Zwergenschau

Aktuelle Mobiltelefone für das schnelle UMTS-Funknetz haben sich in Größe und Gewicht und zum Teil sogar im Preis an übliche GSM-Handys angepasst.

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Aktuelle Mobiltelefone für das schnelle UMTS-Funknetz haben sich in Größe und Gewicht und zum Teil sogar im Preis an übliche GSM-Handys angepasst. Dabei braucht man weder auf Megapixelkamera und Videotelefonie noch auf Multimedia-Player und wechselbare Speicherkarten zu verzichten.

Bei den Handys unseres Testfeldes mag man kaum glauben, dass man waschechte UMTS-Geräte in der Hand hält. Die Hersteller haben die anfangs doch recht sperrige Funktechnik der dritten Generation mittlerweile in kompakten Gehäusen untergebracht, mit denen sich angenehmer telefonieren lässt als mit den Backstein-Formaten der ersten UMTS-Handys. Die Mobiltelefone glänzen mit zeitgemäßer Multimedia-Ausstattung und eignen sich zudem als schnelle Funkmodems zum mobilen Surfen.

Vier der fünf Testgeräte sind Klapphandys: das LG U8290, das V1050 von Motorola und die Samsung-Modelle SGH-Z500 und SGH-ZM60. Das ZM60 gibt es exklusiv bei T-Mobile und ist baugleich mit dem Samsung SGH-Z300. Die Bauform lässt trotz kompakter Gehäuseabmessungen genügend Platz für große Farbdisplays und gut zu bedienende Tastaturen.

Nur das V600i von Sony Ericsson kommt im klassischen Riegelformat daher, besitzt bei gleicher Auflösung das flächenmäßig kleinste Display und eng stehende Wähltasten, die sich aber noch gut bedienen lassen. Nach dem Einschalten erklärt ein Assistentenprogamm die wichtigsten Sondertasten, was manchen Blick ins Handbuch spart.

Die Tastaturen der koreanischen Hersteller LG und Samsung gefallen durch wertige Verarbeitung und deutliche Druckpunkte. Das robuste Motorola fällt mit 137 Gramm gewichtsmäßig aus dem Rahmen des Testfeldes – drei der fünf Modelle wiegen weniger als 110 Gramm –, liegt mit seiner gummierten Oberfläche aber gut in der Hand. Wie beim LG-Handy stört der zwei Zentimeter lange Antennenstummel, der schon mal im Futter der Jackentasche hängen bleibt. Die schwammigen Tasten des V1050 machen einen billigen Eindruck.

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Das preiswerte LG U8290 gefällt wegen seiner guten Ausstattung mit Megapixelkamera, MP3-Player und Bluetooth. Vergrößern

Die Farbdisplays der Handys zeigen hohe Kontraste und lassen sich unter allen Lichtverhältnissen gut ablesen, nur das Display des U8290 bereitet im direkten Sonnenlicht Probleme. Das große und helle Display des Motorola V1050 lockt mit der höchsten Auflösung, ist jedoch sehr blickwinkelabhängig. Die Klapphandys besitzen ein Zweitdisplay auf dem Deckel, das beispielsweise Anrufer meldet – wenn im Telefonbuch gespeichert, sogar mit Bild. Die LC-Außendisplays des V1050 und U8290 schalten sich aus Stromspargründen nach 30 bis 40 Sekunden ab. Die sparsameren OLED-Displays der Samsung-Modelle zeigen dauerhaft Uhrzeit, Netz- und Akku-Status an.

Bis auf das Sony Ericsson V600i, dem ein Slot für Speicherkarten fehlt, lassen sich die Speicher der übrigen Handys mit microSD-Cards – bislang unter der Bezeichnung TransFlash bekannt – erweitern. Beim Motorola V1050 und beim Z500 von Samsung gehört ein 32-MByte-Medium zum Lieferumfang. Die Halterung für die kaum fingernagelgroße Speicherkarte sitzt beim V1050 unter dem Akku, was einen schnellen Wechsel verhindert. Die Handys von LG und Samsung haben einen gut zugänglichen Slot an der rechten Seite und erlauben einen Medienwechsel auch ohne Ausschalten des Geräts – praktisch beim Einsatz als MP3-Player.

