Individualisierungskampagne

Smartphones lassen sich mit zusätzlicher Software erweitern und damit an die individuellen Bedürfnisse des Besitzers anpassen. Das Angebot reicht vom Navigationspaket über Chat-Clients bis zu Office-Paketen.

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Smartphones lassen sich mit zusätzlicher Software erweitern und damit an die individuellen Bedürfnisse des Besitzers anpassen. Das Angebot reicht vom Navigationspaket über Chat-Clients bis zu Office-Paketen.

Der Funktionsumfang eines frisch ausgepackten Smartphones liegt meist kaum über dem eines herkömmlichen Business-Handys. Vielleicht hat das Smartphone noch ein, zwei Multimedia-Tools im Paket, zudem hat es oft ausgefeiltere PIM-Anwendungen, doch davon abgesehen findet man wenig. Erst weitere Anwendungen reizen die vielfältigen Möglichkeiten des Smartphones aus. Da die Geräte im Vergleich zu Mobiltelefonen den größeren Bildschirm, eventuell einen Touchscreen sowie mehr Speicher vorweisen, ist das Angebot für Smartphones vielseitiger, vielfältiger und auch sinnvoller als das für Handys.

Das Angebot reicht vom Instant Messenger über Dokumentanzeigen, Anwendungen fürs komfortable Surfen und Passwort-Tresore bis hin zu Navigationspaketen und zu Utilities, die Unzulänglichkeiten der Betriebssysteme entschärfen.

Als Testgeräte dienten unter anderem das Nokia 6630 mit Symbian OS 8, das Sony Ericsson P910i mit Symbian OS 7.0 und UIQ 2.1 sowie das Windows-Smartphone SDA von T-Mobile. Bei einigen Tools griffen wir auch auf andere Smartphones zurück. Die meisten Anwendungen kosten entweder nichts oder lassen sich vor dem Kauf in vollem Umfang für einen begrenzten Zeitraum testen.

Entsprechend der Marktstellung ist das Angebot für Symbian-Smartphones wesentlich größer als das für Geräte mit Windows Mobile. Eine der ersten Adressen für Smartphone-Anwendungen ist aikon.ch (Nokia rückwärts geschrieben) mit mehr als 900 Einträgen für Series-60- und Series-80-Geräte. Auch SmartphoneAdvice.com lohnt einen Besuch. Einige der Anlaufstellen im Web für Software (siehe Tabelle unten) enthalten zudem Foren und geben Tipps und Tricks zu den kleinen Begleitern.

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Mit PicoBlogger hält man das Blog auch von unterwegs aktuell.

Ob eine Anwendung zu einem bestimmten Smartphone passt, sollte eigentlich die jeweilige Website angeben. Darauf verlassen darf man sich nicht, und nur wenige Symbian-Programme laufen auf allen Symbian-Geräten. Letzten Endes erfährt man das nur durch den Test auf dem eigenen Begleiter. Symbian OS ist eben nicht Symbian OS: So ist UIQ-Software inkompatibel mit der für Series-60-Geräte und sogar innerhalb einer Klasse zickt ab und an eines. Das gilt übrigens auch für Java-Anwendungen, die eigentlich auf so gut wie allen Mittelklasse-Handys sowie Smartphones laufen sollen.

Symbian-Programme liegen für die Installation meist in Form von SIS-Dateien (Symbian OS Installation Package) vor. Die Programm-Archive lassen sich per E-Mail, Browser oder Speicherkarte direkt aufs Smartphone laden oder über den PC per IrDA, Bluetooth oder Kabel übertragen. Die Archive landen in der Regel im Eingangsordner des Smartphones. Beim Öffnen erkennt das Symbian-System die SIS-Dateien und installiert sie nach Rückfrage. Bei den Windows-Smartphones lassen sich CAB-Dateien direkt installieren. Häufig verpacken die Softwarehersteller ihre Programme in Desktop-Installationsprogrammen wie etwa dem MSI-Format oder einer ausführbaren EXE-Datei. In diesem Fall lädt Windows die CAB-Dateien in ActiveSync, das sie dann zum Smartphone schickt.

Synchronisation

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OggPlay spielt Musik auf Symbian-Smartphones ab.

