klickt der Besucher auf eine Meldung, so leitet Google die Trefferseiten über einen eigenen Proxy, der die Seiten Handy-gerecht aufbereitet.
Als Webdienst realisierte RSS-Reader erlauben, unterwegs auf beliebige Quellen zuzugreifen, sofern diese einen RSS- oder Atom-Feed anbieten. Googles RSS-Reader oder Netvibes zum Beispiel stellen neben der normalen Web-Oberfläche auch eine schlanke Version für Handys bereit. So kann man mit dem PC und der normalen Web-Oberfläche seine Feeds verwalten; unterwegs ruft man sie mit dem Handy ab. Googles Reader leitet auf Wunsch auch die in den Postings verlinkten Seiten über den Komprimierungs-Proxy.
Etliche Sites versorgen den Besucher mit Reiseinformationen. Aral zum Beispiel unterhält eine ganze Reihe von Diensten für den automobil Reisenden mit einem Routenplaner, Stauinformationen und Stadtplänen. Auch der Bahnreisende kann sich mobil informieren, etwa über Verbindungen und Verspätungen. Am Reiseziel informieren zum Beispiel YellowMap oder meinestadt.de über Hotels, Restaurants oder Veranstaltungen. YellowMap hält für den Notfall auch eine ortbezogene Suchmaschine für Apothekennotdienste bereit. Im Falle einer Vergiftung oder einer gestohlenen Kreditkarte kennt alphanews die passenden Notrufnummern.
Unterwegs lassen sich aber auch ganz alltägliche Informationsbedürfnisse stillen. Google und eine Reihe weiterer Dienste betreiben mobile Versionen ihrer Volltextsuchmaschinen. Leo übersetzt ins Englische, Französische und Spanische. Wer einen Begriff in einem Lexikon nachschlagen will, dem bietet das Unternehmen 7val eine Handy-gerechte Oberfläche für die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Ähnliche Angebote gibt es selbst für Synonyme und Kochrezepte. Wer im Supermarkt vor einem vermeintlichen Schnäppchen steht, kann bei einem Online-Preisvergleichsdienst wie SmartShopping.de oder guenstiger nachsehen, ob das Angebot wirklich günstig ist.
Viele Anbieter von Web-2.0-Diensten betreiben Mobilversionen ihrer Sites. So kann sich der Handy-Nutzer bereits bei MySpace, Xing, Facebook und LinkedIn sozial vernetzen. Seine Flickr-Bilder (und die aller anderen Nutzer) kann er ebenso abrufen wie sämtliche Youtube-Videos – sein Handy muss dafür Übertragungen mit dem Protokoll RTSP und dem Codec H.263/AMR unterstützen, was für viele aktuelle Handys gilt. (jo)
Websites für mobile Geräte, Teil 1
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Websites für mobile Geräte, Teil 2
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||