Fernsprechen und organisieren

Alle UMTS-Handys funken als Dualmode-Geräte auch im herkömmlichen GSM-Funknetz. Verlässt man während eines Gesprächs oder einer Internet-Sitzung den UMTS-versorgten Bereich, schaltet das Telefon auf GSM um, ohne die Verbindung zu unterbrechen. Bei Videotelefonaten – der bislang einzigen Funktion, die zwingend UMTS voraussetzt – wird die Verbindung beim Netzwechsel entweder unterbrochen oder als normale Sprachverbindung fortgesetzt.


Bluetooth-Datenbank
Unsere Bluetooth-Datenbank führt Informationen über die wesentlichen Eigenschaften der Bluetooth-Geräte sowie über passende Gegenstellen. Die Ergebnisse des c't-Labors können Anwender mit eigenen Testresultaten und Erfahrungen ergänzen.

Beim Telefonieren mit den Samsung-Handys Z500 und ZM60 störte ein deutliches Hintergrundrauschen, die anderen boten eine gute Sprachqualität. Alle Testgeräte haben eine interne Freisprecheinrichtung, die gut funktioniert, solange der Sprecher nicht weiter als etwa 40 Zentimeter vom Handy entfernt ist, sonst kommt er zu leise beim Gesprächspartner an. Praktisch: Beim LG U8290 setzt man unerwünschte Gesprächspartner auf eine "schwarze" Liste, deren Anrufe automatisch abgelehnt werden, sofern sie die Rufnummernübermittlung eingeschaltet haben.

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Dem Motorola V1050 fehlen Bluetooth und eine IrDA-Schnittstelle. Via USB-Kabel mit dem Notebook verbunden, erwies es sich beim Einsatz als Funkmodem als Renner. Vergrößern

Wie gut man mit den Handys videofonieren kann, hängt stark von der Verbindung zum UMTS-Netz ab, doch ruckeln die Videobilder selbst bei optimalem Empfang deutlich. Mit Ausnahme des Samsung ZM60 haben alle Testgeräte eine separate Videoanruf-Taste, mit der sich die Verbindung so einfach einleiten lässt wie ein normales Gespräch. Das ZM60 nutzt dafür den rechten Softkey. Das Bild des Nutzers wird von einer Zweitkamera unter oder über dem Hauptdisplay aufgenommen, beim LG U8290 kommt die drehbare Kamera zum Einsatz. Durch Umschalten auf die rückseitigen Kameras – beim LG-Handy reicht ein kurzer Dreh – zeigt man statt des eigenen Konterfeis die Umgebung, etwa um das schicke Urlaubshotel zu präsentieren. Das Sony Ericsson V600i sendet bei Videoanrufen wahlweise auch ein vorher ausgewähltes Foto.

Die Telefonbücher der Handys speichern pro Namen nicht nur mehrere Rufnummern, sondern auch E-Mail- und Postadressen sowie ein Foto. Im Telefonbuch des U8290 kann man als nette Spielerei statt des Fotos auch einen Avatar speichern; das Bildnis einer kleinen Comic-Figur, die sich – sehr grob – an das Aussehen der betreffenden Person anpassen lässt. Während alle anderen Geräte mehrere Rufnummern, E-Mail- und Postadresse et cetera unter einem gemeinsamen Namenseintrag einordnen, ist das Telefonbuch des Motorola V1050 umständlich und verschwenderisch, da es für jede Rufnummer einen separaten Eintrag anlegt und die anderen Daten jedesmal kopiert. Andererseits lassen sich einzig bei Motorola Telefonbucheinträge mit einem Passwort vor dem Einblick Unbefugter schützen.

