Business as usual

Business-Notebooks erfreuen die Nutzer mit Docking-Stationen, maßgeschneiderten Service-Optinen und bei einem Modellwechsel weiter nutzbarem Zubehör. Eine Übersicht nicht nur für Geschäftsleute.

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Wer im Flugzeug in einer der vorderen Reihen sitzt, erwartet mehr Fußraum, leckeres Essen mit richtigem Geschirr und Tischdecke – und bezahlt mindestens das Doppelte. Bei Notebooks sind es eher subtile Details, die den Geschäftsmann oder die IT-Abteilung erfreuen: lange Laufzeit, Docking-Station, maßgeschneiderte Service-Optionen und die Garantie, noch jahrelang passendes Zubehör zu erhalten. Und anders als beim Fliegen ist die Business-Klasse beim Notebook preislich durchaus auch für Privatleute attraktiv.

Die Grenzen zwischen Notebooks für Multimedia und Business sind fließend, denn aktuelle Modelle werden problemlos vielen Anforderungen beider Seiten gerecht. Fast alle Hersteller haben auf den professionellen Einsatz zugeschnittene Geräte im Angebot. Doch zu einem Business-Konzept gehört mehr, als den TV-Tuner wegzulassen und das Gehäuse in langweiliger Farbe anzumalen: Erst vielfältige Garantieoptionen und ein umfangreiches Zubehörangebot, das über mehrere Gerätegenerationen und -klassen stabil bleibt, runden das Angebot ab.

Zu den renommierten Anbietern gehören Dell (Latitude, Precision), Fujitsu Siemens (Lifebook), HP (Compaq) und Toshiba (Tecra, Portégé); die von IBM stammenden Thinkpads segeln nun unter der Flagge von Lenovo. Acers Travelmates sind bei Großkunden noch nicht so beliebt; die vor kurzem erst gestarteten Business-Serien von Samsung und Sony hatten bislang wenig Zeit, sich zu etablieren. Einige können gar die komplette Büroausstattung samt Arbeitsplatzrechnern, Servern, Druckern und Monitoren aus einer Hand liefern.

Der Kostendruck hat diese Hersteller inzwischen dazu gezwungen, niedrigpreisige Business-Geräte mit weniger Zusatzfeatures anzubieten. Fujitsu Siemens nennt diese Serie Amilo Pro, bei Toshiba heißt sie Satellite Pro. Acer, HP, Dell und Lenovo haben keinen neuen Seriennamen eingeführt, sondern verkaufen halt auch Travelmates, Compaqs, Latitudes oder Thinkpads, denen beispielsweise der Docking-Anschluss fehlt.

Andere Notebook-Marken wie Asus, Apple, Panasonic oder seit kurzem LG Electronics und MSI bieten ebenfalls einige für den Geschäftsalltag durchaus geeignete Geräte an, doch ist ein durchgängiges Konzept nicht vorhanden; beispielsweise hat Apple gar keine Docking-Stationen im Programm, Asus nur für zwei Modelle. Ähnliches gilt für die Barebone-Anbieter wie Averatec, Bullman, Maxdata, Smartbook, Wortmann und Konsorten.

Bauformen

Lange Zeit bestand die Brot- und Butter-Klasse der Business-Notebooks aus Geräten mit 15-Zoll-Display im 4:3-Format, einem Chipsatz mit integrierter Grafik und einer halbwegs aktuellen Zusammenstellung aus Prozessor, Speicher, Festplatte und optischem Laufwerk. Die Displays zeigten 1024 × 768 Punkte (XGA, 86 dpi), einige Hersteller hatten auch welche mit 1400 × 1050 Punkten (117 dpi) im Angebot, seltener mit 1600 × 1200 Punkten (134 dpi).

Doch inzwischen ist die Auswahl an Bauformen gewachsen, vor allem die Geräte mit 15,4-Zoll-Display im Breitformat (16:10) dürften inzwischen die 15er an Vielfalt überholt haben. Die Displays zeigen 1280 × 800 (98 dpi) oder 1650 × 1050 Punkte (129 dpi), seltener 1920 × 1200 (147 dpi) oder 1440 × 900 Punkte (110 dpi). Die Notebooks sind ein paar Zentimeter breiter als die 15-Zöller und damit für einige Taschen zu groß. Einen Aktenordner überragen sie um etwa fünf Zentimeter.

Wer nur zwei bis zweieinhalb Kilogramm mitschleppen möchte, greift zu 14-Zoll-Notebooks, von denen es viele Business-Ausführungen gibt. Hier hat ebenfalls ein Übergang von 4:3-Displays mit 1024 × 768 Punkten (90 dpi) zu Breitformat-Displays mit 1280 × 800 (107 dpi) oder seltener 1440 × 900 (120 dpi) Punkten stattgefunden. Die Breitformat-Geräte sind etwa so breit wie die herkömmlichen 15-Zoll-Modelle; sie sind etwa drei Zentimeter breiter und tiefer als DIN A4.

Auch bei den noch leichteren Subnotebooks mit 12-Zoll-Display besteht der Trend zu Breitformat-Displays. Sie passen auf die Grundfläche einer DIN-A4-Seite und haben eine so große Tastatur, dass Zehnfingerschreiber fast mit gewohnter Geschwindigkeit tippen können. Erst die in vielen Business-Serien enthaltenen 10-Zoll-Mininotebooks haben kleinere und für Vielschreiber nur eingeschränkt brauchbare Tasten. Notebooks mit 17-Zoll-Display findet man nur in wenigen Business-Serien, größere gar nicht. Schon eher gibts Tablet PCs, meist mit 10- oder 12-Zoll-Bildschirm.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station (Sub- und Mininotebooks)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Acer Travelmate 3010/302012,1 (16:10)Core DuoGMA950ca. 1800 EURc't 18/06, S. 144
Fujitsu Siemens Lifebook P712010,6 (15:9)Pentium M ULVGMA900ca. 2200 EURc't 10/06, S. 98
HP Compaq nc240012,1 (16:10)Core Duo ULVGMA950ca. 2400 EUR-
HP Compaq nc440012,1 (4:3)Core DuoGMA950ca. 2200 EURc't 17/05, S. 138 (*6)
Lenovo Thinkpad X60s12,1 (4:3)Core Duo LVGMA950ca. 1500 EURc't 17/06, S. 74
Panasonic Touhgbook CF-T412,1 (4:3)Pentium M ULVGMA900ca. 2500 EURc't 4/06, S. 94
Panasonic Touhgbook CF-W412,1 (4:3)Pentium M ULVGMA900ca. 2600 EURc't 4/06, S. 94
Sony Vaio VGN-TX11,1 (16:9)Core Solo ULVGMA950ca. 2000 EURc't 10/06, S. 98
Toshiba Portégé R20012,1 (4:3)Pentium M ULVGMA900ca. 2900 EURc't 17/05, S. 138
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 Test eines Vorgängermodells; Testergebnisse daher nur eingeschränkt auf dieses Modell übertragbar

Preise

Allzu hoch fällt der Aufpreis für die Business-Notebooks nicht mehr aus. Diejenigen mit einfacher Ausstattung kosten sogar weniger als mit vielen Zusatzfunktionen ausgestattete Consumer-Geräte. So kostet beispielsweise ein Acer Travelmate 4222WLMi mit 15,4-Zoll-Display und Intel Core Duo 1299 Euro, hat aber keinen Anschluss für eine Docking-Station und keinen Wechselschacht. Beides bekommt man im sonst ähnlich ausgestatteten Travelmate 4672WLMi für 1499 Euro. Das Consumer-Gerät Aspire 5650AWLMi mit deutlich schnellerem Grafikchip kostet 1299 Euro.

Bei Dell lassen sich beispielsweise die 15,4-Zoll-Geräte Latitude D820 und Inspiron 6400 nicht mit identischer Ausstattung konfigurieren. Mit Core Duo T2500, 2 GByte Speicher, 100 GByte Festplatte, DVD-Brenner, 1680er-Display und dreijähriger Garantie mit Vor-Ort-Reparatur am nächsten Werktag kostet das privatkundenorientierte Inspiron etwa 1700 Euro, das Business-Modell Latitude etwa 1900. Letzteres hat allerdings dann einen für das Inspiron nicht erhältlichen Workstation-Grafikchip.

