Meisterlich organisiert

Über einen Touchscreen bedient man PDAs intuitiv und schnell mit dem Stift, ohne lange Anleitungen zu lesen. Mittels WLAN-Funk lassen sich sich in vorhandene Firmennetze einbinden.

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Über einen Touchscreen bedient man PDAs intuitiv und schnell mit dem Stift, ohne lange Anleitungen zu lesen. Je nach Ausstattung haben sie das Zeug zum vollwertigen Handy, MP3-Player, GPS-Navigator oder Terminkalender.

Das Angebot an PDAs mit Touchscreen reicht vom einfachen Terminplaner bis zum Multimedia-Smartphone. Bereits für unter 200 Euro bekommt man pfiffige Begleiter, die schon in ihrer Grundausstattung außer den üblichen Personal Information Managern (PIM) für Adressen und Termine auch Applikationen für MP3, Office und Fotos mitbringen.

27 Geräte mit berührungsempfindlichem Display buhlen um die Gunst der Nutzer. Mit wenigen Ausnahmen funken alle wenigstens mit Bluetooth, zwölf von ihnen besitzen zusätzlich ein WLAN-Modul nach IEEE 802.11b (11 MBit/s). Zwei Handhelds tragen einen GPS-Empfänger nebst Antenne in sich und sechs bringen GSM-Funk mit.

Nach den Geräten mit GSM- und GPS-Funktionalitäten aus dem ersten Teil der Serie und den Einsteigergeräten ist nun die Premiumklasse an der Reihe: Alle im abschließenden dritten Teil vorgestellten PDAs übertragen Daten sowohl mit Bluetooth und IrDA als auch mit dem weit verbreiteten WLAN -- sie sollten sich also problemlos in vorhandene Firmennetze integrieren. HPs iPAQ h6340 und T-Mobiles MDA III waren zwar bereits im ersten Teil vertreten, wir führen sie zum besseren Vergleich hier jedoch noch einmal auf.

Anders als bei den anderen Übersichten sind diesmal nur Geräte mit Windows Mobile vertreten – einen WLAN-fähigen Palm-PDA stellte PalmOne zwar in der vergangenen Woche vor, Testgeräte waren zum Redaktionschluss jedoch noch nicht verfügbar.

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Asus MyPal A730w

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Die Unterschiede zum bereits vorgestellten, günstigeren Modell A730 sind gering. Der Asus MyPal A730w hat zusätzlich WLAN eingebaut und mit 128 MByte doppelt so viel Speicher. Zwar hält eine Akkuladung auch beim A730w nicht länger vor als beim A730, doch legt Asus dem A730w einen zweiten Akku bei.

Mit dem USB-Host-Kabel lassen sich USB-Speichersticks oder andere USB-Peripherie anschließen. Eine Kompatibilitätsliste vermisst man – wie bei den meisten anderen Herstellern. Beim A730w stören des Weiteren blasse Fotos und die lahme Grafik.

Dell Axim X50 Wireless

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Im Unterschied zum Basismodell Axim x50 stattet Dell den Axim X50 Wireless mit WLAN aus, verpasst ihm eine schnellere CPU und spendiert ihm mit 128 MByte doppelt so viel Flash-Speicher. Anders als die meisten PDAs besitzt der Axim vielfältige WLAN-Anzeigen, etwa für Ping, Reichweite und Signalstärke.

Ansonsten gilt das Gleiche wie für den kleinen Bruder: Gut ablesbares Display, wohlklingender Sound, umfangreiche Ausstattung, akzeptabler Preis.

Dell Axim X50v

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Dells Top-Modell Axim X50v hat als einziges ein VGA-Display nebst leistungsstarkem Grafikbeschleuniger von Intel, der die Bildschirminhalte flotter aufbaut als bei jedem anderen VGA-PDA.

Offenbar braucht dieser aber viel Strom, weshalb der Axim X50v mit Standard-Akku kürzer läuft als jeder andere Testkandidat. Da wünscht man sich schnell den Zusatzakku mit doppelter Kapazität, der den PDA allerdings um fast einen Zentimeter verdickt und knapp 100 Euro extra kostet.

Der Axim X50v überzeugt mit Ausstattung, Display und Sound und ist seine 460 Euro durchaus wert. Er eignet sich sowohl für Multimedia-Anwendungen als auch für Office-Aufgaben und mutiert mit VGA-Adapter sogar zur Mini-Präsentations-Maschine.