Beim Telefonieren über ein Headset ist eine Sprachwahlfunktion praktisch, über die aber nur das V1050 und das V600i verfügen. Das Motorola-Gerät erfordert vor Ansage eines Befehls noch einen Tastendruck, die Spracherkennnug des V600i lässt sich dagegen über ein so genanntes Zauberwort aktivieren, sodass man etwa beim Autofahren nicht mehr zum Handy zu greifen braucht.

Während die anderen Testkandidaten mit den üblichen Organizer-Funktionen gut bestückt sind (siehe Tabelle), fehlt dem Motorola-Handy eine separate Aufgabenliste. Auch kennt es das vCard-Format nicht, mit dem sich Adressen als virtuelle Visitenkarten per Kurznachricht, IrDA oder Bluetooth versenden lassen.

Knipsen und Musik hören

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Das hochwertig verarbeitete Samsung SGH-ZM60 gehört zu den preiswerten UMTS-Handys. T-Mobile hat die Funktion des Browser jedoch beschränkt, sodass man ausschließlich in den t-zones WAPpen kann. Vergrößern

Schnappschüsse nehmen alle Modelle im Test mit Megapixelkameras auf. Doch ist die hohe Auflösung noch lange keine Gewähr für gute Fotos. Die einfachen Fixfokus-Objektive liefern eine bestenfalls mäßige Schärfe. Helle Flächen wirken deutlich überstrahlt und lassen kaum Details erkennen. Die beste Bildqualität liefert das Sony Ericsson V600i, dessen Objektiv bei Nichtgebrauch durch einen Schieber vor Staub und Fingerschmutz geschützt wird. Die Bilder weisen eine gute Schärfe und wenig überstrahlte Flächen auf. Nur das deutliche Bildrauschen stört. Die Samsung-Handys knipsen Bilder mit kräftigen Farben und Kontrasten. In dunklen Bildanteilen fällt Rauschen und bei Tageslichtaufnahmen ein deutlicher Blaustich auf.

Während sich Fotos der Samsung-Modelle und vor allem die des V600i durchaus für Schnappschüsse eignen, genügen die unscharfen und überstrahlten Bilder des LG U8290 und des Motorola V1050 bestenfalls zum Verschicken in Multimedia-Nachrichten. Auch die Videoclips, die alle Handys maximal in QCIF-Auflösung (176 × 144 Pixel) aufzeichnen, taugen nur zum Betrachten auf Mobiltelefondisplays: Das LG U8290 und die Samsung-Telefone geben die Videos zwar flüssig, aber unscharf wieder. Zudem stört die langsame Belichtungssteuerung. Besonders beim LG-Handy verschwimmt bei einem Schwenk von hellen zu dunklen Motiven sekundenlang alles im Schwarz. Videos des Motorola V1050 ruckeln bei schnellen Bewegungen und sind unscharf. Nur das V600i liefert einigermaßen scharfe Clips, bei denen allerdings einige Bild-Artefakte stören.

Alle Handys im Test spielen Musik im MP3-Format ab und nutzen diese auf Wunsch auch als Klingelton. Beim Musikhören mit dem Sony Ericsson V600i vermisst man einen Speicherkarten-Slot schmerzlich, da der interne Speicher mit Musikdateien schnell gefüllt ist. MP3s lassen sich bequem, aber langsam über die Funkschnittstelle Bluetooth übertragen. Hier muss nur das Motorola V1050 passen, das lediglich über ein USB-Kabel mit dem PC in direkte Verbindung treten kann. Dazu ist vorher die Installation der mitgelieferten PC-Software nötig.

