Hilfe zur Selbsthilfe

Steht eine Notebook-Erweiterung oder -Reparatur an, müssen die Ersatzteile nicht unbedingt vom Notebook-Hersteller kommen. Standardteile sind preiswert bei Drittanbietern erhältlich.

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Von
  • Dr. JĂĽrgen Rink

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Wenn das Notebook streikt oder für geänderte Aufgaben eine Erweiterung ansteht, muss nicht unbedingt der Hersteller des Notebooks die Ersatzteile liefern oder gar einbauen. Auch teure Markennotebooks lassen sich mit preiswerten Standardteilen ausrüsten.

Manche Komponenten müssen nicht unbedingt vom Hersteller kommen. Das kann nötig sein, wenn die Reparaturbedingungen der Hersteller sich als unzumutbar herausstellen oder schlicht keine Ersatzteile aufzutreiben sind. Festplatten, Akku, Hauptspeichermodule und in einigen Fällen das optische Laufwerk eignen sich gut für die Selbsthilfe, die oft nur einen Schraubendreher erfordern. Das gilt allerdings nur bei einer zutreffenden Diagnose des Fehlers, sonst laufen die Kosten für unnötige Ersatzteile ins Uferlose.

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Auf der Unterseite befinden sich meist die Steckplätze für RAM-Erweiterung sowie in diesem Fall ein Mini-PCI-Steckplatz.

Häufig verhindert der Hersteller die Selbsthilfe durch seine Garantiebedingungen, die er frei festlegen darf. Damit bindet er den Kunden an die so genannten Original-Ersatzteile des Herstellers, weil die Hersteller zur Bedingung machen, dass nur Komponenten verwendet werden, die sie empfohlen haben - meist natürlich ihre eigenen. Nach Ablauf der Garantie handelt der Benutzer sowieso "auf eigene Gefahr". Ihm steht dann frei, Komponenten wie den Akku von einem der vielen Nachbauanbieter zu beziehen oder gar einen Versuch bei einer Akkureparaturwerkstatt zu wagen.

Zum bloßen Akkuwechsel muss das Notebook für gewöhnlich nicht zum Hersteller. Der Anbieter der Wahl liefert den Energiespeicher ins Haus; eine Auswahl an Anbietern zeigt die Tabelle. Der Wechsel vollzieht sich unspektakulär, nur wenige Notebooks machen Schwierigkeiten. Im Modell D470W von Clevo zum Beispiel, das Xeron als Sonic Movie, Wortmann als Terra Aura 1700 und Bullman als EK5 P4 Grand verkauft, hat der Akku kein festes Gehäuse, und die Anbieter schreiben in der Bedienungsanleitung vor, nur Fachpersonal dürfe ihn wechseln. Die Batterie des Acer Aspire 1700, als Gegenbeispiel, darf der Benutzer selbst aus dem Gerät hervorholen, hervorholen, obwohl er dabei nicht ohne Werkzeug auskommt. Das Benutzerhandbuch leitet ihn an. Hier darf jeder Kunde bis an die elektronischen Innereien, andere Hersteller lassen selbst Administratoren keinen harmlosen Tastaturwechsel erledigen.

Im Unterschied zu Akkus haben 2,5-Zoll-Festplatten für Notebooks einen einheitlichen Aufbau; das gilt auch für die Anschlussleisten. Diese Standardprodukte, die sich äußerlich nur in der Bauhöhe unterscheiden, findet man im Handel und im Internet. Damit das standardisierte Einerlei in die originellen Festplattenversenkungen der verschiedenen Notebooks passt, wird es in einem Rahmen mit meist eigener Anschlussleiste aus Metall oder Kunststoff verschraubt.

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Slimline-Laufwerke sind in 12,5 mm (links) sowie 9,5 mm Höhe erhältlich.

Auch RAM-Module tauscht man leicht selbst. Fast immer findet sich eine Anleitung dazu im Handbuch. Einige Hersteller teilten uns jedoch mit, dass sie die Garantie bei einigen Notebook-Modellen nicht mehr gewähren, sollte der Kunde das Hauptspeichermodul selbst wechseln. Wer die Reparaturkosten des Notebook-Herstellers für das Ersetzen des RAM-Moduls umgehen will, kann die nötigen Module beim Hersteller nachbestellen. Im Handel findet man günstigere Module, die oft aus derselben Quelle stammen. Auch wenn der Modultyp mit dem Original übereinstimmt, funktionieren immer wieder einzelne Speichermodule nicht in jedem Notebook. Ärger lässt sich am ehesten vermeiden, indem man das defekte Modul durch ein ebenso bestücktes vom selben Hersteller ersetzt.

Geschickte Hände braucht man für den Ersatz des optischen Laufwerks. Slimline-Laufwerke, typisch für Notebooks, gibt es im Ladengeschäft wie im Internet. Sie stammen unter anderem aus der Herstellung von Asus, Matsushita, QSI, Sony, Teac, LG und Toshiba. URLs einiger Anbieter zeigt die Tabelle. Das Einbauen von optischen Laufwerken erklärt sich allerdings nicht von selbst. Hilfe finden Selbermacher mit etwas Glück in Service-Manuals der Hersteller. Dell und IBM zum Beispiel stellen im Internet Montage-Anleitungen für ihre Notebooks zur Verfügung.

Wer nicht selbst reparieren will, aber das Gerät auch nicht entbehren kann, steht vor einem Dilemma. Die Lösung sind möglicherweise professionelle Notebook-Verleiher. Wir haben einige URLs von Verleihern ebenfalls in der Tabelle aufgeführt. (jr)


URLs fĂĽr Notebook-Ersatzteile

Akku-Ersatz und Reparatur

Akku-Discounter www.akku-discounter.de
Akku-Doktor www.akku-doktor.de
AkkuMarkt.de www.akkumarkt.de
Akkutheke.de www.akkutheke.de
Battiv www.battiv.de
BĂĽroaktiv www.bueroaktiv.de
Hantz + Partner www.batterybiz.de
IME GmbH www.ime.de
Maerz Netshop www.batteries.de
Reparaturservice SR Electronic www.sr-electronic-gmbh.de
ute GmbH www.ute.de
Weltweit-Akku www.weltweit-akku.de/

Festplatten

Stoll GmbH Hard- & Softwarehandel www.stoll-shop.de

RAM-Module

Office-Trade www.office-trade.com
Indusys GmbH www.notebook-speicher.de
CompuRAM www.compuram.de
Alternate www.alternate.de

Optische Laufwerke

GNLA Shop www.shop3.wgonsior.de
Home of Hardware www.hoh.de

Displays

TDComponents www.tdcomponents.com

Notebook-Leihe

erento berlin.erento.com
Bertram www.notebook-vermietung.com
Geosoft www.computermiete.de
D-MAC www.pc-notebook-leasing.de
Priwall www.mietpc.de
Diese Tabelle ist nicht mehr aktuell. Bezugsquellen fĂĽr Ersatzteile entnehmen Sie bitte dem Artikel Notebook-Doktor