PDAs und Handy-PDAs mit Touchscreen
WLAN-Geräte, Teil 1
ProduktMyPal A730wAxim X50 WirelessAxim X50v
Hersteller / DistributorAsusDellDell
Zubehör im LieferumfangSchutztasche, Netzteil, 2 Li-Ion-Akkus, Dockingstation und Host-Kabel (USB-1.1), Ersatzstift, Software (Office, E-Mail, Multimedia, Web, WAP, Synchronisation, Backup)Dockingstation (USB-1.1), Li-Ion-Akku, Netzteil, Schutzhülle, Software (Synchronisation, Office, E-Book, Multimedia, Diagnose, Web, WAP, E-Mail, Backup) Dockingstation (USB-1.1), Li-Ion-Akku, Netzteil, Schutzhülle, Software (Synchronisation, Office, E-Book, Multimedia, Diagnose, Web, WAP, E-Mail, Backup)
SystemWindows Mobile 2003 SE für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PC
CPUIntel XScale PXA272, 520 MHzIntel XScale PXA270, 520 MHzIntel XScale PXA270, 624 MHz
Speicher128 MByte RAM, 64 MByte Flash64 MByte RAM, 128 MByte Flash64 MByte RAM, 128 MByte Flash
Kamera (max. Auflösung)v (1280 x 960, 24 Bit), Blitz
IrDA / Bluetoothv / v
Bluetooth-db *3
v / v
Bluetooth-db *3
v / v
Bluetooth-db *3
Touchscreen-Display, BildschirmdiagonaleTransflektiv, 480 x 640, 16 Bit, 9,3 cmTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 480 x 640, 16 Bit, 9,3 cm
Maße und Gewicht11,6 cm x 7,2 cm x 1,6 cm, 171 g12,0 cm x 7,3 cm x 1,7 cm, 167 g12,0 cm x 7,3 cm x 1,7 cm, 175 g
Laufzeit maximal / ohne Beleuchtung (*1)2,8 h / 5 h pro Akku3,1 h / 5,1 h2,5 h / 3,9 h
SonstigesHold-Schalter (*2)enthält Intel 2700G-Grafikbeschleuniger mit 16 MByte Speicher, Hold-Schalter (*2)
Preis ohne Vertrag450 EUR380 EUR460 EUR
*1 kontinuierliches Tippen, ohne Funk, Prozessor im Turbo-Modus
*2 schaltet Bildschirm ab und sperrt Tasten
*3 Bluetooth-Merkmale und Ergebnisse von Interoperabilitätsprüfungen
v vorhanden   – nicht vorhanden

Fujitsu-Siemens Pocket Loox 420

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Im Unterschied zum günstigeren Pocket Loox 410 besitzt das Modell 420 WLAN und einen schneller getakteten Prozessor.

Die gesteigerte Rechenleistung hilft zwar, flüssig zu arbeiten, jedoch leert sich auch der Akku schneller als beim 410. Dennoch dürfte es der Pocket Loox 420 locker einen Tag ohne Nachladen aushalten – wenn man die Finger von der WLAN-Funktion lässt. Eine Auto-Backup-Funktion fehlt.

Unterm Strich punktet der Fujitsu-Siemens Pocket Loox 420 vor allem durch seinen relativ niedrigen Preis von 340 Euro und sein schlankes Design.

Fujitsu-Siemens Pocket Loox 720

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Der Pocket Loox 720 hat mit WLAN, Bluetooth, massig Speicher, schnellem Prozessor, zwei Erweiterungsslots und VGA-Display fast alles, was die Pocket-PC-Welt aktuell hergibt. Besonders das scharfe und kontrastreiche VGA-Display gefällt. Es spiegelt zwar recht stark, gibt aber Farben aus fast jedem Blickwinkel satt und unverfälscht wieder.

Der Sound hört sich dagegen mager an und übersteuert bei hoher Lautstärke. Wenigstens lassen sich Schwächen bei Bässen und Höhen mittels der Audio-Regler ausgleichen. Mit dem USB-1.1-Host-Kabel nutzt man Peripherie wie Speichersticks oder Tastaturen. Eine Kompatibilitätsliste fehlt auch hier. Die Bilder der 1,3-Megapixel-Kamera sind unscharf, überbelichtet und vignettiert.

