Edel oder große Klappe
Viele der für das dritte Quartal 2002 angekündigten Datenhandys kommen jetzt auf den Markt oder sind bereits im Handel erhältlich, darunter Alcatels GPRS-Modell One Touch 715 und Panasonics auf der CeBIT vorgestelltes Kamera-Handy GD87.
- Herbst der GPRS-Handys
Viele der für das dritte Quartal 2002 angekündigten Datenhandys kommen jetzt auf den Markt oder sind bereits im Handel erhältlich, darunter Alcatels GPRS-Modell One Touch 715 und Panasonics auf der CeBIT vorgestelltes Kamera-Handy GD87.
Alcatels GPRS-Modell One Touch 715 kann zwar nicht mit einem Farbdisplay, dafür aber mit einer für Handys großen 100 x 150-Pixel-Graustufenanzeige glänzen. Das edel wirkende, schmale Mobiltelefon reizt geradezu, es ständig in die Hand zu nehmen. Doch auch die inneren Werte können sich sehen lassen: Es verwaltet bis zu 800 Adresseinträge mit sieben Rufnummern, zwei E-Mail-Adressen, der kompletten Postanschrift und vier Feldern für Notizen.
Die Terminverwaltung ist mit verschiedenen Ansichten und bis zu 1000 Einträgen ähnlich umfangreich. Auch eine To-do-Liste gibt es. Als EMS-Handy (Enhanced Messaging Service) hängt das One Touch 715 auf Wunsch kleine Grafiken oder Klingeltöne an Kurznachrichten an. Für schnellen Datentransfer sorgt GPRS (General Packet Radio Service) der Klasse 10, womit es bis zu 53,6 kBit/s empfängt und maximal 26,8 kBit/s sendet.
Davon profitiert nicht nur der zügige WAP-Browser. Über die Infrarotschnittstelle dient das Handy auch als mobiles Datenmodem zum Surfen per Notebook oder PDA. Ohne Mobilfunkvertrag soll das One Touch 715 rund 300 Euro kosten. Panasonic will sein auf der CeBIT vorgestelltes Kamera-Handy GD87 noch im Oktober in Deutschland anbieten. Das Klapp-Handy besitzt ein großes Farbdisplay mit einer Auflösung von 132 x 176 Pixeln und stellt bis zu 65.536 Farben dar. Die eingebaute Digitalkamera sitzt auf der Rückseite des Displays über einer kleinen Zweitanzeige, die Anrufe auch bei geschlossenem Handy melden soll.
Aufgenommene Bilder lassen sich mit Text und Tönen zu Multimedia-Nachrichten zusammenstellen und per MMS (Multimedia Messaging Service) versenden. Auch gibt es einen E-Mail-Client. Für den Datenversand sorgt GPRS mit bis zu 13,4 kBit, beim Empfang erreicht das GD87 bis zu 53,6 kBit/s. Der WAP-2.0-Browser soll Internet in Farbe aufs Handydisplay bringen. Als Schnittstelle zum PC verfügt das Multimedia-Telefon über IrDA, der Kurzstreckenfunk Bluetooth fehlt. Als Preis nannte Panasonic rund 600 Euro ohne Vertrag.
Überraschend kündigte Philips Nachfolgemodelle der GPRS-Handys Fisio 820 und 620 an: Das Fisio 825 gleicht äußerlich seinem Vorgänger, lockt aber mit einem verbesserten Display, das bis zu 4096 Farben darstellen kann. Kurzmitteilungen mit Grafiken verschickt und empfängt das Philips-Handy nun EMS-konform und lädt auf Wunsch In-Fusio-Spiele aus dem Vodafone-Netz. Verbindung zum PC und anderen Mobilgeräten nimmt das Fisio 825 per Bluetooth auf. Das Modell Fisio 625 -– wie das 825 ein GPRS-Handy der Klasse 10 –- versteht sich ebenfalls auf EMS-Nachrichten und Spiele-Download. Zum Abgleich von Adresseinträgen und zum mobilen Surfen per Notebook will Philips ein USB-Kabel als Zubehör anbieten. Interessant sind die Preise: Ohne Vertrag soll das Fisio 825 rund 300 Euro, das Fisio 625 rund 220 Euro kosten. (rop) (ll)