E-Mail mobil

Moderne Handys taugen zu mehr als zum Telefonieren und SMS-Versenden. Mit wenigen Handgriffen lassen sich auch E-Mails abrufen und verschicken. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der verwendete E-Mail-Dienst.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 24 Min.

Bild 1 [150 x 88 Pixel @ 4,7 KB]

Vergrößern

Moderne Handys taugen zu mehr als zum Telefonieren und SMS-Versenden. Mit wenigen Handgriffen lassen sich auch E-Mails abrufen und verschicken. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der verwendete E-Mail-Dienst. Wir haben die Angebote der Netzbetreiber und Provider getestet.

Der Zugriff auf die eigene E-Mail ist mit jedem handelsüblichen Handy oder Smartphone einfach zu bewerkstelligen. Fernab vom heimischen PC lässt sich das Postfach sichten und zur Not auch eine kurze Nachricht schreiben. "Komme Dienstag zurück, Poldi" ist auch mit nur zwölf Tasten und wenig Übung in unter dreißig Sekunden getippt. Dennoch schrecken viele Anwender davor zurück, ihr Handy als E-Mail-Client einzusetzen. Stattdessen telefonieren sie lieber oder schreiben SMS – obwohl das wesentlich teurer ist. Zwar bewegen sich die Megabyte-Preise für GPRS und UMTS in den Standard-Tarifen (siehe Abgezählt) immer noch in enormen Höhen, aber wenn man den SMS-Preis aufs Megabyte hochrechnet, kommt man mit E-Mail im Vergleich deutlich billiger weg. Und die Netzbetreiber bieten für regelmäßige Vielnutzer Pauschaltarife an, die recht große Datenvolumina enthalten, was die Kosten noch weiter drückt.

Mail im Zugriff

Die Mobilfunkbetreiber bieten mehrere Wege zum Postfach an: Für ältere Handys sind die WAP-Gateways vorgesehen, die bei E-Plus, Vodafone und O2 immer noch zum Leistungsumfang gehören. Die sind zwar wenig komfortabel, für den gelegentlichen Gebrauch aber akzeptabel. In der Regel zeigen sie pro Seite vier bis fünf Kopfzeilen an.

Parallel dazu gibt es meist ein HTML-Interface. Das eignet sich für die Konfiguration des Kontos und den gelegentlichen Zugriff auf die Mails von per Festnetz angebundenen PCs aus. Für den mobilen Zugriff per Handy ist es jedoch zweite Wahl. Zum Laden einzelner E-Mails muss man einen ganzen Rattenschwanz HTML-Code mit abrufen, was die Nutzung langsam und teuer macht. Mit Handys oder Smartphones lassen sich die HTML-Seiten zudem nicht vernünftig darstellen.

Neuere Handys warten mit einem eigenen Mail-Client auf oder lassen sich mit passender Software nachrüsten und erlauben den direkten Zugriff auf IMAP- oder POP3-Server. Einige Smartphones sind inzwischen sogar in der Lage, Anhänge wie Bilder oder Dokumente zu öffnen und zu verarbeiten. Die E-Mails werden heruntergeladen und lokal gespeichert, was im Vergleich zum WAP- oder HTML-Zugriff das Datenvolumen deutlich verringert.

Am komfortabelsten sind Push-Dienste, beispielsweise für den Blackberry oder für iMode. Beim Push-Dienst wird die Mail nicht geholt, sondern sofort nach Eingang auf das Handy "geschoben". Der Hinweis "Sie haben neue Mail" bedeutet dann nicht mehr, dass die Mail abzuholen ist, sondern bereits fix und fertig auf dem Handy liegt. Der Service ist allerdings aufgrund der Preisgestaltung nur für Vielnutzer interessant. Unter 40 Euro im Jahr ist kein Push-Dienst erhältlich. Wer nur gelegentlich die Mails mobil abrufen will, fährt mit dem althergebrachten Abholen der E-Mail billiger.