Besonders als Fotoalbum oder E-Book-Lesegerät macht der Pocket Loox 720 eine gute Figur. Er bietet für 550 Euro eine Menge fürs Auge, aber allein für Adressen und Termine tut es auch ein günstigerer PDA mit längerer Akkulaufzeit.

HP iPAQ hx2410

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Abgesehen von einem schnelleren Prozessor, WLAN-Funk und einem Akku mit höherer Kapazität unterscheidet den iPAQ hx2410 kaum etwas vom günstigeren hx2110. Der Akku hält mit maximal 6,3 Stunden nur wenig länger. Der Wireless-Manager hilft bei der WLAN-Einstellung und schafft Ordnung in der Funk-Vielfalt.

Unterm Strich gilt für den hx2410 in puncto Hard- und Softwareausstattung dasselbe wie für seinen kleinen Bruder hx2110: Sinnvolle Applikationen, gute Hardware, für die man aber einen hohen Preis von 450 Euro zahlen muss.


PDAs und Handy-PDAs mit Touchscreen
WLAN-Geräte, Teil 2
ProduktPocket Loox 420Pocket Loox 720iPAQ hx2410
Hersteller / DistributorFujitsu-Siemens ComputersFujitsu-Siemens ComputersHP
Zubehör im LieferumfangDocking-Station (USB-1.1), USB-1.1-Docking-Kabel, Netzteil, Schutztasche, Software (Synchronisation, Web, WAP, E-Mail, Multimedia, Office, E-Book)Docking-Station und Host-Kabel (USB-1.1), Netzteil, Schutztasche, Software (Multimedia, Office, WAP, Web, E-Mail, E-Book, Synchronisation)Docking-Kabel (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Ersatzstift, Software (Web, WAP, Office, E-Book, Multimedia, Synchronisation, Treiber für HP-Drucker, Sicherheit, Backup)
SystemWindows Mobile 2003 für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PC
CPUIntel PXA255 XScale, 400 MHzIntel XScale PXA272, 520 MHzIntel XScale PXA 270, 520 MHz
Speicher64 MByte RAM, 32 MByte Flash128 MByte RAM, 64 MByte Flash64 MByte RAM, 64 MByte Flash
Kamera (max. Auflösung)v (1280 x 960, 24 Bit), Blitz
IrDA / Bluetoothv / v
Bluetooth-db *2
v / v
Bluetooth-db *2
v / v
Bluetooth-db *2
Touchscreen-Display, BildschirmdiagonaleTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 480 x 640, 16 Bit, 9,1 cmTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cm
Maße und Gewicht11,2 cm x 7,0 cm x 1,4 cm, 135 g12,1 cm x 7,2 cm x 1,5 cm, 164 g11,9 cm x 7,7 cm x 1,6 cm, 188 g
Laufzeit maximal / ohne Beleuchtung (*1)4 h / 7,5 h4 h / 6,5 h4,7 h / 6,3 h
Sonstigeszum gleichen Preis als Pocket Loox 718 auch ohne Kamera erhältlich
Preis ohne Vertrag340 EUR550 EUR450 EUR
*1 kontinuierliches Tippen, ohne Funk, Prozessor im Turbo-Modus
*2 Bluetooth-Merkmale und Ergebnisse von Interoperabilitätsprüfungen
v vorhanden – nicht vorhanden

HP iPAQ hx2750

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Das Top-Modell der 2000er Modellreiche HP iPAQ hx2750 arbeitet mit dem derzeit schnellsten PDA-XScale-Prozessor und ist mit 128 MByte RAM und Flash-Speicher reichlich bestückt.

Per Fingerabdruck-Scanner kann er Nutzer authentifizieren. Sowohl das Speichern von Finger-Profilen als auch die Erkennung klappt problemlos und ohne Wartezeit. Für den Fall, dass man sich seinen "Schlüssel-Finger" verletzt, kann man den PDA auch mit einer voreingestellten PIN wieder freigeben.

Abgesehen von diesen Features gleicht er den anderen Geräten der 2000er-Serie. Zwar erscheint der Preis von 550 Euro hoch, aber wer einen PDA mit biometrischer Sicherheitsfunktion sucht, hat derzeit keine Alternative.

HP iPAQ rx3715

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HP propagiert den iPAQ rx3715 als Taschen-Multimedia-Maschine. Statt der sonst üblichen "Heute-Ansicht" mit aktuellen Terminen und Nachrichten zeigt er ein Menü mit Kamera-Applikation, Bildbetrachter, Fernbedienung und Media-Player.

