Spätzünder

Mit dem ZN5 hat nun auch Motorola ein Fotohandy mit 5-Megapixel-Kamera und Blitz im Programm, das zudem einen guten Organizer bietet.

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Das 13 mm dünne ZN5 nimmt man gerne in die Hand. Über die Folientastatur lassen sich Rufnummern und SMS nach etwas Gewöhnung zügig eintippen. In der Sonne ist das sonst helle 2,4-Zoll-Display kaum noch ablesbar. Zum Wechseln der microSD-Speicherkarte – Medien bis 16-GByte werden erkannt – muss man den Akku entfernen.

Das ZN5 überträgt Sprache klar und deutlich; beim Freisprechen stören den Gesprächspartner allerdings Echos. Als Organizer macht das Handy mit umfangreichem Adressbuch, Sprachwahl und einer To-do-Liste, die auch Aufgaben ohne Terminbindung verwaltet, eine gute Figur. Zum Musikhören schließt man das bassstarke Headset an die 3,5-mm-Buchse an oder koppelt das ZN5 mit einem Bluetooth-Stereohörer. Es spielt alle gängigen Musikformate klaglos ab.

Fürs Scharfstellen und Auslösen braucht die Kamera etwa eine Sekunde – schnell genug für Schnappschüsse. Die stark nachgeschärften und entrauschten Fotos wirken wegen der fleckigen Farben wie Ölgemälde. Der Weißabgleich klappt bei Tageslicht gut, bei Kunstlicht stört ein starker Gelbstich. Für ein 5-Megapixel-Kamerahandy ist die Bildqualität nicht akzeptabel, 3-Megapixel-Kameras machen bessere Bilder. Auch die winzigen QCIF-Videos taugen nur für Video-MMS. Der schwachbrüstige Blitz erhellt nur nahe Motive (<1 m) ausreichend. Mit dem Motorola ZN5 bekommt man ein gut ausgestattetes Handy, das sich dank WLAN auch mit Hotspots verbindet. Zum Knipsen wählt man jedoch besser ein Fotohandy der Konkurrenz oder eine Digicam. (rop)

Motorola ZN5
Fotohandy mit 5-Megapixel-Kamera und Blitz
Hersteller Motorola
Lieferumfang Ladegerät, Stereo-Headset, USB-Kabel, AV-Kabel, Software, Handbuch
EGPRS-Durchsatz 24,2 KByte/s Empfangen, 12,6 KByte/s Senden (gemittelt)
technische Daten Handy-Galerie
Preis ohne Vertrag 350 EUR (UVP), 260 EUR (Straße)

(ll)