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Die Luxusklasse der Stand-alone-Navigationssysteme verspricht beste WegfĂĽhrung bei einfachster Handhabung.

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Lesezeit: 23 Min.
Von
  • Daniel LĂĽders
  • Peter Röbke-Doerr

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Günstige Navigationsgeräte bekommt man schon für unter 200 Euro, meist mit Unzulänglichkeiten in Bedienung, Streckenführung und Ausstattung. Die großen Brüder aus der Luxusklasse der Stand-alone-Navigationssysteme wollen es besser machen und versprechen beste Wegführung bei einfachster Handhabung.

Statt lästigem Kartenstudium überlässt man das Ausarbeiten von Routen am besten einem Navigationssystem. Wer von vermeintlichen Schnäppchen mittlerweile genug hat und bereit ist, ein paar Euro mehr zu investieren, landet schnell bei Premium-Geräten um 500 Euro. Sie sollen ausgereifte Navigationslösungen verknüpft mit leichter Bedienung aus einem Guss bieten.

Für 500 Euro erwarten wir Qualität, komfortable Touchscreen-Bedienung und laute Ansagen. Auch ein helles Display, das dem Sonnenlicht trotzt und eine stabile Navi-Software mit ausgereifter Streckenführung, mannigfaltigem Kartenmaterial und Point-of-Interest-Verwaltung sowie mehreren Sprachprofilen sollen an Bord sein. Bei so viel investiertem Geld könnten auch ein paar Extras wie Staumeldesystem (Traffic Message Channel, TMC), Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder MP3-Player zum Lieferumfang gehören.

Wir haben uns anhand dieser Kriterien angeschaut, ob der angehende Urlauber, aber auch der Geschäftsreisende, bei den All-in-One-Navis um 500 Euro fündig wird. Insgesamt sieben Kandidaten passen in das Schema. Drei bringen bereits TMC mit: Falk N200, Garmin C550 und der Klicktel Navigator K580. Der Navman ICN720 besitzt sogar eine integrierte Kamera, um Bilder von Orten aufzunehmen, zu denen man sich hinterher leiten lassen kann. Zwei Geräte (Magellan Roadmate 3000T, TomTom Go 710) könen mit Blitzer-Datenbanken versehen werden. Diese Aufzählungen fester Radarfallen, von der Polizei "Unfallschwerpunkte" genannt, dürfen zwar in Deutschland verkauft werden, allerdings ist der Einsatz gesetzeswidrig. Der Pioneer AVIC-S1 koppelt sich per Bluetooth mit Handys, um als Freisprecheinrichtung zu dienen, wie auch die Vertreter von Garmin und TomTom.


Bluetooth-Datenbank
Unsere Bluetooth-Datenbank führt Informationen über die wesentlichen Eigenschaften der Bluetooth-Geräte sowie über passende Gegenstellen. Die Ergebnisse des c't-Labors können Anwender mit eigenen Testresultaten und Erfahrungen ergänzen.

Ein empfindlicher SiRFstar-III-GPS-Chip ist bei allen Navigationssystemen dieser Klasse obligatorisch und auch einen Touchscreen zur schnellen Bedienung per Fingernagel oder Stift haben alle. Ebenso muss man nicht wie bei Billiggeräten (siehe [1]) auf Kartenmaterial von ganz Westeuropa verzichten und kann sich außer von einer deutschen auch von englischen oder französischen Stimmen leiten lassen. Die größten Qualitätsunterschiede bemerkt man allerdings nicht beim Blick auf die Feature-Liste, sondern im Praxistest: Eine von uns gewählte Teststrecke in Hannover mit komplizierten Kreuzungen, Tunnels, mehrspurigen Abzweigungen und versteckten Sackgassen sollte die Navis ins Schwitzen bringen.

Falk N200

Der entspiegelte Bildschirm des Falk Navigators N200 ist selbst bei heller Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die Stimme tönt laut genug aus dem Kistchen.