Dem Gerät liegt Software bei, mit der man seinen Heim-PC in ein Multimedia-Archiv verwandelt. Per WLAN holt sich der PDA von dort Bilder, Videos oder Musikdateien und spielt sie ab. WMA- und WMV-Dateien verarbeitet er direkt im Streaming-Betrieb, andere Dateien wie MP3s muss man erst vollständig kopieren.

Die Kamera taugt nur für Spaßbilder, denn die Bilder wirken verrauscht und unscharf, geben aber Farben annähernd naturgetreu wieder. Das Display könnte besser entspiegelt sein. Über die Sound-Qualität aus dem Kopfhörer kann man sich dagegen nicht beschweren.

Ein geladener Akku ermöglicht fast zwölf Stunden Dauernutzung ohne und immerhin noch sechseinhalb Stunden mit Displaybeleuchtung. Außerdem lädt der HP-PDA auch per USB und bringt eine Auto-Backup-Funktion mit - da lässt man das Netzteil ruhigen Gewissens zu Hause.

Obwohl vornehmlich als Multimedia-Maschine gedacht, taugt der HP iPAQ rx3715 auch als Office-Arbeitstier für unterwegs. Im Hinblick auf seinen Funktionsreichtum scheint der Preis von 440 Euro angemessen.

HP iPAQ hx4700

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Im robusten Magnesiumgehäuse des iPAQ hx4700 steckt ein kontrastreiches VGA-Display mit großem Blickbereich, ein flotter Prozessor und ausreichend Speicher. Statt einer Navigations-Taste findet man ein Mini-Touchpad zur Steuerung eines Mauszeigers oder zur direkten Symbol-Selektion. Mit dem Stift fällt die Bedienung dennoch leichter.

Während andere VGA-PDAs das hochaufgelöste Display kaum ausnutzen, schickt HP den hx4700 wenigstens mit VGA-fähigen Dokumenten-Betrachtern für PDF- oder PowerPoint-Dateien ins Rennen. Der Akku hält mit sechs bis siebeneinhalb Stunden ausreichend lange und lädt zudem auch an der USB-Schnittstelle. Der Sound kommt zwar nicht an die Qualität gängiger MP3-Player heran, hört sich subjektiv aber angenehm ausgewogen an.

Alles in allem gefällt der Luxus-PDA durch sein gut geschnürtes Software-Paket und seine Ausstattung, der es außer am Mobilfunk an nichts mangelt. Reinen PIM-Anwendern dürfte der Preis von 650 Euro allerdings zu hoch sein.


PDAs und Handy-PDAs mit Touchscreen
WLAN-Geräte, Teil 3
ProduktiPAQ hx2750iPAQ rx3715iPAQ hx4700
Hersteller / DistributorHPHPHP
Zubehör im LieferumfangDocking-Kabel (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Ersatzstift, Software (Web, WAP, Office, E-Book, Multimedia, Synchronisation, Treiber für HP-Drucker, Sicherheit, Backup)Docking-Kabel (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Schutztasche, Kopfhörer, Software (Office, E-Book, Multimedia, Web, WAP, E-Mail, Synchronisation, Treiber für HP-Drucker)Docking-Station (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Schutzklappe, Software (Multimedia, Präsentation, Office, WAP, Web, E-Mail, E-Book, Treiber für HP-Drucker, Synchronisation)
SystemWindows Mobile 2003 SE für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PC
CPUIntel XScale PXA 270, 624 MHzSamsung S3C2440, 400 MHzIntel XScale PXA270, 624 MHz
Speicher128 MByte RAM, 128 MByte Flash64 MByte RAM, 128 MByte Flash64 MByte RAM, 128 MByte Flash
Kamera (max. Auflösung)v (1280 x 960, 24 Bit), Blitz
IrDA / Bluetoothv / v
Bluetooth-db *2
v / v
Bluetooth-db *2
v / v
Bluetooth-db *2
Touchscreen-Display, BildschirmdiagonaleTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 480 x 640, 16 Bit, 10,1 cm
Maße und Gewicht11,9 cm x 7,7 cm x 1,6 cm, 189 g13,0 cm x 5,8 cm x 2,0 cm, 189 g13,0 cm x 7,5 cm x 1,4 cm, 186 g
Laufzeit maximal / ohne Beleuchtung (*1)4,7 h / 6,3 h6,5 h / 11,8 h6 h / 7,5 h
SonstigesFingerabdruck-Scanner eingebauteigener Media-Player für Multimedia-StreamingTouchpad, Magnesium-Gehäuse, eigene PIM-Software, Treiber für HP-Drucker, PDF- und Powerpoint-Betrachter
Preis ohne Vertrag550 EUR440 EUR650 EUR
*1 kontinuierliches Tippen, ohne Funk, Prozessor im Turbo-Modus
*2 Bluetooth-Merkmale und Ergebnisse von Interoperabilitätsprüfungen
v vorhanden   – nicht vorhanden