Nahezu allen Symbian-Smartphones liegt eine Software für den PC bei, mit der sich Adressen, Kalender, Aufgaben und Notizen zwischen Telefon und Microsoft Outlook auf dem PC abgleichen lassen. Beim Windows-Smartphone übernimmt ActiveSync diesen Datenabgleich, doch unterstützt es im Unterschied zum Pocket PC von Haus aus keine Notizen. SmartphoneNotes rüstet ActiveSync um diese Komponente nach und stellt auch einen Editor für die Notizen bereit. Dieser erkennt im Fließtext Telefonnummern, URLs und E-Mail-Adressen, sodass man ohne Umwege Mails verschicken, Webseiten anzeigen oder Telefonate einleiten kann. Der Taskmanager Powertasks organisiert Aufgaben in vom Anwender zu wählenden Kategorien und sortiert sie nach Fälligkeitsdatum und Prioritäten. Das Programm benutzt dieselbe Datenbasis wie die eingebaute Aufgabenverwaltung, sodass die Daten automatisch mit ActiveSync abgeglichen werden.

Fotos und Mail

Wenn es nach den Businessplänen der Netzbetreiber geht, dann soll man die Fotos der eingebauten Kamera per teurer MMS an seine Freunde schicken. Eine interessante Alternative hat Nokia mit dem Lifeblog entwickelt. Statt die Bilder an einzelne Adressaten zu schicken, pflegt man ein Weblog sowohl vom PC als auch vom Mobiltelefon aus. Auf diese Weise kann man unterwegs seine Bilder online stellen.

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Das Open-Source-Projekt Metro zeigt Netzpläne des öffentlichen Nahverkehrs von Städten rund um den Globus.

Während Lifeblog nur von ausgewählten Nokia-Telefonen unterstützt wird, funktioniert PicoBlogger auch auf Windows-Smartphones. Man richtet einmalig einen Account bei Picostation ein und kann danach seine Bilder auf Blogs bei Blogger, LiveJournal, TypePad oder Textamerica veröffentlichen. Darüber hinaus unterstützt PicoBlogger auch eigene Weblogs der Plattform MovableType.

Auch mit Flickr lassen sich Fotos mobil veröffentlichen. Dazu richtet man eine Mail-Adresse ein, an die man die zu veröffentlichenden Bilder verschickt. Flickr übernimmt dann den Betreff der Mail als Titel und den begleitenden Text als Beschreibung des Bildes. Für diesen Zweck reicht in der Regel die eingebaute E-Mail-Anwendung aus. Höhere Ansprüche bedient Profimail, das neben POP3 auch IMAP-Server versteht. Das Programm kann HTML-formatierte Mails inklusive Hyperlinks anzeigen, Anhänge empfangen und verschicken und enthält einen Dateimanager, den man auch separat nutzen kann. Mit Profimail lassen sich mehre Mailaccounts verwalten und Nachrichten anhand von Regeln und Filtern auch selektiv herunterladen. So ist es beispielsweise möglich, nur die Kopfzeilen zu laden, um dann ausgewählte Nachrichten komplett zu empfangen. Profimail enthält eingebaute Viewer für Bilder, Texte, Word-Dokumente und ZIP-Archive.


Download-Sites fĂĽr Smartphone-Anwendungen
NameSmartphone OS
Aikon CHSymbian Series 60
All About SymbianSymbian UIQ und Series 60
coolsmartphoneWindows Smartphone
Microsoft Mobile Application CatalogWindows Smartphone
MoDaCoWindows Smartphone
My-Symbian.comSymbian UIQ und Series 60
PDA Top SoftSymbian UIQ und Series 60
SE CommunitySymbian UIQ
SmartphoneAdvice.comWindows Smartphone
SymbianWareSymbian UIQ und Series 60

Mobiles BĂĽro

Will man unterwegs Word- und Excel-Dateien nicht nur betrachten, sondern auch bearbeiten, dann ist das von der Palm-OS-Plattform bekannte Documents to Go von Dataviz interessant, das es jetzt auch für UIQ-Geräte wie das P910 von Sony Ericsson gibt. Dataviz behauptet, dass alle Formatierungen in den Originaldokumenten erhalten bleiben, auch wenn sie auf einem Mobilgerät bearbeitet werden, was wir mit den Dokumenten unseres Tests bestätigen können. Powerpoint-Dateien kann Documents to Go aber nur anzeigen, nicht bearbeiten.