Fujitsu Siemens bietet die mit Wechselschacht und Docking-Anschluss ausgestatteten Modelle der Business-Serie Lifebook C nicht unter 1100 Euro an. Die Modelle der nicht mit diesen Spezialitäten ausgestatteten Profi-Serie Amilo Pro kosten fast alle deutlich unter 1000 Euro.

Ein vergleichbares Modell der Multimedia-Serien Amilo M oder Pi kostet um 1000 Euro, hat aber ein deutlich schnelleren 3D-Grafikchip.Genau lässt sich der Aufpreis für die Business-Klasse also nicht beziffern, weil es kaum identisch ausgestattete Business- und Consumer-Notebooks gibt. Prozessor, Hauptspeicher, Festplatte und optisches Laufwerk lassen sich oft noch identisch wählen, doch Unterschiede gibt es fast immer bei Grafikchip, Schnittstellenausstattung und Display. Auch in Gehäusedetails wie Farbgebung, Design und Robustheit weichen die Serien voneinander ab: Spritzwassergeschützte Tastaturen, mit wenigen Handgriffen wechselbare Festplatten und kratzunempfindliche Gehäuse findet man hauptsächlich im Profibereich – auch wenn einiges davon den Multimedia-Geräten gut stünde.

Ausstattung

Ein Unterscheidungspunkt ist der Grafikchip. Multimedia-Notebooks glänzen mit hoher 3D-Leistung für Spiele und haben daher schnelle Grafikchips wie den ATI Mobility Radeon X1600, den Nvidia GeForce 7600 Go oder schnellere Exemplare eingebaut. In Business-Geräten kommen hingegen oft Chipsätze mit integrierter Grafik oder die (bei 3D-Anwendungen kaum schnelleren) Einstiegschips wie Radeon X1300/X1400 oder GeForce 7200/7300 zum Einsatz. Für anspruchsvolle, moderne 3D-Spiele sind sie zu langsam, doch alles andere beherrschen sie problemlos. Durch diese Bescheidenheit bleibt die Leistungsaufnahme der Notebooks niedrig, sodass sie etwa 30 Prozent länger laufen als ein ähnliches Modell mit kräftigem 3D-Grafikchip. Aber auch wer gerne spielt, muss nicht auf ein Business-Notebook verzichten: Hersteller wie Acer, HP oder Samsung haben einige Modelle mit spieletauglichen Grafikchips im Angebot.

Einige professionelle Grafikanwendungen verlangen nach Workstation-Grafikchips aus ATIs FireGL- oder Nvidias Quadro-Baureihe. Sie entsprechen normalen 3D-Chips und schlagen sich bei Spielen und DirectX-Anwendungen entsprechend; ihre Workstation-Kraft entfalten sie vor allem bei OpenGL-Anwendungen. Die Mobilversionen dieser Chips finden sich in den Business-Serien von Fujitsu Siemens, Dell, HP, Lenovo und Toshiba. Bei anderen Anbietern findet man diese Chips nur selten, beispielsweise im Alienware MJ-12, das jedoch kaum Eigenschaften eines Business-Geräts aufweist.

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Wer im Konferenzraum an einem spiegelnden Display der Consumer-Klasse sitzt, hat nicht viel von den brillanteren Farben.Vergrößern

Auch die Displays der Multimedia- und Business-Notebooks unterscheiden sich mittlerweile voneinander. Der Trend zu spiegelnden Displays mit besserer Schwarzdarstellung und brillanteren Farben hat bislang hauptsächlich die Multimedia-Geräte erfasst. Sie zeigen bei Spielen, Fotos und Videos tatsächlich ein besseres Bild, aber nur, wenn der Anwender es – durch Umsetzen oder Verändern der Lichtverhältnisse – schafft, störende Reflexionen zu verringern.

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Unter denselben Lichtverhältnissen ist das matte Displays des Business-Notebooks auch bei dunklem Hintergrund gut ablesbar.Vergrößern

Die meisten Business-Geräte haben hingegen matte Oberflächen, die weniger spiegeln, aber auch etwas Helligkeit schlucken und nicht so brillant wirken. Wenn man keinen Einfluss auf die Umgebungsbeleuchtung hat, stellen diese Panels die deutlich bessere Wahl dar. Spiegelnde Displays findet man in nur wenigen Business-Notebooks, beispielsweise bei Sony oder in einigen HP Compaqs.Die Displays der meisten Business-Geräte erreichen keine besonders hohe Helligkeit, sondern nur etwa 120 cd/m². Im Berufsalltag ist das nur selten von Nachteil, weil in Innenräumen rund 100 cd/m² als ergonomisch gelten. Doch in sonnendurchfluteten Räumen, in Zügen, auf der Baustelle oder im Außeneinsatz wünscht man sich ein helleres Display. Immerhin leuchten die Displays vieler Subnotebooks heller; einige spiegeln allerdings.

Bei Prozessor, Festplatte, Chipsatz, Speicher und optischem Laufwerk gleichen sich Multimedia- und Business-Notebooks weitgehend. Die Auswahl an Business-Geräten mit AMD-Prozessor ist allerdings nicht sehr groß. Eine umfangreiche Palette pflegt Acer, einige Modelle gibt es auch bei Fujitsu Siemens und HP. Dell, Lenovo, Samsung, Sony und Toshiba setzen im Profi-Bereich ganz auf Intel. In billigen Modellen findet man oft Chipsätze von SiS oder VIA, die in puncto Leistungsaufnahme und Chipsatz-Grafik hinter denen von Intel und ATI (für AMD-CPUs) zurückbleiben.

Acer, HP, Lenovo und Toshiba bauen wie auch Apple Beschleunigungssensoren ein, die Stürze oder harte Schläge erkennen. So kann die Festplatte versuchen, ihre Köpfe rechtzeitig zu parken, um die Daten vor Beschädigung zu schützen – in ruppiger Umgebung eine gute Idee.Die meisten Festplatten drehen mit 5400 U/min und bieten eine ordentliche Geschwindigkeit. Die langsameren 4200er-Platten findet man in Business-Notebooks selten, lediglich die in Subnotebooks eingebauten 1,8-Zoll-Exemplare erreichen kein höheres Tempo. Wer viele plattenintensive Anwendungen laufen lässt, sollte sich nach Platten mit 7200 U/min umsehen.

Das optische Laufwerk ist bei vielen Business-Notebooks wechselbar ausgelegt, der Schacht nimmt wahlweise auch einen zweiten Akku oder eine zweite Festplatte auf. Die Anschlüsse für solch einen Wechselschacht sind nicht genormt, sodass die Module zwischen verschiedenen Herstellern nicht austauschbar sind und vergleichsweise viel kosten. Als CD- und DVD-Brenner deutlich teurer als normale Laufwerke waren und externe Platten nur per USB 1.1 angeschlossen werden konnten, brachte ein Wechselschacht einen großen Vorteil. Doch in vielen Fällen erweisen sich andere Lösungen mittlerweile als praktikabler oder billiger. Auch ist die Kapazität von Wechselschacht-Akkus aufgrund der Bauform auf etwa 45 Wh begrenzt; hinten herausragende Akkus oder unter das Notebook steckbare Zweitakkus bieten deutlich höhere Kapazitäten.