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Klein und stark: Das stabile Samsung SGH-Z500 nimmt man gerne in die Hand, auch lockt es mit guten Organizer- und Multimedia-Funktionen. Vergrößern

Bei den abspielbaren Musikdateiformaten zeigen sich deutliche Unterschiede: So gibt nur das Sony Ericsson V600i MP3s mit festen und variablen Bitraten anstandslos wieder, kennt jedoch AAC und WMA nicht. Der Klang über das mitgelieferte Headset ist gut, bei Bedarf kann man ihn mittels flexibler Equalizer-Einstellungen inklusive Megabass an den persönlichen Geschmack anpassen. Außerdem verfügt das V600i über ein UKW-Radio, das dank RDS Sendernamen im Klartext anzeigen kann. Die Samsung-Handys spielten im Test MP3-Dateien mit variablen Bitraten und der festen Bitrate 32 kBit/s nicht ab, Letztere erkannte übrigens bis auf das V600i keines der Testgeräte. Mit AAC-Dateien kamen die Geräte von Samsung zurecht, nicht jedoch mit WMA. Klanglich überzeugten deren Headsets nicht gerade, eine Klangregelung fehlt.

Die Playersoftware des LG U8290 stammt augenscheinlich vom selben Hersteller, da der Media-Player beim Abspielen der verschiedenen Formate die gleichen Stärken und Schwächen wie die Samsung-Modelle zeigte. Das mitgelieferte, klanglich mäßige Headset besitzt eine Fernbedienung für den Player mit einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse, an die man auch eigene Kopfhörer anschließen kann – so sie einen schmalen Stecker haben, der in die vertiefte Buchse passt. Zum Klangregeln bietet das U8290 eine Auswahl an wirksamen Equalizer-Presets an, es erlaubt jedoch keine eigenen Einstellungen. Der Player des Motorola V1050 kennt als einziges Gerät das WMA-Format, meldet aber Fehler bei MP3s mit Bitraten von 32 und 320 kBit/s sowie AAC-Formaten und bietet an, sie sofort zu löschen. Das unbequeme Headset des Handys klingt gut, Klangregelung – Fehlanzeige.

Mobil surfen

Wie gut sich die Handys als UMTS-Funkmodems eignen, haben wir wie üblich durch FTP-Übertragung von Testdateien verschiedener Größe ermittelt, da die UMTS-Netze durch das verwendete Kapazitätsmanagement die maximale Datenrate erst nach einigen Sekunden erreichen und so bei großen Dateien einen höheren Durchsatz liefern. Im GSM-Netz tritt dieser Effekt nicht auf, sodass hier unsere Standarddatei reicht.


FTP-Durchsatz UMTS [KByte/s]
Dateigröße2 MByte500 KByte60 KByte
LG U829036,2 KByte/s empf. (36,2 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
32,2 KByte/s empf. (32,2 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
26,2 KByte/s empf. (26,2 empf.)
7,6 KByte/s senden (7,6 senden)
Motorola V105041,1 KByte/s empf. (41,1 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
39,2 KByte/s empf. (39,2 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
30,3 KByte/s empf. (30,3 empf.)
7,6 KByte/s senden (7,6 senden)
Samsung SGH-Z50036,5 KByte/s empf. (36,5 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
35,5 KByte/s empf. (35,5 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
28,7 KByte/s empf. (28,7 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
Samsung SGH-ZM6037,9 KByte/s empf. (37,9 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
35,8 KByte/s empf. (35,8 empf.)
7,5 KByte/s senden (7,5 senden)
25,0 KByte/s empf. (25,0 empf.)
7,6 KByte/s senden (7,6 senden)
Sony Ericsson V600i35,7 KByte/s empf. (35,7 empf.)
7,3 KByte/s senden (7,3 senden)
35,0 KByte/s empf. (35,0 empf.)
7,4 KByte/s senden (7,4 senden)
27,0 KByte/s empf. (27,0 empf.)
7,2 KByte/s senden (7,2 senden)