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NetFront eignet sich fĂĽr das Surfen mit den Kleinstrechnern.

Als Alternative zu Documents to Go bieten sich auch die Programme von Quickoffice an, von denen abgespeckte Versionen auf vielen Symbian-Geräten vorinstalliert sind. Im direkten Vergleich mit Documents to Go musste sich Quickword aber klar geschlagen geben. So fehlten bei einem Buchkapitel die verlinkten Grafiken, und die Titelnummerierung war falsch.

Kommt es nur darauf an, die Dokumente zu lesen, kann man sich mittels RepliGo auf dem PC ein portables Dateiformat für diese Smartphone-Anwendung erzeugen. Das Programm integriert sich auf dem PC als Icon in Microsoft Office und den Internet Explorer sowie als Druckertreiber. Mit einem Klick, respektive einem Druckvorgang, erzeugt man damit aus nahezu jedem druckbaren Dokument eine für das Smartphone lesbare RepliGo-Datei. Während RepliGo eine breite Palette von Smartphones unterstützt, gibt es den kostenlosen Adobe Reader derzeit nur für wenige Symbian-Modelle, sodass es sich empfiehlt, auch PDF-Dateien für RepliGo zu übersetzen. Der Hersteller Cerience bietet dazu den PDF Mobilizer an.

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Opera passt Webseiten an die kleinen Bildschirme an.

FĂĽr einfache Texte sowie fĂĽr das in Palm-OS-PDAs verbreitete Doc-Format genĂĽgt das kostenlose ReadM. Die Anwendung spielt darĂĽber hinaus MP3-Dateien ab, auch wenn das eine eher merkwĂĽrdige Kombination ist. Musik in diesem Format dudeln mittlerweile alle Smartphones aber auch von Haus aus. OggVorbis-Musik gibt der kostenlose Player OggPlay wieder. Auf Series-60-Smartphones nutzt er die Plug-Ins des MMF (Multimedia Framework) und spielt auch AAC und MP3 ab.

Im Web und Chat unterwegs

Egal wie gut man sich präpariert, manchmal hat man die dringend benötigte Information nicht dabei oder will sich einfach nur im Internet über das heranziehende Regengebiet informieren. Die eingebauten Browser sind dazu eher schlecht als recht geeignet. Als Alternative bieten sich Netfront und Opera an.

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Documents to Go bringt Texte und Tabellen ins Smartphone.

Netfront ist ein Produkt des Mobilspezialisten Access Systems und für Symbian-Geräte und Pocket PCs erhältlich, nicht aber für Windows-Smartphones. Das Programm kann Webseiten unterschiedlich darstellen. Außer einer reinen Textansicht, die das Übertragungsvolumen klein hält, kann Netfront Webseiten so anpassen, dass alle Informationen untereinander angeordnet werden. Bilder lassen sich verkleinert anzeigen und erst bei Bedarf vergrößern, sodass der Gesamteindruck einer Webseite auch bei der kleinen Darstellung erhalten bleibt. Netfront bietet zusätzlich ein PDF-Plug-in.

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RepliGo liest fast jedes Dokument nach dem Konvertieren auf dem PC.

Auch Opera kann Webseiten ohne horizontales Scrollen anzeigen. Bei der schmalen Darstellung kommt es dabei weniger auf den optischen Eindruck an, es gilt vielmehr zu vermeiden, dass man zum Lesen des Textes bei jeder Zeile hin- und herscrollen muss. Das Design der meisten Webseiten geht davon aus, dass der Browser mindestens die Breite eines Standardwerbebanners von 468 Pixel anzeigen kann. Hier greifen sowohl Opera als auch Netfront ein, um die Webseite auf einem kleinen Display lesbar zu machen. Beide Browser sind darin ähnlich und es ist eher Geschmacksache, welches der beiden Produkte man verwendet.

Wer unterwegs auch im Netz nicht fĂĽndig wird, ist vielleicht froh, wenn er ĂĽber einen Instant Messenger Freunde aus der Buddyliste fragen kann. Das ideale Programm fĂĽr den Chat unterwegs ist dafĂĽr das kostenlose Agile Messenger. Es verbindet sich mit den Servern von AOL, ICQ, MSN und Yahoo und nutzt serverbasierte Buddylisten. Auch wenn man den GPRS-Traffic im Auge behalten sollte, so sind ausgiebige Chats auf diese Weise allemal billiger als per SMS.