In vielen Profigeräten sitzt zusätzlich zum Touchpad ein Trackpoint – zu finden bei Modellen von Fujitsu Siemens, HP, Dell, Lenovo, Sony und Toshiba. Für Zehnfingerschreiber ist der Trackpoint angenehm, weil man den Mauszeiger bewegen kann, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen. Für längeres Arbeiten bevorzugen die meisten Anwender allerdings sowieso eine externe Maus.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station (13/14-Zoll-Klasse)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Acer Travelmate 330014,1 (16:10)Pentium MGMA900ca. 1700 EUR-
Dell Latitude D42014,1 (16:10)Core DuoGMA950ca. 1400 EURc't 16/03, S. 110 (*7)
Dell Latitude D62014,1 (16:10)Core DuoGMA950ca. 1200 EURc't 15/06, S. 138
Fujitsu Siemens Lifebook S211013,3 (4:3)Turion 64200Mca. 1200 EURc't 12/06, S. 78
Fujitsu Siemens Lifebook S711014,1 (4:3)Core DuoGMA950ca. 1500 EURc't 3/06, S. 80 (*7)
HP Compaq nc640014,1 (16:10)Core DuoGMA950ca. 2200 EURc't 18/06, S. 144
Lenovo Thinkpad T6014,1 (4:3)Core DuoGMA950 / X1400 (*6)ca. 1600 EURc't 10/06, S. 94
Lenovo Thinkpad Z60t1014,1 (15:9)Pentium MGMA900ca. 1200 EURc't 3/06, S. 80
Panasonic Touhgbook CF-7413,3 (4:3)Core DuoGMA950ca. 3800 EURc't 3/06, S. 80
Toshiba Tecra A514,1 (15:9)Pentium MGMA900ca. 1000 EUR-
Toshiba Tecra M514,1 (4:3)Core DuoGMA950ca. 2100 EURc't 18/06, S. 144
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 auch mit langsameren Grafikchips erhältlich   *7 Test eines Vorgängermodells; Testergebnisse daher nur eingeschränkt auf dieses Modell übertragbar

Schnittstellen

Die Grundausstattung mit Schnittstellen ist bei den meisten Notebooks gleich: mindestens zwei, meist drei oder vier USB-2.0-Buchsen, Kopfhörerausgang, VGA-Ausgang, LAN und Modem sind überall zu finden. Oft sind auch FireWire, Mikrofoneingang, TV-Anschluss, ein Steckplatz für Erweiterungskarten (CardBus oder ExpressCard) und ein Slot für Speicherkarten vorhanden, seltener DVI. WLAN ist integriert, Bluetooth für fast alle Modelle zumindest optional erhältlich.

Bei einigen Business-Geräten gibt es noch einen RS-232-Port zum Anschluss älterer Peripherie – weniger für Modem oder Maus, sondern inzwischen eher für Telefonanlagen, Kassensysteme oder teure Messtechnik. Auch ein Parallelport für alte Drucker oder sonstige Spezialhardware ist oft vorhanden. IrDA zur Kopplung von Mobiltelefon oder PDA findet man recht häufig. Die PS/2-Buchsen für Tastatur und Maus sterben allerdings aus, sie sind fast nur noch an Docking-Stationen vorhanden. Diskettenlaufwerke sind mittlerweile komplett verschwunden, bei einigen Notebooks aber per Wechselschacht-Modul doch wieder integrierbar (notfalls bei allen per USB). Ebenso sind die in Notebooks auch früher kaum integrierten Schnittstellen SCSI und ISDN wieder verschwunden, lassen sich aber per Steckkarten nachrüsten.

Die meisten Detaileigenschaften wie ein guter VGA-Ausgang, Gigabit-LAN, Bluetooth 2.0 oder schnelles WLAN sind nicht eindeutig den Business- oder Multimedia-Notebooks zuzuordnen, sondern in beiden Segmenten gleich häufig vertreten. Lediglich wenige Spezialitäten wie das Booten per LAN oder das hierzulande wenig nützliche WLAN nach IEEE 802.11a sind häufiger in Business-Geräten anzutreffen.

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Solche Ständer stellen das Notebook schräg, heben sein Display auf Augenhöhe und erfordern eine externe Tastatur - ein einfacher Weg, ergonomischer zu arbeiten.Vergrößern

Einen TV-Tuner findet man in keinem Business-Gerät, auch keinen HDMI-Ausgang. In der turbulenten deutschen TV-Landschaft mag es derzeit zwischen analog und digital, Kabel und Satellit, verschlüsselt und unverschlüsselt aber eher von Vorteil sein, einen externen Tuner zu nutzen, den man bei Bedarf austauscht. Einige im Geschäftsalltag zunächst ungerne gesehene Komponenten gehören mittlerweile zum Standard, beispielsweise die anfangs als Videolieferant verpönten DVD-Laufwerke oder die scheinbar nur zum Klauen von Firmengeheimnissen nützlichen CD-Brenner. Ähnlich werden in einigen Jahren Blue-ray- oder HD-DVD-Laufwerke zum Standard gehören, vielleicht auch die HDMI-Schnittstelle. SPDIF, obwohl in den meisten Codecs eingebaut, fehlt bei vielen Business-Geräten.

Neuere Schnittstellen wie eSATA, FireWire 800 oder die Funkstandards WiMax und 802.11n findet man noch nicht in Notebooks; bestenfalls sind einige schon mit Antennen für 11n ausgerüstet. Manches lässt sich per Steckkarte nachrüsten. Passend zu ersten UMTS-Datenflatrates (um 50 Euro im Monat) erscheinen erste Notebooks mit UMTS-Modem und SIM-Karten-Slot. Der erste Test eines Lenovo Thinkpad X60 hinterließ allerdings noch den Eindruck einer unausgereiften Lösung [1]. Business-Notebooks mit UMTS gibt es außerdem von Acer, Fujitsu Siemens, Dell und HP. Per Steckkarte (derzeit nur CardBus, ab Jahresende auch ExpressCard) oder etwas umständlicher per UMTS-Mobiltelefon kann man allerdings jedes Notebook ins Internet bringen.

Sicherheit

Viele Business-Notebooks sind mit Sicherheits-Features ausgestattet. Dazu gehören ein TPM-Chip und Zugangskontrollen wie SmardCard-Einschub, Fingerabdruckscanner oder ein erweiterter BIOS-Schutz.

Der TPM-Chip lässt sich bei allen Geräten ausschalten. Ist er aktiviert, benötigt er zusätzliche Software. Er dient hauptsächlich der Speicherung von Passwörtern beispielsweise zur Verschlüsselung von E-Mails oder für VPN- und WLAN-Netze. Aber auch ganze Verzeichnisse lassen sich per TPM verschlüsseln. Hauptsächlich lohnt sich der Einsatz eines TPM-Chips (auch aufgrund der recht komplexen Verwaltung der Zertifikate und der Schwierigkeit beim Umlagern der geschützten Daten auf ein anderes System) in einem größeren IT-Umfeld mit entsprechender Administration.

Die anderen Zugangskontrollen ersetzen hauptsächlich die Passwort-Eingabe von Windows. Anwender können sich dann per Fingerabdruck oder SmardCard anmelden. Einige Systeme bieten zusätzlich verschlüsselte Unterverzeichnisse auf der Festplatte, die ebenfalls nur per SmartCard oder Fingerabdruck zugänglich sind.