Bei den Durchsatzmessungen im UMTS-Netz setzte sich das V1050 mit zum Teil mehr als 40 KByte/s von den anderen Mobiltelefonen ab (siehe FTP-Durchsatz) und erzielte auch via GPRS die besten Ergebnisse. Das Sony Ericsson V600i baut Datenverbindungen auch über den leitungsorientierten Dienst HSCSD auf, mit dem sich Modem- und Faxgegenstellen direkt erreichen lassen, während UMTS und GPRS als paketorientierte Datendienste immer eine Internetverbindung aufbauen. Via HSCSD schaffte das V600i übliche Durchsätze von 3,1 KByte/s in Empfangs- und 1,6 KByte/s in Senderichtung.

Branding

Alle Testhandys stammen von den Netzbetreibern T-Mobile und Vodafone, die die Geräte zum Teil exklusiv anbieten. Dabei haben sie die Menüs der verschiedenen Modelle im Design vereinheitlicht und mit den jeweiligen Firmenlogos versehen. Auch Klingeltöne und Displayschoner spielen die Firmen-Jingles ab respektive zeigen die Embleme und Farben an. Das Anpassen der Designs an den Anbieter nennt man Branding.


FTP-Durchsatz GPRS [KByte/s]
LG U82905,1 KByte/s empf. (5,1 empf.)
2,7 KByte/s senden (2,7 senden)
Motorola V10505,3 KByte/s empf. (5,3 empf.)
2,7 KByte/s senden (2,7 senden)
Samsung SGH-Z5005,0 KByte/s empf. (5,0 empf.)
2,7 KByte/s senden (2,7 senden)
Samsung SGH-ZM605,1 KByte/s empf. (5,1 empf.)
2,8 KByte/s senden (2,8 senden)
Sony Ericsson V600i5,2 KByte/s empf. (5,2 empf.)
2,7 KByte/s senden (2,7 senden)

Doch die Netzbetreiber begrenzen das Branding nicht nur auf Menüs und Klingeltöne. Ein Druck auf meist prominent angebrachte Sondertasten startet die WAP-Browser, die umgehend eine – meist zusätzliche Kosten verursachende – Verbindung zu den Portalen der Betreiber aufbauen. Gleiches gilt für diverse Menüpunkte, über die man weitere Klingeltöne, Spiele oder andere Multimedia-Inhalte kostenpflichtig aufs Handy laden kann. Dabei schränken Vodafone und Co. die Funktionen der Browser hin und wieder ein:

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Mal ohne Klappe: Das Sony Ericsson V600i trumpft mit einem RDS-fähigen UKW-Radio und dem Bluetooth-Profil HID auf, mit dem man einen PC fernbedienen kann. Vergrößern

So lassen sich die Favoritenlisten des LG U8290 (T-Mobile) und des Motorola V1050 (Vodafone) nicht ohne eine Online-Verbindung befüllen. Besonders dreist ging T-Mobile bei unserem Testmuster des Samsung ZM60 zu Werke. Der Browser erlaubte ausschließlich das WAPpen auf dem T-Mobile-eigenen Portal t-zones. Weder konnten wir eine andere Startseite eintragen noch eine Adresse von Hand eingeben. Die Favoritenliste fehlte gleich ganz. Zusätzlich liefert T-Mobile immer mehr Vertragshandys wie das LG U8290 mit einem Net-Lock aus: Steckt man eine SIM-Karte für ein anderes Funknetz ins Handy, lassen sich nur Notrufe absetzen; Telefonieren und Surfen funktioniert nicht.

Fazit

Die UMTS-Handys haben sich sowohl in der Größe als auch im Preis an übliche GSM-Modelle angepasst: Die Leichtgewichte Samsung SGH-Z500 und Sony Ericsson V600i wiegen kaum mehr als 100 Gramm; die gut ausgestatteten Handys LG U8290 und Samsung SGH-ZM60 gibt es ohne Vertrag für unter 400 Euro. Nur nervt das Branding, das jedoch vor allem die WAP-Browser betrifft.