Push-Vorreiter ist der Blackberry: Erst die Einführung dieses Dienstes machte das Verfahren populär. Blackberry ist eine kombinierte Lösung aus zentralem Server und Endgerät, deren Funktionen optimal aufeinander abgestimmt sind. Die deutschen Handhelds verfügen über eine Qwertz-Tastatur und lassen sich über ein Scrollrad an der Seite steuern. Der Hersteller Research in Motion setzt für den Dienst auf ein eigenes, proprietäres Protokoll und vergibt für dessen Nutzung Lizenzen. Die Mobilfunkanbieter verkaufen diese Leistung zu identischen Konditionen weiter: Der Blackberry-Zugang kostet 17,40 Euro im Monat inklusive 5 Megabyte Datentransfer. Neben den E-Mail-Diensten umfasst die Lösung von RIM zahlreiche weitere Features wie eine Terminverwaltung oder ein Adressbuch. Die Daten liegen auf dem Server und können jederzeit mit einem neuen Gerät synchronisiert werden.

Inzwischen sind neben den Blackberry-Handhelds weitere Geräte herausgekommen, die das Protokoll verarbeiten können, beispielsweise das SK65 von Siemens. Auch für das unter PalmOS laufende Treo 650 ist ein Connect-Client für Blackberry in Vorbereitung und soll Anfang 2006 verfügbar sein.

Die Netzbetreiber haben auf den weltweiten Erfolg von Blackberry reagiert und bieten zunehmend auch eigene Push-Lösungen an, die in der Regel ein Smartphone mit Symbian-Betriebssystem voraussetzen. Diese Lösungen stehen in direkter Konkurrenz zu den Blackberry-Systemen.

Mobile Konten

Von unterwegs lässt sich – ein Handy mit vollwertigem E-Mail-Client vorausgesetzt – jedes vorhandene Konto abfragen. Das ist aber nicht unbedingt die beste Lösung, denn in den meisten Fällen wimmelt es dort von Mails, die man nicht unbedingt auch unterwegs lesen möchte, beispielsweise automatisch erstellte System-Logs, Newsletter oder Mails aus Mailing-Listen. Dazu kommt noch der allgegenwärtige Spam. Flexibler lässt sich die Angelegenheit handhaben, wenn man speziell für die Nutzung unterwegs ein eigenes Konto einrichtet. Erste Wahl dafür ist das Konto beim Netzbetreiber.

In der Regel ist dieses mit einem eigenen E-Mail-Alias versehen. Die Adresse allerdings sollte man mit Bedacht wählen, um nicht in die Spam-Falle zu laufen. Kombinationen aus Vornamen oder Initial und Nachnamen sind zwar verführerisch leicht zu merken, werden jedoch ebenso mühelos von Spammern erraten. Um das Konto sauber zu halten, empfiehlt sich eine nicht zu erratende Kombination, statt u_schmidt@... also beispielsweise lieber u_schmidt_19672412@...

Dass sich eine solche Adresse niemand merken kann, ist leicht zu verschmerzen. Denn die potenziellen Absender werden weiter ihre E-Mails an die ihnen bekannten Adressen schreiben und sollen gar nicht unbedingt wissen, dass man auch mobil auf das Postfach zugreift. Dazu leitet man ausgewählte Mails vom normalen Account an den mobilen weiter.

Über geschickt gewählte Filterkriterien lässt sich die Spreu vom Weizen trennen und so beim Abruf Gebühren und Zeit sparen. Man kann beispielsweise mit Kommunikationspartnern vereinbaren, dass sie den Betreff einer E-Mail, die auch an den Mobil-Account weitergeleitet werden soll, mit einem bestimmten Kennwort versehen, das wiederum vom Filter ausgewertet wird. Praktisch funktioniert eine solche Lösung aber erfahrungsgemäß nur mit den wichtigsten geschäftlichen oder privaten Partnern, mit denen man sehr oft in Kontakt steht.

Besser funktioniert eine Whitelist-Lösung: Nur Mails von bestimmten bekannten Adressen oder Domains gehen dann ans Handy. Einen Spam-Filter ersetzt das nicht, denn Spammer gehen immer öfter dazu über, die gefälschte Absenderadresse in die Domain des Empfängers zu legen, um solche Whitelist-Filter auszutricksen. Sinnvoll ist bei der Weiterleitung auch eine Größenbegrenzung; E-Mails mit Megabyte-großen PDF-Anhängen beispielsweise lassen sich auf dem Handy ohnehin nicht vernünftig darstellen.