Wer die ganzen Sicherheits-Funktionen nicht nutzen möchte, lässt einfach den TPM-Chip ausgeschaltet und deinstalliert die SmartCard/Fingerabdruck-Software – schon benimmt sich das Notebook wie jedes andere.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station mit 15-Zoll-Display (4:3) oder 15,4-Zoll-Display (16:10)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Acer Travelmate 4672LMi/WLMi15 / 15,4Core DuoGMA950 / X1400ca. 1500 EUR-
Acer Travelmate 820015,4Core DuoX1600ca. 3000 EURc't 6/06, S. 164
Dell Latitude D82015,4Core DuoGMA950ca. 1300 EUR-
Fujitsu Siemens Lifebook C141015 / 15,4Core DuoGMA950ca. 1300 EURc't 18/06, S. 144
Fujitsu Siemens Lifebook E8n1015 / 15,4Core DuoGMA950 / X1400ca. 1500 EUR-
HP Compaq nc632015Core DuoGMA950ca. 1300 EUR-
HP Compaq nx7400 / nc843015,4Core DuoGMA950 / X1600ca. 1100 EURc't 20/05, S. 82 (*7)
Lenovo Thinkpad R6015Core DuoGMA950 / X1400 (*6)ca. 1200 EURc't 18/04, S.128 (*7)
Lenovo Thinkpad T6015Core DuoGMA950 / X1400 (*6) ca. 1500 EURc't 4/04, S. 74 (*7)
Samsung P5015Core DuoGMA950 / Go7400k. A.-
Samsung P6015,4Core DuoX1600k. A.-
Sony Vaio VGN-BX195 / 19615 / 15,4Pentium MGMA900 / X700ca. 1400 EUR-
Toshiba Tecra A7 / A815,4Core DuoM200 / X1400 (*6)ca. 1000 EUR-
Toshiba Tecra S315Pentium MGo6600ca. 1900 EUR-
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 auch mit langsameren Grafikchips erhältlich   *7 Test eines Vorgängermodells; Testergebnisse daher nur eingeschränkt auf dieses Modell übertragbar

Konfiguration

Ob ein Kunde sein Notebook individuell zusammenstellen kann, hängt weniger von der Baureihe ab, sondern vom Anbieter: Beispielsweise können Dell-Kunden jedes Modell flexibel konfigurieren; Lenovo hat die meisten wesentlichen Ausstattungsvarianten als einzelne Modelle im Programm. HP hat im US-Shop einen flexiblen Konfigurator, der in Deutschland allerdings nicht verfügbar ist – auf der Homepage sind nur vergleichsweise wenige Konfigurationen zu finden. Acer bietet von einigen Geräten wie dem Business-Flaggschiff Travelmate 8200 derzeit nur eine immerhin reichhaltig ausgestattete Konfiguration an.

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Dells D/Bay-Anschluss versorgt externe Festplatten und DVD-Laufwerke mit genügend Strom, passt aber nur in entsprechend erweiterte USB-Buchsen. HP hat ein ähnliches, nicht kompatibles System entwickelt.Vergrößern

Besonders wenn die Geräte mit mehreren Akkukapazitäten, Display-Größen oder -Auflösungen lieferbar sind, kommt schnell der Wunsch nach einer individuellen Konfiguration auf. Ab einer gewissen Stückzahl bekommt der Kunde zwar, was er will, aber kleinere Büros erreichen diese Stückzahlen kaum, gerade wenn nicht jeder Mitarbeiter das gleiche Modell bekommen soll. Wenn der Anbieter nicht weiter helfen möchte, hilft manchmal der Blick zu Zwischenhändlern: Einige bieten zusätzliche Konfigurationen an oder erklären sich bereit, kleine Änderungen wie eine andere Festplatte oder zusätzlichen Hauptspeicher durchzuführen.

Die Barebone-Anbieter haben in diesem Punkt einen Vorteil, denn sie bestücken üblicherweise sowieso jedes Gerät einzeln. Viele bieten daher an, alle Komponenten frei zu wählen.

Wer etwas anderes als Windows XP Professional (die Home-Edition ist bei nur wenigen Business-Geräten lieferbar) einsetzen will, sollte sich vor dem Kauf intensiv beraten lassen. Einige Hersteller validieren ihre Geräte für Windows 2000 und stellen Treiber zum Download bereit, doch Notebooks mit vorinstalliertem Windows 2000 sind nicht mehr auf dem Markt. Für Windows NT sieht die Treiberlage noch schlechter aus. Kaum ein Notebook läuft von sich aus problemlos unter diesen alten Windows-Versionen.

Deutlich besser sieht die Zukunftssicherheit aus: Alle Notebooks mit halbwegs aktuellen Chipsätzen und Grafikchips erreichen zumindest die erste Eignungsstufe von Windows Vista.

Linux fristet ein Schattendasein, laut einiger Gerätehersteller fragen weniger als ein Prozent der Kunden danach. Nur HP und Lenovo bieten überhaupt zeitweise Notebooks mit installiertem Linux an, aber selbst diese Vorinstallationen unterstützen nicht alle eingebauten Komponenten [2]. Auch mit Handarbeit kommt man nicht immer weiter [3]. Ohne Windows-Lizenz sind nur wenige Modelle – fast ausschließlich von den kleinen Anbietern – erhältlich.

Wer 64-Bit-Windows benötigt, ist auf Notebooks mit AMDs Turion64 und Intels in Notebooks noch kaum anzutreffenden Core 2 Duo (Codename Merom) angewiesen. Der Hauptvorteil – mehr als 4 GByte Speicher – lässt sich allerdings in aktuellen Notebooks nicht nutzen.

Docking-Stationen

Die meisten Notebooks sind mittlerweile leistungsfähig genug, um den PC am Arbeitsplatz zu ersetzen. Größter Nachteil sind das Display – es sitzt zu tief und hat eine deutlich schlechtere Qualität als TFT-Monitore – und die Tastatur, der einige Tasten fehlen. Nach der Bildschirmarbeitsverordnung – 1996 aufgrund einer EU-Richtlinie eingeführt – müssen Display und Tastatur sowieso getrennt bewegt und eingestellt werden können, was praktisch nur mit extern angeschlossener Tastatur und Anzeige möglich ist [4]. Notebooks sind zwar ausgenommen, aber nur im mobilen Einsatz – stationär betrieben fallen sie unter die Verordnung. Die Ständer, bei denen man eine externe Tastatur nutzt und das Notebook so aufrichtet, dass das Display auf Augenhöhe ist, erfüllen die Verordnung nur bedingt, weil sie verlangt, dass das "Bildschirmgerät frei und leicht drehbar" ist.

Diese Nachteile lassen sich am einfachsten mit einer Docking-Station beheben. Sie steht ständig am Arbeitsplatz und Monitor, Tastatur sowie Maus bleiben dort angeschlossen, ebenso wie Netzwerk, Lautsprecher, Drucker, Scanner oder externe Festplatten. Als Nebeneffekt vermeidet man einen der häufigsten Ausfallgründe für Notebooks: Ein umgekipptes Getränk kann nicht mehr das gesamte Notebook außer Gefecht setzen, sondern zerstört schlimmstenfalls die Tastatur, die man mit wenigen Handgriffen wechseln kann. Wenn man nur den externen Monitor nutzt und das Display ausschaltet, schont man zudem dessen Hintergrundbeleuchtung.

Fast alle Docking-Stationen sind mittlerweile mit einem DVI-Ausgang ausgestattet, durch den der Monitor ein unverfälschtes Digitalsignal bekommt – der bei den meisten Notebooks schlechte VGA-Ausgang fällt damit weniger ins Gewicht. Fast immer gehört auch ein Netzteil zum Lieferumfang. Oftmals haben die Docking-Stationen zusätzliche Schnittstellen, beispielsweise sind die zwar vorhandenen, aber am Notebook nicht herausgeführten Anschlüsse für RS-232, Parallel, PS/2, TV oder SPDIF dann nutzbar.

Viele haben einen eigenen Netzschalter, sodass man das zugeklappte Notebook sofort eindocken und einschalten kann – damit lässt es sich sogar in einem Regal oder auf einem Rollcontainer unter dem Tisch verstauen, wenn man Platz fürs Öffnen des DVD-Laufwerks lässt.Aufwendige Docking-Stationen haben einen Einschub für ein Wechselschachtmodul, sodass man beispielsweise beim Eindocken automatisch eine zweite Festplatte vorfindet – per USB-Laufwerk lässt sich der gleiche Effekt erzielen. Einige haben auch einen Steckkarten-Einschub nach ExpressCard- oder CardBus-Standard. Docking-Stationen mit PCI-Slot gibt es kaum noch, zumal darin nur wenige Karten problemlos funktionieren. Die meisten Ausschlussprobleme lassen sich inzwischen aber auch per USB oder CardBus/ExpressCard lösen. Beispielsweise bietet Village Tronic ein CardBus-Grafikmodul mit zwei Monitoranschlüssen an [5].