Je nach Hauptanwendung haben sich im Test verschiedene UMTS-Modelle hervorgetan: Wer ein brauchbares Fotohandy sucht, ist mit dem V600i gut beraten, als MP3-Player taugen die Mobiltelefone von LG und Samsung wegen der gut zugänglichen Speicherkarten-Slots, besonders gut gefiel das LG U8290 mit Klangregelung und der Playerfernbedienung. Das in puncto Ausstattung sonst hinter den anderen Geräten zurückbleibende Motorola V1050 bietet sich als schnelles Funkmodem an – zu Zeiten von Flatrate-Angeboten fürs UMTS-Netz ein wichtiger Vorteil.

Gut zum Fernsprechen mit Bild und Ton eignen sich alle Handys im Test. Videoanrufe haben trotz des Geruckels zwar das Flair des Neuen, kosten dafür aber auch zwischen 0,80 und 1,20 Euro pro Minute. (rop)


UMTS-Handys – Checkliste
ProduktU8290V1050SGH-Z500VSGH-ZM60 (T-Mobile)V600i
HerstellerLG Electronics, Tel. 0 21 54/49 20Motorola, Tel. 01 80/5 06 80 80Samsung, Tel. 01 80 5/12 12 13Samsung, Tel. 01 80 5/12 12 13Sony Ericsson, Tel. 01 80 5/34 20 20
LieferumfangLadegerät, Stereo-Headset inkl. 3,5-mm-Adapter, USB-Kabel, Trageschlaufe, Handbuch, SoftwareLadegerät, USB-Kabel, Stereo-Headset, 32 MByte-microSD- Card-mit Adapter, Handbuch, SoftwareLadegerät, Stereo-Headset, USB-Kabel, 32 MByte-microSD- Card mit Adapter, Trageschlaufe, Handbuch, SoftwareLadegerät, Stereo-Headset, USB-Kabel, Trageschlaufe, Handbuch, SoftwareLadegerät, USB-Kabel, Stereo-Headset, Handbuch, Software
Abmessungen (H × B × T), Gewicht108 mm × 48 mm × 26 mm, 126 g113 mm × 49 mm × 27 mm, 137 g90 mm × 45 mm × 26 mm, 105 g90 mm × 48 mm × 26 mm, 109 g104 mm × 45 mm × 20 mm, 102 g
AnschlüsseKontaktkamm (Laden, USB), Headset, ext. AntenneKontaktkamm (Laden, USB), Headset, ext. AntenneKontaktkamm (Laden, USB), HeadsetKontaktkamm (Laden, USB), HeadsetKontaktkamm (Laden, Headset), mini-USB, ext. Antenne
USB / IrDA / Bluetoothv / – / v
Bluetooth-db (*1)
v / – / -v / v / v
Bluetooth-db (*1)
v / v / v
Bluetooth-db (*1)
v / v / v
Bluetooth-db (*1)
Speicher intern20 MByte16 MByte55 MByte50 MByte30 MByte
SAR-Wert (*2)0,66 W/kg0,87 W/kg0,99 W/kg0,70 W/kg0,86 W/kg
maximale Kameraauflösung1280 × 10241280 × 10241152 × 8641152 × 8641280 × 1024
Sonstiges----Bluetooth-Fernbedienung, Editoren für Bilder, Videos und Sounds
PC-SoftwarePC Sync / Phone Manager V 1.00Mobile Phone Tools 3.25bEasy Studio IIPC Studio IIIPC Suite
Besonderheiten---baugleich mit SGH-Z300baugleich mit K600i
Preis ohne Kartenvertrag360 EUR700 EUR499 EUR390 EUR600 EUR
*1 Bluetooth-Merkmale und Ergebnisse von Interoperabilitätsprüfungen
*2 Herstellerangabe   v vorhanden   – nicht vorhanden