Verfügen festes und mobiles Postfach über zu wenige Funktionen für Sammlung und Weiterleitung, lässt sich mit Hilfe eines gut ausgestatteten E-Mail-Dienstes das fehlende Glied in der Kette ergänzen: GMX etwa bietet einen Sammeldienst, der Mails von anderen Konten abrufen kann. Anschließend lassen sie sich mit umfangreichen Filterfunktionen sortieren und interessante Mails an das Mobilfunkkonto weiterleiten. GMX bietet in der kostenpflichtigen Variante deutlich mehr Möglichkeiten und kürzere Abrufintervalle im Sammeldienst als in der kostenlosen.

Ist die Weiterleitung aufs Handy gelöst, gilt es noch an die andere Richtung zu denken. Damit Antworten an die richtige E-Mail-Adresse gelangen, ist es wichtig, die Absenderadresse für den Mobil-Account frei wählen zu können. Falls man mit einem "richtigen" E-Mail-Client auf dem Handy arbeitet, kann man die Mail per SMTP auch gleich über den "richtigen" Server schicken.

Wer mit Geschäftsgeheimnissen umgeht, braucht sich über Lauscher auf der Funkstrecke keine Sorgen zu machen: Die GSM- und UMTS-Netze übertragen die Daten verschlüsselt und gelten als hinreichend abhörsicher. Blackberry verschlüsselt die Nachrichten obendrein standardmäßig nach dem Triple-DES-Algorithmus. Die größte Gefahr bei Handys ist der Diebstahl: Sind die Geräte nicht passwortgeschützt, kann ein Dieb sich die Nachrichten in aller Ruhe im Klartext ansehen.

Eine weitere Schwachstelle ist der E-Mail-Server. Unternehmen, die auf Nummer sicher gehen wollen, setzen vielleicht lieber ihren eigenen auf, sei es ein Blackberry-, POP- oder IMAP-Server.

Die Netzbetreiber verfolgen unterschiedliche Philosophien bei ihren E-Mail-Angeboten. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, eine Übersicht über die Funktionen finden Sie in der Tabelle auf Seite 158.

E-Plus

Bild 2 [244 x 345 Pixel @ 78,5 KB]
Der Handy-Konfigurator von E-Plus schickt die erforderlichen Einstellungen aufs Handy.

E-Plus bietet allen Mobilfunkkunden ein kostenloses E-Mail-Postfach an, das sich per Web- oder WAP-Interface sowie per IMAP oder POP3 abrufen lässt. Wer ein iMode-Handy einsetzt, kann sich seine E-Mails dorthin sogar pushen lassen. Vom Transfervolumen abgesehen entstehen dadurch keine Mehrkosten. Neben dem kostenlosen Grunddienst hat der Netzbetreiber auch einen kostenpflichtigen Dienst namens "E-Mail Mobil" im Angebot. Dieser verfügt über einige Mehrleistungen wie einen POP3-Sammeldienst, mehr Speicherplatz und Filtermöglichkeiten. Beide Accounts haben nur zeitlich beschränkte Speichermöglichkeiten; nach 60 Tagen wird eine E-Mail automatisch gelöscht.

Die Absenderadresse ist frei wählbar. Das System verschickt bei deren Anlegen einen Aktivierungslink an die angegebene Adresse, um sicherzustellen, dass der Kunde tatsächlich Besitzer dieser Adresse ist. Neben der klassischen E-Mail bietet E-Plus wie alle Netzbetreiber einen Blackberry-Dienst mit dem standardisierten Funktionsumfang und zum Preis von 17,40 Euro im Monat inklusive 5 Megabyte Datentransfer an.


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter (Teil 1)
AnbieterE-PlusE-PlusE-Plus
ProduktBlackBerryE-MailE-Mail Mobil
E-Mail-Adresse@eplus.blackberry.com@imail.de@eplus-emailmobil.de
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/-/vv/v/v/v/-v/v/v/v/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstvv (iMode)v (iMode)
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeBlackberryKeine EinschränkungKeine Einschränkung
Zahl der Alias-Adressen111
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optional
Sammeldienst/
mit SSL
POP3/v-/-POP3/v
Filtermöglichkeitenenthält/enthält nicht: von/an/CC/
Betreff/Text
-ist gleich: von/an/Betreff
Filteraktionenverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigung-verschieben, benachrichtigen, ignorieren
Virenschutz/
Spam-Filter
--/v-/v
Weiterleitung eingehender Nachrichten-v-
Preis17,40 EUR (*1, *2)kostenlos (*1)2 EUR/Monat (*1)
*1 für Kunden des Netzbetreibers   *2 inklusive Freivolumen   v vorhanden   – nicht vorhanden