Eher für den Systemadministrator auf Reisen sind YFTP und PuTTY gedacht. Mit YFTP kann man per FTP schnell Daten auf dem Server ordnen oder vom Telefon aus übertragen. PuTTY bietet einen SSH-Client, mit dem sich von unterwegs schnell mal ein Server neu starten lässt (für weitere Tools zur Systemverwaltung via Handy siehe [1]).

Navigation mit dem Smartphone

Technisch verlockend ist es ja schon, das Smartphone auch als Navigationsgerät zu benutzen. So kann man den Kauf eines PDA vermeiden. Aus Sicherheitsgründen sollte man für eine Zielführung im Auto nur Sprachansagen benutzen. Doch gibt es bei den meisten solcher Kleingeräte das Problem, dass sie bauartbedingt nur Kopfhörerlautstärke liefern. Entweder muss man also tiefer in die Tasche greifen und in eine Freisprecheinrichtung investieren oder auf einen Ohrstöpsel ausweichen.

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Chatten mit Agile Messenger auf Windows Smartphone.

Ist dieses Problem gelöst, hat man die Wahl zwischen Onboard- oder Offboard-Systemen: Erstere führen auf einer ausreichend großen Speicherkarte die Routenplaner-Software und die Straßen-Datenbank onboard mit sich; die anderen begnügen sich mit einem kleinen Programm im Arbeitsspeicher des Telefons und rufen alle großvolumigen Datenbestände von einem Server ab. Die Planung der Route geschieht also außerhalb des Handys.

Die mitgelieferten Datenbanken von Onboard-Programmen wie Navicore Personal oder TomTom Mobile 5 sind schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf dem neuesten Straßen-Stand, was bei Offboard-Lösungen wie Active Pilot, Wayfinder Navigator oder 3Soft Navigation nicht passiert. Dafür muss der Offboard-Anwender bei jeder Route mindestens einen Euro plus Telefongebühren berappen. Zudem darf er in Gegenden mit mangelhafter Mobilfunk-Abdeckung nicht von dem vorgegebenen Routen-Korridor abweichen, denn sonst sucht das Handy die Server-Unterstützung vergebens.

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TomTom Mobile findet den besten Weg zum Ziel. Die Route berechnet direkt das Smartphone.

Insgesamt erinnerte uns das Zusammenspiel von Bluetooth-GPS-Maus, Handy, Internet, Mobilfunknetz und Stauwarndienst manchmal fatal an die Anfangszeiten von Toll-Collect: Irgendwas ging immer gerade mal nicht. Von den Testkandidaten überzeugte in puncto Systemstabilität und Lautstärke 3Soft Navigation in Verbindung mit einer Freisprecheinrichtung von Cullmann am ehesten. Einen ausführlichen Test von Navigationslösungen mit Smartphones bringen wir in der der folgenden c't-Ausgabe.

Auf Reisen

Das Problem der Navigation stellt sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz anderer Weise. Immerhin ist der Fahrer stets ortskundig. Kann der nicht weiterhelfen und fragt sich der Reisende, mit welchem Bus oder welcher U-Bahn er am schnellsten zum Ziel kommt, dann hilft Metro weiter, ein Open-Source-Projekt, das Netzpläne von Städten überall auf der Welt aufs Handy bringt. Die Software wurde mittlerweile vom PDA auf Smartphones portiert. Metro gibt keine Auskunft, wann ein Verkehrsmittel fährt, und ersetzt keinen Stadtplan, aber es bietet ein Routing wie eine Navigationssoftware. Man gibt Start und Ziel ein, die Software teilt dann mit, in welches Verkehrsmittel man einsteigen und wo man umsteigen muss.

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Active Pilot empfängt per GPRS die berechnete Route vom Server. Fährt man falsch, schickt der Server eine neue Route.

