Smartphone mit Durchblick
Das Nokia 3230 mit Symbian OS und der Series-60-Oberfläche wiegt nur 114 Gramm und ist mit 1,9 Zentimetern flach genug für die Hemdtasche.
Das Nokia 3230 mit Symbian OS und der Series-60-Oberfläche wiegt nur 114 Gramm und ist mit 1,9 Zentimetern flach genug für die Hemdtasche.
Über die ausreichend großen, aber schwammigen Wähltasten lassen sich Rufnummern oder Texte sicher eingeben. Mit dem präzisen Mini-Joystick manövriert man zielsicher durch die Menüs des Smartphones. Beim Telefonieren am Ohr oder über die Freisprechfunktion überzeugt das 3230 mit guter Sprachqualität. Die RS-MMCard lässt sich auch im laufenden Betrieb wechseln, doch muss man dazu die sehr schwergängige Akkuklappe entfernen.
Die Kamera des Smartphones liefert Bilder mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 960 Pixeln (1,2-Megapixel) und Videoclips im QCIF-Format (176 x 144). Während die Videos bei der Wiedergabe ruckeln und deutliche Artefakte zeigen, bieten die Fotos eine für eine Handykamera überraschend gute Qualität: Die Motive werden scharf und mit stimmigen Farben wiedergegeben, das mäßige Bildrauschen fällt nur bei dunklen Bildstellen auf. Bilder und Videoclips verschickt das 3230 als MMS-Nachrichten, E-Mail-Anhänge oder via Bluetooth direkt an PCs oder andere Bluetooth-Handys. Eine Übersicht über die Nahfunk-Eigenschaften des Nokia 3230 enthält die Bluetooth-Datenbank von heise mobil.
Den Umfang einer MMS begrenzt Nokia beim 3230 – wie bei anderen Handymodellen – unverständlicherweise auf 100 KByte, obwohl alle deutschen Netzbetreiber bis zu 300 KByte große MMS gestatten.
Der Real-Player spielt MP3-Musik mit Bitraten von bis zu 320 KBit/s ab, kennt aber weder das AAC- noch das WMA-Format. Immerhin verfügt das Smartphone über ein UKW-Radio. Doch enttäuschte der basslose Klang, der an eine Telefonleitung erinnerte – selbst wenn MP3-Dateien über das gute Stereo-Headset des Nokia 7710 gehört wurden.
Bei der Bedienung reagiert das Symbian-Smartphone träge und braucht zum Starten einer Anwendung bis zu drei Sekunden – hier wünscht man sich einen schnelleren Prozessor. Als GPRS-Modem eignet sich das Smartphone gut (siehe Tabelle), doch der WAP-Browser gehört nicht zu den schnellsten. Der Datendienst HSCSD steht gar nicht zur Verfügung. Trotz der Multimedia-Mängel bietet Nokias handliches Smartphone 3230 gemessen am Kaufpreis viel fürs Geld. (rop)
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