Westentaschenlotse

Autofahrer, die Besitzer eines Casio Cassiopeia E-105G, E-115G, E-125G oder eines Compaq iPAQ H3630 oder H3660 sind, können künftig ihren Straßenatlas getrost zu Hause lassen - so zumindest verspricht es der Hersteller des GPS-Moduls Di

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  • Distefora P1

Autofahrer, die Besitzer eines Casio Cassiopeia E-105G, E-115G, E-125G oder eines Compaq iPAQ H3630 oder H3660 sind, können künftig ihren Straßenatlas getrost zu Hause lassen - so zumindest verspricht es der Hersteller des GPS-Moduls Distefora.

Na dann schaun wir mal: Das P1-Paket für 649 Euro enthält eine Fahrzeughalterung, einen 12-Volt-Adapter für die Stromversorgung, einen 12-Kanal-GPS-Empfänger und die aktuelle digitale Deutschlandkarte vom renommierten Anbieter Tele Atlas. Wer nun meint, sich damit gleich auf die Reise machen zu können, wird enttäuscht, denn die Routenberechnung muss der P1-Besitzer zuvor am heimischen PC erledigen.

Via Docking-Station des Organizers schaufelt er danach alle streckenrelevanten Daten in seinen kleinen Handheld. Und los gehts: PDA in die vorab montierte Fahrzeughalterung stecken, GPS-Empfänger gut sichtbar auf dem Armaturenbrett verstauen und beides über das dazugehörige Kabel mit Strom aus dem Zigarettenanzünder versorgen.

Während der Fahrt leitet das System den Ortsunkundigen dann via Sprachansagen und wahlweise mittels Abbiegepfeilen oder per Kartendarstellung zum gewünschten Zielpunkt. Die optische Routenführung ist ausreichend; das Gekrächze der Lautsprechansagen verlangt jedoch einen willigen Zuhörer. Folgt dieser allerdings nicht brav den Befehlen seines PDA und kommt dabei vom Weg ab, kann er sich gleich wieder auf den Heimweg machen - Kartenmaterial nachladen. Denn das System hält lediglich die zuvor übertragenen Streckendaten parat.

Dasselbe Schicksal ereilt den Fahrer, sollte er einmal großräumig einen Stau umfahren wollen. Wer sich den umständlichen Datentransport ersparen und gleich ganz Deutschland mit auf die Reise nehmen möchte, greift zur Ein-Gigabyte-Speichererweiterung und zwangsläufig tief in die Tasche. Der Zusatzspeicher kostet rund 450 Euro. (uvo) (ll)