Auch Worldmate ist speziell an die Bedürfnisse von Reisenden angepasst. Das beginnt bei einfachen Funktionen wie der Umrechnung von Einheiten, Kleidergrößen oder Währungen sowie einer Weltzeituhr, die fünf Uhren gleichzeitig anzeigt. Worldmate enthält aber auch fortgeschrittene Funktionen, die eine Online-Verbindung erfordern, etwa die Auskunft von Flugverbindungen, den Status von Flügen und lokale Wetterberichte. Je nach Smartphone-Plattform hat Worldmate einen höchst unterschiedlichen Leistungsumfang, entsprechend variiert der Preis. Wer unterwegs auf ein Wörterbuch nicht verzichten möchte, kann es sich mit SlovoEd auf dem Telefon anzeigen lassen. Das Programm versteht Wörterbücher von Arsenal, LingoMaxx, Smartlink und Ultralingua.

Daten sicher speichern

Kreditkartennummern, PINs, Passwörter und ähnliche Daten lassen sich in Smartphones zwar dauerhaft speichern. Was ist aber, wenn das Handy geklaut wird? Erstens sind die Daten dann weg und zweitens in schlechten Händen. Sie sollten also auf dem Telefon vor den Blicken Unberechtigter geschützt und regelmäßig auf dem PC gesichert werden. Eine Sicherungskopie reicht dabei nicht, denn man muss auf die Daten auch am PC zugreifen können, wenn das Handy untergegangen ist. Diese Anforderungen erfüllt Handy Safe. Auf dem Smartphone werden die Daten verschlüsselt abgelegt und nur nach Eingabe eines Passwortes aufgedeckt. Das Programm kennt 35 verschiedene Formulare für jeden Einsatzzweck. Ein Pendant auf dem PC stellt die gleichen Daten zur Verfügung.

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Mit PuTTY kann der Systemadministrator einen Server von unterwegs auf der Textkonsole bedienen.

MobiPassword geht noch einen Schritt weiter. Die PC-Version enthält ein SSO-Subsystem (Single Sign-on) für Internet Explorer, Mozilla und Firefox. Speichert man URL, Benutzername und Kennwort für eine Webseite in MobiPassword, so wird man in Zukunft vom SSO-System automatisch eingeloggt. Man muss dazu nur einmalig das Kennwort für MobiPassword eingeben. Die Daten hat nach der Synchronisation auch das Smartphone.

Utilities

Jene hilfreichen Softwareprogramme, die Probleme lösen, die man ohne das Smartphone gar nicht hätte, dürfen in unserer Sammlung nicht fehlen. Das beginnt mit dem Management von Dateien, die man auf einem Series-60-Smartphone besser mit FExplorer erledigt als mit dem internen Dateimanager. Bei einem Multitasking-System wie Symbian möchte man außerdem gerne mit Task Spy sehen, welchen Programme denn gerade den Speicher belegen, um diese bei Bedarf gezielt beenden zu können.

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Das kostenlose und vielseitige Tool SMan bügelt zahlreiche Schwächen der UIQ-Plattform aus.

Den umgekehrten Weg geht einer der vielen Bootmanager für die UIQ-Telefone, für die stellvertretend BootMan genannt sein soll. Diese Programme starten nach dem Neustart des Telefons alle Programme, die man ohnehin ständig nutzt. Das erspart die nicht zu vernachlässigenden Ladezeiten, etwa des Kalenders oder des Adressbuches. Das Schweizer Taschenmesser für die UIQ-Geräte ist SMan, das eine Vielzahl von Modulen wie Taskmanager, Dateimanager, Zipmanager und viele mehr enthält. Dieses kostenlose Programm bügelt zahlreiche Schwächen der Plattform aus.

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Der Dateimanager FExplorer ist dem im Symbian Series 60 mitgelieferten deutlich ĂĽberlegen.

Auch Handy Day von epocware oder Tracker von Symbianware sind Spezialisten in diesem Bereich. Sie integrieren darüber hinaus eine derart große Vielzahl von Funktionen, dass man sie fast als alternative Oberfläche des Telefons ansehen kann. (jr)

Literatur
[1] Jens MaĂźmann, Mobile Kommandozentrale, Server-Fernsteuerung mit Smartphone und vnc,
www.heise.de/mobil/artikel/59931
[2] JĂĽrgen Rink, Zaghafte Renaissance, E-Books: Mit neuem Mut aus der Krise heraus,
www.heise.de/mobil/artikel/60739