HP iPAQ h6340

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Der HP iPAQ h6340 funkt auf allen Kanälen: GSM, Bluetooth und WLAN sind an Bord. Theoretisch könnte man mit ihm also auch per Voice over IP telefonieren. Ein entsprechender Client fehlt aber.

Der Speicher reicht für die meisten Anwendungsszenarien aus, nur die OMAP-CPU scheint in einigen Fällen etwas überfordert und lässt den User bisweilen warten. Zur leichteren Texteingabe legt der Hersteller eine ansteckbare Mini-Tastatur bei. Allerdings verschluckt diese oftmals Zeichen bei der Eingabe und verwandelt den ohnehin recht klobigen iPAQ in ein Gerät, das in kaum einer Jacketttasche Platz hat.

Besser gefällt schon das nur wenig spiegelnde, aber etwas dunkle Display. Auch der MP3-Sound klingt rund - wenigstens über Kopfhörer. Wegen seiner langen Batterie-Laufzeit von 17,4 Stunden ohne und immerhin noch 9,5 Stunden mit Beleuchtung braucht man das Netzteil nicht oft. Eine Auto-Backup-Funktion sorgt zudem für Datensicherheit, falls der Akku doch mal schlapp macht.

Beim Telefonieren verstehen sich Anrufer und Angerufener gut – sei es per Freisprech-Option oder ohne. HP adressiert das Gerät eher an den Geschäftsmann und lässt deswegen die Kamera weg, die diesen bei Sicherheitskontrollen eher in Verlegenheit bringt. Der Preis von 610 Euro erscheint angemessen.

T-Mobile MDA III

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Die dritte Generation des MDA von T-Mobile gibt es unter dem Namen XDA III auch bei O2 und als VPA III bei Vodafone. E-Plus nennt den Funk-PDA Qtek 9090. Im Vergleich zum Vorgänger MDA II, den es als Auslaufmodell zurzeit besonders günstig gibt, punktet der MDA III mit einer beleuchteten Folientastatur für die Texteingabe, die man hinter den Touchscreen schieben kann, wenn sie nicht gebraucht wird. Das Tippen auf den winzigen Tasten ist leider auch für schmale Finger mühsam.

Der Handyteil des MDA III in Triband-Technik funkt in den meisten GSM-Netzen der Welt. Zum Telefonieren hält man den Funk-PDA entweder wie ein Handy ans Ohr, aktiviert die nützliche integrierte Freisprechfunktion, schließt den beiliegenden Ohrhörer an oder koppelt das Gerät via Bluetooth mit einem Funk-Headset. Als erstes MDA-Modell verbindet es sich zum Drahtlos-Surfen über WLAN mit dem heimischen Funknetz oder Hotspots.

Wie der MDA II besitzt auch das aktuelle Modell eine VGA-Kamera, die für Schnappschüsse und Spaß-Videos ausreicht. Die Musikwiedergabe klingt mit dem Stereo-Ohrhörer höhenbetont und bassarm, bessere Kopfhörer lassen sich mangels einer 3,5-mm-Klinkenbuchse nicht anschließen. Insgesamt überzeugt der MDA III mit reichhaltiger Hardware-Ausstattung.

Toshiba e830 BT / WiFi

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Als Pionier auf dem Gebiet der VGA-PDAs legt Toshiba mit seinem e830 bereits die zweite Generation dieser Klasse vor. Allerdings gefällt die hochaufgelöste Anzeige wegen der blassen Darstellung und des geringen Blickbereichs wenig. Die Rechenleistung reicht für flüssiges Arbeiten, doch leider geht dem PDA schnell die Puste aus: Selbst ohne Bildschirm-Beleuchtung hält der e830 mit einer Ladung nur fünf Stunden durch.