Selbst günstige Docking-Stationen sind mit rund 100 bis 150 Euro nicht allzu billig, aber kosten allemal weniger als ein stationärer PC, mit dem man zudem die Daten laufend abgleichen müsste.

Die per USB 2.0 angeschlossenen Docking-Stationen, die es von vielen Notebook- und Zubehörherstellern gibt, haben einige Nachteile: Ihre Anschlüsse für PS/2, RS-232, Parallel und LAN benötigen spezielle Treiber, denn es handelt sich nicht um die Notebook-Schnittstellen. Besonders am Parallel- und RS-232-Port läuft daher lange nicht jedes alte Peripherie-Gerät. VGA und DVI lassen sich gar nicht per USB 2.0 tunneln, und auch ein Netzanschluss fehlt. Wer seine Peripherie per USB-Docking anschließt, muss also zusätzlich Netzteil und Monitor direkt am Notebook einstecken – unpraktisch.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station mit 17-Zoll-Display
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
HP Compaq nx942017 (16:10)Core DuoX1600ca. 1600 EUR-
Sony Vaio VGN-BX19717 (16:10)Pentium MX700ca. 2400 EUR-
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung

Zubehör

Je teurer das Zubehör, desto lieber möchte man es an alle Notebooks des Betriebs anschließen oder nach dem nächsten Notebook-Kauf weiter verwenden können. Genau das versprechen die großen Notebook-Anbieter: Docking-Stationen und Wechselschachtmodule bleiben über mehrere Gerätegenerationen austauschbar.

Bei Docking-Stationen hat erst vor kurzem der Umschwung zu PCI Express stattgefunden, sodass die aktuellen Modelle eine Weile halten dürften. Erst die Integration neuer Schnittstellen wie eSATA oder HDMI in Business-Notebooks dürfte den Bedarf nach neuen Docking-Stationen wecken. Meist passen mehrere Notebook-Modelle in die gleichen Docking-Stationen. Die jeweils kleinsten Modelle wie das Fujitsu Siemens Lifebook P7120, HP Compaq nc2400 oder Lenovo Thinkpad X60 benötigen allerdings eigene Docking-Lösungen, das Dell Latitude X1 unterstützt gar keine. Lediglich Acers 12-Zoll-Notebook Travelmate 3000 passt an die gleichen Docks wie die größeren Travelmates.

Dell und HP haben sich auch des Problems angenommen, dass der USB-Port zu wenig Strom bereitstellt, um Festplatten und DVD-Laufwerke zu versorgen. Sie haben USB-Laufwerksgehäuse mit verstärkter Stromversorgung entworfen, die sich an den entsprechend erweiterten Buchsen ohne Netzteil betreiben lassen. Das ist praktisch, aber funktioniert halt nur an den Notebooks eines Herstellers. Für 3,5-Zoll-Platten ist allerdings auch die zusätzliche Stromversorgung zu schwach, sodass für viele Fälle sowieso ein normales FireWire/USB-Laufwerk mit Netzteil die praktischste Lösung ist.

Service

Die Anbieter der Business-Notebooks haben vielfältige Serviceoptionen im Programm. Wer notfalls ein paar Tage auf sein Notebook verzichten kann, weil noch ein PC bereitsteht, kommt vielleicht mit der Basisgarantie aus. Ob man im Garantiefall lieber das Notebook schnell selbst zur Post bringt oder es von einem Paketdienst abholen lässt, ist dann eine Geschmacks- und Organisationsfrage. Ist man jedoch auf das Notebook angewiesen, sollte man einen Vor-Ort-Reparaturservice vereinbaren, möglichst mit Reaktion am nächsten Werktag. Noch wichtiger ist diese Option auf Geschäftsreisen; je nach Zielorten ist daher eine europaweite oder weltweite Vor-Ort-Reparaturoption empfehlenswert.

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Separate Akkuladegeräte erleichtern den Umgang mit mehreren Akkus, so kann man sie ohne Eingriff über Nacht laden.Vergrößern

Falls die Reparatur nicht gelingt, stellen einige Anbieter optional ein imagekompatibles Austauschgerät; der Techniker setzt dort die Festplatte des defekten Geräts ein und der Anwender kann sofort mit seiner gewohnten Konfiguration weiter arbeiten. Das klappt natürlich nur dann, wenn nicht die Festplatte defekt ist – auch die beste Garantie ersetzt keine regelmäßigen Backups.

Wie sehr die Notebook-Käufer mit dem Service der Hersteller zufrieden sind, haben wir schon mehrmals in Umfragen untersucht [6]. Dort waren fast 80 Prozent der Kunden mit dem Service von Dell, Lenovo und Samsung zufrieden, fast 70 Prozent mit Acer, HP und Toshiba; Fujitsu Siemens lag bei etwa 60 Prozent. Wie gut der Service der kleinen Barebone-Anbieter ist, lässt sich mit der Umfrage jedoch nicht feststellen, weil ihr Marktanteil zu klein ist.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station (Workstation-Notebooks mit OpenGL-Grafikchip)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Dell Latitude D620/D82014,1 / 15,4 Core DuoQuadro NVS 100Mca. 1200 EUR-
Dell Precision M6515,4 (16:10)Core DuoQuadro FX350Mca. 1500 EURc't 11/05, S. 138 (*7)
Dell Precision M9017 (16:10)Core DuoQuadro FX2500M (*6)ca. 2000 EUR-
Fujitsu Siemens Celsius H24015,4 (16:10)Core DuoFireGL V5200ca. 2500 EURc't 11/05, S. 138 (*7)
HP Compaq nw844015,4 (16:10)Core DuoFireGL V5200ca. 3800 EUR-
HP Compaq nw944017 (16:10)Core DuoQuadro FX1500ca. 4000 EUR-
Lenovo Thinkpad T60p14,1 / 15 (4:3)Core DuoFireGL V5200ca. 2500 EUR-
Toshiba Tecra M514,1 (4:3)Core DuoQuadro NVS 100Mca. 2200 EURc't 18/06, S. 144
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 auch mit langsameren Grafikchips erhältlich   *7 Test eines Vorgängermodells; Testergebnisse daher nur eingeschränkt auf dieses Modell übertragbar

Acer

Unter dem Titel Travelmate bietet Acer eine Vielzahl von Notebooks an, die fast alle Kombinationen aus AMD- oder Intel-Prozessoren mit integrierter Grafik oder Grafikchips von Nvidia und ATI abdecken, sogar mehrere Tablet PCs sind erhältlich. Insgesamt fehlt nur wenig, beispielsweise Modelle mit Workstation-Grafikchips, doch nur etwa die Hälfte der Modelle unterstützt eine Docking-Station. Auf den ersten Blick ähneln sich die Travelmates und die multimediaorientierten Aspires, offensichtlich nutzt Acer bei einigen Modellen identische Mainboards. Doch bekommen die Travelmates energiesparendere Grafikchips, etwas andere Schnittstellen und meist matte Displays.

Einige wenige Modelle sind mit einem Wechselschacht ausgestattet, der jedoch nur wenig Flexibilität bietet, weil die meisten Akku- und Festplatten-Einschübe nur auf ein Modell passen; zusätzliche optische Laufwerke bietet Acer gar nicht an. Die billigsten Travelmates kosten um 800 Euro, ihnen fehlt allerdings der Anschluss für eine Docking-Station. Einige von ihnen stattet Acer nur mit der Home-Edition von Windows XP aus.