Mobilcom/space2go

Erst vor kurzem verkündete Mobilcom den Start eines eigenen Push-Dienstes, den das Unternehmen in Zusammenarbeit mit space2go anbietet. Die E-Mail-Funktionen sind mit denen von space2go identisch, lediglich die Abrechnung weicht ein wenig ab. Während space2go eine Jahresgebühr einzieht, rechnet Mobilcom monatlich ab.

Bild 4 [250 x 109 Pixel @ 37,6 KB]
Über den space2go-Sammeldienst lassen sich vorhandene E-Mail-Konten abfragen. IMAP greift aber nur auf den Posteingang zu.Vergrößern

Das mit 500 MByte Speicherplatz recht üppig ausgestattete Konto bietet umfangreiche Filtermöglichkeiten. Sogar ein Spam-Filter ist vorhanden – der allerdings greift nur bei direkt ans Konto versandten E-Mails. E-Mails, die von anderen Konten per Sammeldienst geladen werden, laufen zwar durch die Filter, nicht jedoch durch die Spam-Prüfung.

Das Push-Angebot ist nur mit spezieller Software zu nutzen. Die gibt es für alle gängigen Symbian-Geräte mit Series-60- und Series-80-Oberflächen sowie Windows Mobile 2003 und 2005. Unterstützt wird auch der MDA Pro. Die Software ist aber vom jeweiligen Anbieter zu beziehen; die von space2go vorkonfigurierte Anwendung läuft nicht mit dem Mobilcom-Push-Dienst und umgekehrt. Das Laden der Anwendung auf das Smartphone per WAP-Push funktionierte bei Mobilcom nicht wie versprochen, sodass letztendlich nur das Abtippen der Download-URL half.

Das space2go-Angebot lässt sich unabhängig vom Mobilfunknetz einsetzen. Das hat den Vorteil, dass selbst bei einem Wechsel des Netzbetreibers und der Mobilfunknummer keine Änderung des E-Mail-Zugangs erfolgen muss. Die Konfiguration und der Versand und Empfang von E-Mails lässt sich auch über das WAP- oder komfortabler über das Web-Interface erledigen.


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter (Teil 2)
AnbieterMobilcomspace2go
Produkte-mail to gooffice2go
E-Mail-Adresse<Mobilfunknummer>
@emailtogo.de
@space2go.com
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/v/--/-/v/v/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstvv
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeSeries 60, 80, Windows Mobile 2003/2005, MDA ProSeries 60, 80, Windows Mobile 2003/2005, MDA Pro
Zahl der Alias-Adressen01
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optional
Sammeldienst/
mit SSL
POP3, IMAP (*1)/-POP3, IMAP (*1)/-
Filtermöglichkeitenenthält/istgleich/
enthält nicht (beginnt mit/endet mit: Betreff, Absender, Empfänger, CC, Text (verknüpfbar mit und/oder)
enthält/ist gleich/enthält nicht(beginnt mit/endet mit: Betreff, Absender, Empfänger, CC, Text (verknüpfbar mit und/oder)
FilteraktionenLöschen, Priorität ändern,als gelesen markieren, verschieben, BenachrichtigungLöschen, Priorität ändern, als gelesen markieren, verschieben, Benachrichtigung
Virenschutz/
Spam-Filter
-/(v) (*2)-/(v) (*2)
Weiterleitung eingehender Nachrichtenvv
Preis3,95 EUR/Monat39,95 EUR/Jahr (*3)
*1 IMAP nur Posteingangsverzeichnis   *2 nur für direkt beim Provider eingehende E-Mail   *3 ohne Push-Dienst 19,95 EUR/Jahr   v vorhanden   – nicht vorhanden

O2

Das Angebot von O2 ist einfach strukturiert: Neben dem Blackberry-Push-Dienst bietet das Unternehmen einen kostenlosen E-Mail-Zugang für seine Kunden an. Der Account erwies sich im Test als umfangreich ausgestattet, wenn auch die Filtermöglichkeiten etwas mager ausfallen. Als einziges Produkt verfügt es über einen Virenscanner. Über dessen Berechtigung mag man sich streiten – Handy-Viren sind derzeit noch kein wirkliches Problem. Dankbar dürften allerdings Notebook-Besitzer sein, die ihre E-Mail über diesen Account abrufen.