In puncto MP3-Sound bieten die meisten anderen PDA Besseres. Wegen seiner klobigen Form möchte man ihn unterwegs außerdem nicht als MP3-Player nutzen. Alles in allem hat der Toshiba e830 weder für den Geschäftsmann noch den Multimedia-Fan einen besonderen Reiz. Für 550 Euro bietet die Konkurrenz mehr.


PDAs und Handy-PDAs mit Touchscreen
WLAN-Geräte, Teil 4
ProduktiPAQ h6340MDA IIIe830 BT / WiFi
Hersteller / DistributorHPT-MobileToshiba
Zubehör im LieferumfangDocking-Station (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Mini-Tastatur, Mono-Headset, Software (Multimedia, Präsentation, Office, WAP, Web, E-Mail, SMS, E-Book, Synchronisation)Docking-Station (USB-1.1), Netzteil, Schutztasche, Li-Ion-Akku, Display-Schutzfolie, Software (Multimedia, Office, WAP, Web, E-Mail, E-Book, Backup, Synchronisation)Docking-Station (USB-1.1), Netzteil, Li-Ion-Akku, Schutztasche, Software (Multimedia, Präsentation, Spiele, Office, WAP, Web, E-Mail, Backup, E-Book, Synchronisation)
SystemWindows Mobile 2003 Phone Edition für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE Phone Edition für Pocket PCWindows Mobile 2003 SE für Pocket PC
CPUTexas Instruments OMAP 1510, 168 MHzIntel XScale PXA263, 400 MHzIntel XScale PXA272, 520 MHz
Speicher64 MByte RAM, 64 MByte Flash128 MByte RAM, 96 MByte Flash128 MByte RAM, 64 MByte Flash
Kamera (max. Auflösung)v (640 x 480, 24 Bit)
IrDA / Bluetoothv / v
Bluetooth-db *3
v / v
Bluetooth-db *3
v / v
Touchscreen-Display, BildschirmdiagonaleTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 240 x 320, 16 Bit, 8,9 cmTransflektiv, 480 x 640, 16 Bit, 10,1 cm
Maße und Gewicht13,3 cm x 7,3 cm x 1,8 cm, 187 g12,5 cm x 7,2 cm x 1,9 cm, 211 g13,0 cm x 7,8 cm x 1,6 cm, 191 g
Laufzeit maximal / ohne Beleuchtung (*1)9,5 h / 17,4 h4,8 h / 7,9 h2,8 h / 5 h
SonstigesGummi-Abdeckung für Kopfhörerbuchse, zeigt Homezone von O2 nicht anFolien-Tastatur, auch ohne Kamera erhältlichHold-Taste (*2)
Preis ohne Vertrag610 EUR740 EUR550 EUR
*1 kontinuierliches Tippen, ohne Funk, Prozessor im Turbo-Modus
*2 schaltet Bildschirm ab und sperrt Tasten
*3 Bluetooth-Merkmale und Ergebnisse von Interoperabilitätsprüfungen
v vorhanden   – nicht vorhanden

Fazit

Mindestens 340 Euro muss man für einen PDA mit WLAN-Funk schon anlegen, das Angebot reicht allerdings auch bis weit über 700 Euro hinaus. Wer weiß, was er braucht, kommt unter Umständen einigermaßen billig weg. Leider schaffen nur wenige Geräte einen ganzen Arbeitstag mit einer Akkuladung.

Eine Sonderstellung nimmt der als Multimedia-Zentrale propagierte HP iPAQ rx3715 ein. Für 440 Euro erhält man nicht nur eine WLAN-/Bluetooth-Kombi mit langer Laufzeit, sondern auch eine Software-Suite, die den Heim-PC in einen Multimedia-Server verwandelt.

Für Fotos und als E-Book-Lesegerät verwendet man idealerweise PDAs mit hochauflösendem Bildschirm, wie Asus MyPal 730w (450 Euro), Dell X50v (460 Euro), Fujitsu-Siemens Pocket Loox 720 (550 Euro), Toshiba e830 BT/WLAN (550 Euro) oder HP iPAQ hx4700 (650 Euro).

Wer zum WLAN-Anschluss noch auf GSM-Funktionen Wert legt, hat lediglich die Auswahl zwischen dem HP iPAQ h6340 (610 Euro) und dem T-Mobile MDA III (740 Euro). (dal)