Für die aktuellen Modelle kommen zwei Docking-Stationen in Frage. Beide haben einen DVI-Ausgang, die größere hat Steckplätze für CardBus- und ExpressCard-Module. Für 69 Euro ist zudem eine kleine Kabelpeitsche für den an der Rückseite sitzenden Docking-Anschluss lieferbar, die nur RS-232-, PS/2- und Parallel-Port nutzbar macht – praktisch, falls diese Schnittstellen fehlen. Der Anwender bekommt eine zweijährige Garantie und kann im ersten Jahr davon alle weltweiten Reparaturwerkstätten in Anspruch nehmen. Nur zwei Erweiterungen sind erhältlich: Für 119 Euro bekommt man eine Garantieverlängerung auf drei Jahre innerhalb Europas inklusive Abholung/Auslieferung des Notebooks innerhalb Deutschlands. Für 149 Euro ist zusätzlich eine Kaskoversicherung mit 100 Euro Selbstbeteiligung und die Erweiterung auf weltweiten Service enthalten. Eine Vor-Ort-Reparatur oder Austauschgeräte bietet Acer nicht an. Mitte September hat Acer ein neues Docking-Konzept und ein erstes dazu passendes Notebook vorgestellt, doch beide haben wir noch keinem Test unterziehen können.

Dell

Dell hat zwei Business-Serien im Programm, die Latitudes für den normalen Geschäftseinsatz und die mobilen Workstations der Precision-Serie mit Quadro- oder FireGL-Grafikchip. Einige Latitudes wie das D620 und D820 stattet Dell wahlweise mit integrierter Grafik oder ebenfalls einem dieser Workstation-Chips aus. Früher ähnelten sich die Latitudes und Consumer-Geräte der Inspiron-Serie, doch mittlerweile sind beide eigenständig. Das Precision M65 ist ein erweitertes Latitude D820, das M90 stammt vom Inspiron 9400 ab.

Für die Precision-Notebooks gibt es eine Docking-Station, für die Latitudes der D-Serie gleich zwei. Die teurere davon hat nicht nur einen Wechselschacht-Einschub, der auch Zweitakkus lädt, sondern nimmt zusätzlich eine PCI-Karte auf. Für das Latitude X1 und 120L existiert keine Docking-Lösung.

Die Modelle sind in vielfältigen Konfigurationen erhältlich, jedoch nicht immer in allen Kombinationen. Auch macht es die Vielzahl von ständig wechselnden Sonderaktionen schwierig, überhaupt einen über längere Zeit vergleichbaren Preis anzugeben. Die in Zeitschriften beworbenen Sonderangebote kennt Dells Warenwirtschaftssystem oft erst einige Tage nach der Veröffentlichung der Anzeigen. Zum Preis kommen Versandkosten von etwa 75 Euro hinzu – es sei denn, sie entfallen gerade mal im Rahmen einer Sonderaktion.

Die meisten Modelle haben eine dreijährige Garantie mit Vor-Ort-Reparatur am nächsten Werktag. Sie lässt sich für 168 Euro auf vier Jahre erweitern. Eine Diebstahl- und eine Art Kaskoversicherung sind ebenfalls wählbar, auch ein Vor-Ort-Service mit Reparatur am gleichen Tag. Die günstigen Modelle kommen mit einer einjährigen Garantie, die sich beispielsweise für 245 Euro auf die Standardgarantie der teureren Modelle erweitern lässt. Viele Garantie-Optionen stehen nicht nur für die Latitude- und Precision-Modelle zur Verfügung, sondern auch für die der Inspiron-Serie.

Fujitsu Siemens

Fujitsu Siemens hat sich schon lange mit den Lifebooks einen guten Namen gemacht. Vor einigen Jahren kam die preiswerte Consumer-Serie Amilo hinzu, die anfangs nicht für den professionellen Einsatz konzipiert war. Doch der Kostendruck zwang Fujitsu Siemens schließlich zu einer günstigen Profiserie auf Basis der Amilos: Der Amilo Pro war geboren. Die noch vor einigen Jahren eigenständige Workstation-Serie Celsius besteht inzwischen aus Lifebook-Modellen mit Workstation-Grafikchip. Als weitere Serie gibt es die Tablet PCs der Stylistic-Serie in Slate-Bauform, also ohne Tastatur und ohne bewegliches Display.

Die Differenzierung zwischen den Serien fällt Fujitsu Siemens selbst schon schwer. So heißt es zum Amilo Pro V: "Dieses professionelle Allround Notebook bietet Desktop Leistung zu einem günstigen Preis", zum Lifebook C: "Dieses professionelle Allround Notebook bietet viel Leistung zu einem erschwinglichen Preis." Einige Modelle des Amilo Pro unterstützen zwar eine Docking-Station, die hat aber weder DVI-Ausgang noch Netzschalter.

Unter den Lifebooks finden sich viele interessante Geräte, darunter zwei Tablet PCs in Convertible-Bauform sowie das Mininotebook P7120 mit optischem Laufwerk, 10-Zoll-Display und nur 1,3 Kilogramm Gewicht. Die Zubehörkompatibilität steht bei Fujitsu Siemens allerdings nicht im Vordergrund: Nur das Lifebook C, E, S7110 und das Celsius H nutzen die gleiche Docking-Station (mit DVI-Ausgang, aber ohne Wechselschachteinschub und PCMCIA-Schacht), dort findet zudem gerade ein Modellwechsel statt. Die anderen Lifebook-Reihen (P, Q, T und das S2110) haben eigene Docking-Stationen, von denen nur die für das Lifebook T eine DVI-Buchse hat. Für das Lifebook P, S7110 und T gibt es ein Akkuladegerät.

Auf die meisten Lifebooks gewährt Fujitsu Siemens eine dreijährige Garantie. Vielfältige Erweiterungen sind möglich, beispielsweise kostet für das Lifebook E und S eine fünfjährige Garantie 94 Euro, eine dreijährige mit Vor-Ort-Reparaturen am nächsten Werktag 93 Euro. Für einige wie das Lifebook P ist allerdings keine Vor-Ort-Reparatur erhältlich.

HP

Durch den Zukauf des Konkurrenten Compaq vor einigen Jahren übernahm HP weitere Notebook-Serien, worauf das große Aufräumen begann. Mittlerweile heißt die Business-Serie Compaq, die für Privatanwender Pavilion; sie unterscheiden sich in vielen Aspekten voneinander. Die Compaqs bieten für fast jeden Geschmack etwas, darunter Tablet PCs in Convertible-Bauform, zwei Notebooks mit Workstation-Grafikchip und einige günstige Einstiegsmodelle wie das Compaq nx6325 für etwa 700 Euro.

Derzeit sind zwei Docking-Stationen erhältlich, die an fast alle Modelle passen. Lediglich das 1,3 Kilogramm leichte Compaq nc2400 benötigt eine eigene, für das Compaq nx6110 gibt es keine. Die größere Docking-Station kostet etwa 180 Euro und hat einen Einschub für ein Wechselschachtmodul sowie eine ExpressCard. Im Herbst soll eine Docking-Station mit eingebautem NAS erscheinen; der Mini-Server stellt seine 3,5-Zoll-Festplatte und zwei extern anschließbare USB-Geräte auch dann anderen Rechnern im Netzwerk zur Verfügung, wenn das Notebook nicht eingedockt ist.

Unter die meisten Compaq-Modelle lässt sich ein Zweitakku klemmen, der etwa 150 Euro kostet und die Laufzeit mindestens verdoppelt. Auch mit untergeschnalltem Akku passen sie in die Docking-Station. Die Basisgarantie beträgt ein Jahr und lässt sich vielseitig erweitern. Ein dreijähriger Vor-Ort-Service mit Reparatur am nächsten Werktag kostet beispielsweise etwa 320 Euro.

Lenovo

Nach dem Kauf der PC- und Notebook-Sparte von IBM bietet nun Lenovo die Thinkpads an und fĂĽhrt die bisherigen Serien weiter. Die eigenen Serien ohne Thinkpad im Namen platziert Lenovo zwar auch fĂĽr kleine Unternehmen, aber ihnen fehlen Details wie Docking-Anschluss oder optionale Zweitakkus; sie nutzen andere Chassis als die Thinkpads.