Bild 3 [250 x 136 Pixel @ 48,3 KB]
O2 erlaubt, E-Mails per Filterkriterien vorzusortieren oder gleich ungelesen zu löschen. Vergrößern

Einziger Wermutstropfen ist, dass man die Absenderadresse nicht frei wählen kann. Je nach verwendetem E-Mail-Client kann man diese Einschränkung umgehen, indem man beispielsweise den SMTP-Server des Standard-Postfachs mit der passenden Absenderadresse verwendet. Wer nur per WAP zugreift, hat diese Möglichkeit allerdings nicht.


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter (Teil 3)
AnbieterO2O2
ProduktBlackBerryE-Mail
E-Mail-Adresse@o2.blackberry.de@o2online.de
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/-/vv/-/v/v/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstv-
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeBlackberrykeine Einschränkung
Zahl der Alias-Adressen15
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optional
Sammeldienst/
mit SSL
POP3/vPOP3, IMAP (*1)/-
Filtermöglichkeitenenthält/enthält nicht: von/an/CC/
Betreff/Text
enthält/ist gleich/enthält nicht: von/an/Betreff
Filteraktionenverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigungverschieben, löschen
Virenschutz/
Spam-Filter
-v/v
Weiterleitung eingehender Nachrichten-v
Preis15,66 EUR/Monat (*2, *3)kostenlos (*2)
*1 IMAP nur Posteingangsverzeichnis   *2 für Kunden des Netzbetreibers   *3 inklusive Freivolumen   v vorhanden   – nicht vorhanden

T-Mobile

T-Mobile bietet lediglich Push-Dienste für den Blackberry oder das von T-Mobile angebotene Smartphone Sidekick II an. Für die übrigen Kunden liefert T-Mobile aber wenigstens eine Auto-Konfiguration, die das Handy mit den beliebtesten E-Mail-Diensten wie T-Online, Web.de, GMX oder Freenet verbindet, sofern es E-Mail-fähig ist.

Bild 5 [250 x 220 Pixel @ 76,8 KB]
T-Mobile bietet keinen eigenen E-Mail-Dienst, aber dafür ein Konfigurationsprogramm, das das Handy für die gängigsten Mail-Anbieter einrichtet. Vergrößern

Die Optionsliste für den E-Mail-Empfang mit dem Sidekick II ist übersichtlich kurz. Die meisten Features sucht man vergebens. Immerhin ist ein Sammeldienst vorhanden, der die E-Mails aus anderen Konten klauben kann.


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter (Teil 4)
AnbieterT-MobileT-Mobile
ProduktBlackBerrySidekick II
E-Mail-Adresse@instantemail.t-online.de@t-mobile-sidekick.de
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/-/v-/-/v/-/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstvv
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeBlackberrySidekick II
Zahl der Alias-Adressen11
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optional
Sammeldienst/
mit SSL
POP3/vPOP3, IMAP (*1)/-
Filtermöglichkeitenenthält/enthält nicht: von/an/CC/Betreff/Text-
Filteraktionenverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigung-
Virenschutz/
Spam-Filter
--
Weiterleitung eingehender Nachrichten--
Preis17,40 EUR (*2, *3)kostenlos (*2)
*1 IMAP nur Posteingangsverzeichnis   *2 für Kunden des Netzbetreibers   *3 inklusive Freivolumen   v vorhanden   – nicht vorhanden

Vodafone

Vodafone bietet gleich vier verschiedene Dienste an. Neben dem standardisierten Blackberry-Dienst hat Vodafone eine eigene Push-Mail-Anwendung im Angebot, die allerdings nur mit dem VPA III und dem SonyEricsson P910 zusammenarbeitet. Dabei stellt der Dienst nur die Middleware zwischen einem vorhandenen E-Mail-Konto bei einem beliebigen Anbieter und dem Handy dar. Eine eigene E-Mail-Adresse besitzt das Push-Dienst-Konto nicht. Der sehr geringe Funktionsumfang liegt also in der Konzeption des Dienstes begründet, nicht in einer mangelhaften Umsetzung.

