Begreifbarer Begleiter
Mit präzisem Joystick und einer auch für große Finger angenehmen Tastatur muss das Nokia 6020 den Vergleich mit teureren Handys nicht scheuen.
- Sven-Olaf Suhl
Mit präzisem Joystick und einer auch für große Finger angenehmen Tastatur muss das Nokia 6020 den Vergleich mit teureren Handys nicht scheuen.
Während bei einigen Nokia-Modellen das Drücken der Einschalttaste zur haptischen Herausforderung wird, gehorcht der 31 x 7 Millimeter große Knopf an der Stirnseite des 6020 auch dicken Daumen. Die Bedientasten haben knackige Druckpunkte. Auch die Navigation durch das Menü ist dank des eindeutig dirigierbaren Mini-Joysticks ein Kinderspiel.
Das Triband-Handy besitzt ein Farbdisplay mit 128 x 128 Pixeln, das sich auch bei direktem Sonnenlicht gut ablesen lässt. Die VGA-Kamera auf der Rückseite des 6020 liefert brauchbare Schnappschüsse bei Tageslicht. Kostenlos lassen sich die Fotos leider nur über IrDA übertragen, da Nokia dem 6020 keine Bluetooth-Schnittstelle spendiert hat. Unverständlicherweise haben die Finnen auch beim 6020 die Größe von MMS auf 100 KByte begrenzt.
Dank GPRS und HSCSD erscheint das 6020 auch interessant für geschäftliche Anwender, zumal das Handy über ein E-Mail-Programm verfügt, das via POP3, IMAP4 und SMTP den mobilen Zugriff aufs Postfach ermöglicht. Die – leider Nokia-proprietäre – Push-to-talk-Funktion lief bei unseren Tests im Netz von T-Mobile reibungslos. Die integrierte Freisprechfunktion bietet auch bei Telefonaten befriedigende bis gute Verständlichkeit. Wer das 6020 hingegen zum WAPpen einsetzt, wird durch lange Wartezeiten enttäuscht. Das Nokia 6020 empfiehlt sich als unauffälliger Begleiter für preisbewusste Handy-Käufer. (ssu)
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