Lenovo bietet fünf Thinkpad-Serien an, wobei die R-, T- und Z-Serie mit zwei unterschiedlichen Display-Größen lieferbar sind und dabei jeweils unterschiedliche Gehäuse haben. So ist das Z60t mit 14-Zoll-Panel im Breitformat einige Zentimeter schmaler und vor allem fast ein Kilogramm leichter als das Z60m mit 15,4-Zoll-Breitformat-Display. Jedes Modell ist in vielfältigen Konfigurationen lieferbar, beispielsweise sind derzeit Z60m-Modelle mit Celeron M für etwa 700 Euro im Handel. Für den Interessenten wird das schnell unübersichtlich und schwer vergleichbar, weil sie sich in vielen Details wie Display-Auflösung, Grafikchip, WLAN-Modul oder Akkukapazität unterscheiden.

Bei den Docking-Stationen hat Lenovo gerade einen Generationswechsel durchgeführt: Die Notebooks der R60-, T60- und Z60-Reihe passen nur auf die Docking-Stationen der neuen Advanced-Reihe, die bislang aus drei Modellen besteht. Einen DVI-Ausgang gibts im Einstiegsmodell für 150 Euro noch nicht, erst im 230 Euro teuren mittleren Modell. Das größte hat zusätzlich einen Kartenleser, einen Wechselschacht und einen Steckplatz für eine halbhohe PCI-Express-Steckkarte. Die Subnotebooks der X-Serie benötigen eigene Docking-Stationen. Die Modelle der günstigen Re-Serie (R50e, R51e, R60e) haben keinen Docking-Anschluss.

Lenovo gewährt je nach Modell eine ein- bis dreijährige Garantie, die sich auf bis zu vier Jahre verlängern und auch um eine Vor-Ort-Reparatur erweitern lässt.

Toshiba

Gleich drei Serien schmückt Toshiba mit dem Business-Etikett: Die Tecra-Serie, die besonders leichten Portégés und die günstigen Satellite Pro. Die Geräte der letztgenannten Serie unterscheiden sich von denen der Satellite-Serie hauptsächlich dadurch, dass Windows XP Professionell statt Home installiert ist; Docking-Anschluss und Wechselschacht fehlen.

Die Tecras umfassen mehrere Baureihen, darunter auch zwei Tablet PCs mit 14-Zoll-Display. Einen Workstation-Grafikchip gibts nur im 14-Zoll-Modell M5, ein Modell mit 17-Zoll-Display fehlt. Die A3X-Geräte mit Preisen ab 700 Euro gehören zu den billigsten Notebooks mit optionaler Docking-Station. Die Portégé-Serie besteht aus zwei Tablet PCs mit 12-Zoll-Display und einem Subnotebook.

Für die aktuellen Tecra-Modelle steht eine 250 Euro teure Docking-Station mit DVI-Buchse zur Verfügung, die aber weder Wechselmodule noch PCMCIA-Karten aufnimmt. Das Subnotebook Portégé R benötigt eine eigene Docking-Station, die keinen DVI-Ausgang hat. Auf der umfangreichen Zubehörliste findet man auch Ladegeräte für die Akkus.

Je nach Modell gewährt Toshiba eine ein- bis dreijährige Garantie, die sich umfangreich erweitern lässt, beispielsweise auf Vor-Ort-Reparaturen inklusive Stellen eines imagekompatiblen Austauschgeräts, falls die Reparatur misslingt.

Sonstige

Wer Mac OS X nutzen möchte, kommt an Apple-Notebooks nicht vorbei, sodass sie sich oft im professionellen Einsatz befinden – auch wenn Apple außer den notwendigen Adaptern für VGA, DVI und TV kein modellspezifisches Zubehör anbietet. Vor allem fehlt eine Docking-Station, sodass die Design- und Ergonomie-verwöhnten Apple-Fans ihr schickes Notebook mit an beiden Querseiten eingesteckten Kabeln verunstalten müssen, wenn sie es mit externer Tastatur und Anzeige nutzen wollen. Davon abgesehen haben die Geräte eine professionelle Ausstattung, die Pro-Modelle zudem gute, nicht spiegelnde Displays. Apple gewährt allerdings nur eine kurze Garantie von einem Jahr. Für happige 429 Euro Aufpreis verlängert sich die Garantie auf drei Jahre, umfasst aber immer noch keine Vor-Ort-Reparaturen.

Asus hat zwar eine Docking-Station im Angebot, verkauft aber derzeit nur zwei dazu passende Notebooks, das A3FP und das M6Va. Zudem hat die Docking-Station nur wenige Anschlüsse, beispielsweise fehlen Audiobuchsen und DVI-Ausgang. Im September hat Asus eine neue Business-Serie samt Docking-Station vorgestellt, für einen Test standen sie noch nicht bereit.Die Garantie beträgt zwei Jahre und ist weltweit gültig. Für 149 Euro lässt sie sich auf drei Jahre erweitern; Vor-Ort-Reparaturen bietet Asus nicht an.

LG Electronics bietet für mehrere Modelle Docking-Stationen an. Eine klare Abgrenzung zwischen Business- und Entertainment-Geräten macht LG allerdings nicht. Subnotebooks mit Docking-Anschluss fehlen, Modelle mit Workstation-Grafikchip ebenfalls. LG gewährt eine zweijährige Garantie, bietet aber keine Erweiterungen an.

Panasonic hat fĂĽr einige Modelle wie das Toughbook CF-18, CF-51 oder CF-73 untereinander nicht austauschbare Docking-Stationen im Programm, gibt darĂĽber aber nur wenig Auskunft. Die Suche nach der Produktnummer fĂĽhrt auf der deutschen Toughbook-Seite zu keinem Treffer, aber bei den Preissuchmaschinen findet man beispielsweise das Modell CF-VEBU05U fĂĽr das Toughbook CF-T4/W4. Mit lediglich vier USB-Ports, VGA und LAN ist es allerdings sehr dĂĽrftig ausgestattet.

Die Docking-Station von Samsung passt an viele Modelle der M-, X- und R-Serie und kostet etwa 200 Euro. Sie passt auch an die Geräte der Business-Serie, die Samsung vor kurzem aufgelegt hat und die derzeit nur aus den zwei Modellen P50 (15 Zoll 4:3) und P60 (15,4 Zoll 16:10) besteht. Preise will Samsung nicht nennen, sondern nur projektbezogene Angebote erstellen. Die zweijährige Garantie lässt sich auf drei Jahre erweitern, eine Vor-Ort-Reparatur gibt es nicht. Samsung hat vor kurzem neue Modelle vorgestellt, Details dazu nennt c't 19, S. 46.

Auch Sony hat erst vor kurzem eine explizite Business-Serie aufgebaut, die BX-Reihe. Sie umfasst vier Modelle unterschiedlicher Bauform (14, 15,4 und 17 Zoll im Breitformat, 15 Zoll im 4:3-Format), für die eine einheitliche Docking-Station bereitsteht. Sie kostet 230 Euro und hat zusätzlich zu den üblichen Anschlüssen einen Wechselschacht-Einschub und einen Steckplatz zum Laden eines zweiten Akkus. Der DVI-Ausgang funktioniert allerdings nur bei wenigen Notebook-Modellen. Die zweijährige Standardgarantie lässt sich erweitern, beispielsweise kostet ein dreijähriger Vor-Ort-Service mit Reaktion am nächsten Arbeitstag 330 Euro. Für andere Serien bietet Sony ebenfalls Docking-Stationen an, von denen einige (beispielsweise für die AR-, FE- und SZ-Geräte) eine DVI-Buchse haben.