Bild 6 [250 x 185 Pixel @ 65,1 KB]
Vodafone bietet auch einen Auto-Responder. Dieser lässt sich sogar zeitgesteuert ein- und ausschalten. Vergrößern

Wer keines der für den Push-Dienst unterstützten Mobilgeräte besitzt, darf zwischen zwei Varianten wählen, die sich hauptsächlich dadurch unterscheiden, dass die größere über einen Sammeldienst und mehr Speicherplatz verfügt. Je nach Tarif ist einer der beiden E-Mail-Accounts inklusive, ein Upgrade auf die größere Variante ist in bestimmten Tarifen kostenpflichtig.


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter (Teil 5)
AnbieterVodafoneVodafoneVodafoneVodafone
ProduktBlackberry MobileMailMobileMailMobileMail (Happy Live! Bundle)Push E-Mail
E-Mail-Adresse@mobileemail.vodafone.de<Mobilfunknummer>
@vodafone.de
<Mobilfunknummer>
@vodafone.de
1 vorhandenes E-Mail Konto
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/-/vv/-/v/v/-v/v/v/v/-v/-/v/v/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstv--v
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeBlackberrykeine Einschränkungkeine EinschränkungVodafone Personal Assistant III, SonyEricsson P910
Zahl der Alias-Adressen113-
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalvvfest
Sammeldienst/
mit SSL
POP3/v-POP3/vPOP3/-
Filtermöglichkeitenenthält/enthält nicht: von/an/CC/Betreff/Textenthält/ist gleich: von/CC/Betreffenthält/ist gleich: von/CC/Betreff-
Filteraktionenverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigungverschieben, löschen, nicht benachrichtigenverschieben, löschen, nicht benachrichtigen-
Virenschutz/
Spam-Filter
-v/vv/v-/-
Weiterleitung eingehender Nachrichten-vvv
Preis17,40 EUR (*1, *2)kostenlos (*1)kostenlos (*3)17,40 EUR (*1)
*1 für Kunden des Netzbetreibers   *2 inklusive Freivolumen   *3 nur in bestimmten Verträgen   v vorhanden   – nicht vorhanden

Fazit

Jenseits des auf Geschäftskunden ausgerichteten Blackberry-Dienstes spielt E-Mail für die Mobilfunkanbieter offenbar immer noch eine Nebenrolle. Die Informationen auf den Webseiten werden oft schamhaft versteckt, Preisinformationen sind nur beim genauen Studieren des Kleingedruckten zu entdecken. Und auch bei den Funktionen liegen die Mobilfunker hinter den etablierten E-Mail-Anbietern zurück.

Speziell auf die Bedürfnisse des mobilen Anwenders angepasste Dienste, etwa eine anpassbare Größenbeschränkung für Mails, sucht man oft vergebens. Unter der Hand verrät denn auch der eine oder andere Vertreter der Branche, dass die Umsätze mit den E-Mail-Diensten hauptsächlich im Geschäftskundenbereich erzielt werden. Solange die Privatanwender freiwillig bis zu 20 Cent pro SMS bezahlen und die in großen Massen verschicken, wären die Netzbetreiber ja auch schlecht beraten, diesen eine günstigere Alternative schmackhaft zu machen. (uma)

Literatur
[1] Volker Weber, E-Mail auf's Handy, Treo-E-Mail-Client für sofortige Zustellung,
www.heise.de/mobil/artikel/65772
[2] Volker Weber, Botendienste, Push-Aufsatz für MS-Exchange,
www.heise.de/mobil/artikel/62458
[3] Daniel Lüders, Nachrichtenzentrale, Push-E-Mail-Handy ohne Multimedia-Schnickschnack,
www.heise.de/mobil/artikel/62454
[4] Peter Schüler, Mobile Messaging nach Maß, E-Mail für Handhelds: Zahlreiche Zugangsvarianten und weites Preisspektrum,
www.heise.de/mobil/artikel/54869


E-Mail-Dienste der Mobilfunkanbieter
AnbieterE-PlusE-PlusE-PlusMobilcomO2O2space2goT-MobileT-MobileVodafoneVodafoneVodafoneVodafone
ProduktBlackBerryE-MailE-Mail Mobile-mail to goBlackBerryE-Mailoffice2goBlackBerrySidekick IIBlackberry MobileMailMobileMailMobileMail (Happy Live! Bundle)Push E-Mail
E-Mail-Adresse@eplus.blackberry.com@imail.de@eplus-emailmobil.de<Mobilfunknummer>
@emailtogo.de
@o2.blackberry.de@o2online.de@space2go.com@instantemail.t-online.de@t-mobile-sidekick.de@mobileemail.vodafone.de<Mobilfunknummer>
@vodafone.de
<Mobilfunknummer>
@vodafone.de
1 vorhandenes E-Mail Konto
Funktionen
Zugriff per POP3/IMAP/-/-/v/-/vv/v/v/v/-v/v/v/v/--/-/v/v/--/-/v/-/vv/-/v/v/--/-/v/v/--/-/v/-/v-/-/v/-/--/-/v/-/vv/-/v/v/-v/v/v/v/-v/-/v/v/-
Web/WAP/
Blackberry
Push-Dienstvv (iMode)v (iMode)vv-vvvv--v
unterstützte Modelle oder BetriebssystemeBlackberryKeine EinschränkungKeine EinschränkungSeries 60, 80, Windows Mobile 2003/2005, MDA ProBlackberrykeine EinschränkungSeries 60, 80, Windows Mobile 2003/2005, MDA ProBlackberrySidekick IIBlackberrykeine Einschränkungkeine EinschränkungVodafone Personal Assistant III, SonyEricsson P910
Zahl der Alias-Adressen111015111113-
Absenderadresse
Signatur anfügenfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalfrei wählbar, optionalvvfest
Sammeldienst/
mit SSL
POP3/v-/-POP3/vPOP3, IMAP (*1)/-POP3/vPOP3, IMAP (*1)/-POP3, IMAP (*1)/-POP3/vPOP3, IMAP (*1)/-POP3/v-POP3/vPOP3/-
Filtermöglichkeitenenthält/enthält nicht: von/an/CC/
Betreff/Text
-ist gleich: von/an/Betreffenthält/istgleich/
enthält nicht (beginnt mit/endet mit: Betreff, Absender, Empfänger, CC, Text (verknüpfbar mit und/oder)
enthält/enthält nicht: von/an/CC/
Betreff/Text
enthält/ist gleich/enthält nicht: von/an/Betreffenthält/ist gleich/enthält nicht(beginnt mit/endet mit: Betreff, Absender, Empfänger, CC, Text (verknüpfbar mit und/oder)enthält/enthält nicht: von/an/CC/Betreff/Text-enthält/enthält nicht: von/an/CC/Betreff/Textenthält/ist gleich: von/CC/Betreffenthält/ist gleich: von/CC/Betreff-
Filteraktionenverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigung-verschieben, benachrichtigen, ignorierenLöschen, Priorität ändern,als gelesen markieren, verschieben, Benachrichtigungverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigungverschieben, löschenLöschen, Priorität ändern, als gelesen markieren, verschieben, Benachrichtigungverschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigung-verschieben, löschen, nicht pushen, nur Kopfzeile, nur Benachrichtigungverschieben, löschen, nicht benachrichtigenverschieben, löschen, nicht benachrichtigen-
Virenschutz/
Spam-Filter
--/v-/v-/(v) (*2)-v/v-/(v) (*2)---v/vv/v-/-
Weiterleitung eingehender Nachrichten-v-v-vv---vvv
Preis17,40 EUR (*3, *4)kostenlos (*3)2 EUR/Monat (*3)3,95 EUR/Monat15,66 EUR/Monat (*3, *4)kostenlos (*3)39,95 EUR/Jahr (*5)17,40 EUR (*3, *4)kostenlos (*3)17,40 EUR (*3, *4)kostenlos (*3)kostenlos (*6)17,40 EUR (*3)
*1 IMAP nur Posteingangsverzeichnis   *2 nur für direkt beim Provider eingehende E-Mail   *3 für Kunden des Netzbetreibers   *4 inklusive Freivolumen   *5 ohne Push-Dienst 19,95 EUR/Jahr   *6 nur in bestimmten Verträgen   v vorhanden   – nicht vorhanden