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station (Tablet PCs)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Acer Travelmate C20012,1 (4:3)Pentium MGMA900ca. 2200 EURc't 8/06, S. 112
Acer Travelmate C31014,1 (4:3)Pentium MGo6200ca. 1700 EURc't 1/04, S. 128 (*6)
Fujitsu Siemens Lifebook T421012 (4:3)Core DuoGMA950ca. 2000 EURc't 8/06, S. 112 (*6)
Fujitsu Siemens Lifebook P15108,9 (16:9)Pentium M ULVGMA900ca. 1900 EURc't 8/06, S. 112
HP Compaq tc440012,1 (4:3)Core DuoGMA950ca. 2400 EURc't 21/05, S. 140 (*6)
Lenovo Thinkpad X4112,1 (4:3)Pentium M LVGMA900ca. 1800 EURc't 21/05, S. 140
Toshiba Portégé M40012,1 (4:3)Core DuoGMA950ca. 2900 EURc't 1/04, S. 128 (*6)
Toshiba Tecra M414,1 (4:3)Pentium MGo6600ca. 3500 EURc't 8/06, S. 112
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 Test eines Vorgängermodells; Testergebnisse daher nur eingeschränkt auf dieses Modell übertragbar


Fujitsu Siemens Lifebook T4210
Fujitsu Siemens Lifebook P1510
HP Compaq tc4400
Lenovo Thinkpad X41
Toshiba Portégé M400
Toshiba Tecra M4

Fazit

Die Business-Notebooks haben Vorzüge wie nicht spiegelnde Displays, Zweitakkus, lange Laufzeiten oder umfangreiche Garantieoptionen. Nutzt man das Notebook häufig am gleichen Platz, sollte man sich aus gesundheitlichen Gründen einen Monitor und eine Tastatur gönnen – und eine Docking-Station, die den Umgang damit vereinfacht. Die Austauschbarkeit des Zubehörs zwischen verschiedenen Modellen nutzt Einzelanwendern wenig; eher profitieren sie von der Einsetzbarkeit über mehrere Generationen hinweg.

Schon für kleine Büros kann hingegen eine durchdachte IT-Struktur mit gemeinsamem und über ein paar Jahre stabilem Zubehör-Pool von Vorteil sein. Sollen auf verschiedenen Notebooks die gleichen Anwendungen laufen, spart man zudem viel Zeit, wenn man die Installation eines Notebooks per Image-Datei auf andere überträgt. Diese Image-Stabilität über verschiedene Modelle hinweg bieten die großen Business-Serien, teils sogar unter Einbezug von Desktop-PCs.

Doch das Etikett Business entbindet den Käufer nicht von einem genauen Studium der Geräteeigenschaften. Vor allem den billigen Exemplaren fehlen einige der Vorzüge wie der Anschluss für Zweitakku oder Docking-Station. Umgekehrt haben einige Hersteller – vor allem diejenigen mit wenig ausgeprägter Business-Serie – einzelne Notebooks mit einigen dieser Vorzüge im Programm. Beispielsweise bieten Panasonic, Samsung und Sony für recht viele Notebooks Docking-Stationen an – gerade für Einzelanwender vielleicht eine gute Lösung.

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Docking-Stationen ermöglichen den komfortablen Anschluss stationärer Peripherie. HP packt sogar einen kleinen Netzwerk-Server (NAS) samt Festplatte und Druckeranschluss hinein.Vergrößern

Die Anbieter von Barebone-Geräten haben zwar keine ausgefeilten Business-Serien, aber viele interessante einzelne Notebooks mit teils recht umfangreichem Zubehör. Allerdings stellt sich die Frage, inwieweit man den kleinen Anbietern und ihren Servicepartnern zutraut, während der Nutzungsdauer des Notebooks zu überleben: Im Sommer haben IDC-Analysten festgestellt, dass der Marktanteil dieser Barebone-Anbieter weltweit schrumpft. Die Konsequenz sind nicht nur geringere Verkäufe der Firmen, sondern auch Pleiten: Gericom schrappte vor einigen Jahren nur knapp daran vorbei und betreibt das Notebook-Geschäft seitdem nur mit halber Kraft; Medion (auch nicht nur auf Notebooks beschränkt) vermeldet sinkende Umsätze. Einige deutlicher auf Notebooks fokussierte Firmen wie Lynx und Xeron mussten in den letzten Wochen Insolvenz anmelden; Alienware wurde von Dell übernommen, Faet hat den Besitzer gewechselt, die Umsätze bei Maxdata gehen zurück. Natürlich kann man von den Barebone-Anbietern nicht grundsätzlich abraten, die Pleite der Überlebenden steht keinesfalls kurz bevor – beispielsweise hat Issam im Gegenteil erst vor kurzem beschlossen, aufgrund des Erfolgs der Notebook-Sparte Smartbook diese als eigenständiges Unternehmen auszugliedern. Doch Insider berichten, dass vor allem die hohen Servicekosten die Gewinne auffressen.

Aber auch die Großen überleben nicht ewig: HP hat Compaq gekauft, Lenovo die PC- und Notebook-Sparte von IBM und im Zuge des Zusammenschlusses von Fujitsu und Siemens verschwanden die früher durchaus eigenständigen Notebooks aus Augsburg. Immerhin haben die neuen Besitzer (in den meisten Fällen) den kompletten Support für ältere Geräte übernommen. Im Unterschied dazu hatten bei den Pleiten der kleineren Hersteller angeblich einige Notebook-Besitzer sogar Schwierigkeiten, ihre gerade in Reparatur befindlichen Geräte aus der Konkursmasse zu retten.

Für welchen Hersteller und welche Kombination aus Vorzügen man sich auch entscheidet, mit ein paar Nachteilen gegenüber den Multimedia-Notebooks muss man leben: Die meisten Business-Geräte kosten etwas mehr, haben einen für 3D-Spiele nur eingeschränkt geeigneten Grafikchip und lassen Multimedia-Eigenschaften wie TV-Tuner oder SPDIF-Ausgang vermissen. Wer mit seinem Notebook hauptsächlich arbeitet, kann sich damit gut abfinden. Zudem sind durchaus einige Business-Geräte mit SPDIF oder gutem 3D-Chip lieferbar. (jow)

Literatur
[1] JĂĽrgen Rink, Mobil und vernetzt, Leichtes Subnotebook mit WLAN, Bluetooth und UMTS, www.heise.de/mobil/artikel/77924
[2] Oliver Diedrich, Tux mobil, HP Compaq nc6130 mit Ubuntu Linux, c't 14/05, S. 76
[3] Thorsten Leemhuis, Centrinix, Linux auf modernen Notebooks betreiben und Suspend-to-RAM nutzen, c't 15/06, S. 148
[4] Christian Kirsch, Ersatzbeschaffung, Taugen Notebooks als Desktop-Ersatz?, www.heise.de/mobil/artikel/54054
[5] Jörg Wirtgen, PC-Card-Grafik, Nachrüstbare DVI-Karte für Notebooks, c't 9/04, S. 71
[6] JĂĽrgen Rink, Wenn der Kunde zweimal klingelt, Erfahrungen mit dem Notebook-Service, c't 6/06, S. 178


Business-Notebooks mit Anschluss fĂĽr eine Docking-Station (preiswerte Modelle)
NameDisplay (*1)Prozessor (*2)Grafikchip (*3)Einstiegspreis (*4)Test in c't (*5)
Dell Latitude D52015 (4:3)Core DuoGMA950ca. 1000 EUR-
Fujitsu Siemens Amilo Pro V821015,4 (16:10)Core DuoGMA950ca. 1000 EUR-
HP Compaq nx632515 (4:3)Turion 64 X2M200ca. 700 EUR-
Lenovo Thinkpad Z60m15,4 (16:10)Pentium MGMA900 / X600 (*6)ca. 700 EUR-
Toshiba Tecra A3X15 (4:3)Pentium MGMA900ca. 700 EUR-
*1 Bildschirmdiagonale in Zoll und Seitenverhältnis   *2 einige Notebooks sind auch mit Celeron M statt Pentium M bzw. Core Duo oder mit Sempron statt Turion 64 erhältlich; der Einstiegspreis bezieht sich dann auf diese Prozessoren   *3 GMA900/GMA950 = Chipsatz-Grafik des Intel 915GM/945GM; 200M = Chipsatz-Grafik des ATI Mobility Xpress 200M; Xnnnn = ATI Mobility Radeon; Go nnnn = Nvidia GeForce Go; FireGL = ATI FireGL; Quadro = Nvidia Quadro   *4 Einstiegspreis in einfachster Ausstattung   *5 teilweise mit anderer Hardware-Ausstattung   *6 auch mit langsameren Grafikchips erhältlich