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Bei der Navigation lässt sich das System allzu oft von widersprüchlichen GPS-Daten irritieren und wähnt den Autofahrer teilweise auf der Gegenspur, an der falschen Abzweigung oder als schon abgebogen. Geht das GPS-Signal (beispielsweise im Tunnel) verloren, versucht das Gerät nach der letzten bekannten Geschwindigkeit und dem Standort die neue Position durch fragwürdige Extrapolation zu ermitteln: Wenn man im Tunnel oder unter einer Brücke zum Stehen kommt, spielt das System verrückt und die Karte dreht sich im Kreis. Bekommt es weiterhin kein GPS-Signal, dann fährt es einfach die geplante Strecke ab: Wenn das N200 sich am Zielpunkt wähnt, steht man eventuell noch immer im Elbtunnel im Stau.

Das System leitet nicht zuverlässig über komplizierte Verkehrsknoten und weist oft viel zu spät auf die richtige Abzweigung hin oder bleibt gleich ganz stumm. Durch zweideutige Anweisungen steigt die Verwirrung des Autofahrers und damit die Unfallgefahr. Im Test waren die berechneten Strecken zuweilen unvorteilhaft und das Kartenmaterial anscheinend etwas veraltet. Mehr als einmal lenkte das Gerät uns in eine Sackgasse oder gesperrte Straße.

An Bedienung und Funktionsumfang lässt sich wenig aussetzen. Das Losnavigieren gelingt auch ohne Blick in die Anleitung. Der MP3-Player spielt Musik bassarm, mit schrillen Höhen und zu leise ab. Es hilft auch nicht, wenn man den beigelegten Ohrhörer von Thompson durch einen höherwertigen ersetzt, ganz zu schweigen vom internen Lautsprecher, den man lieber nur für die eigentliche Navigation verwendet.

Garmin C550

Der Garmin C550 sticht mit einer völlig wackelfreien Halterung mit Kugelgelenk hervor, die sich problemlos abnehmen und verstellen lässt. Sein helles, entspiegeltes Display kann man auch bei hellem Tageslicht gut ablesen – für den flüchtigen Blick auf die Karte unerlässlich. Auf Wunsch passt der Garmin C550 die Display-Helligkeit an das Umgebungslicht an. Die Menüführung ist vorbildlich. Kaum ein anderes Gerät im Testfeld lässt sich so einfach bedienen wie Garmins C550.

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Durch eine Text-to-Speech-Engine kann der Garmin während der Navigation auch Straßennamen einigermaßen verständlich aufsagen. So braucht der Autofahrer keinen Blick auf das Display zu riskieren, sondern weiß immer genau, wo er sich gerade befindet. Die Sprachführung leitet ihn präzise und gibt auch Spurwechsel rechtzeitig bekannt. Unübersichtliche Kreuzungen, Kreisverkehr oder Autobahnkreuze – über alles leitete der Garmin-Navigator ohne Probleme. Die Anweisungen tönten dabei laut und deutlich aus den eingebauten Stereo-Boxen. Zum Musikhören mag man die kleinen Brüllwürfel allerdings nicht gebrauchen, weil der Sound bei hoher Lautstärke zu schrill klingt. Aus einem Kopfhörer wird man aber mit ausgewogenem und warmem Klang verwöhnt.

Bei der Bluetooth-Verbindung mit Handys gab es im Test Schwierigkeiten: eine Kopplung zu einem K700i von Sony-Ericsson klappte zwar problemlos, zum Telefonieren wollte sich das Gerät allerdings nicht bewegen lassen. Mit einem Motorola Razr v3i funktionierte es zwar, aber der Angerufene war kaum hörbar. Trotzdem gefällt der Garmin C550 durch seine simple Bedienung, feste Halterung und sichere Streckenführung.


Navigationssysteme (Teil 1)
ProduktFalk N200Garmin C550
HerstellerFalkGarmin
LieferumfangKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, Fahrrad-Halterung, USB-Kabel, Netzteil, Kopfhörer, TMC-Antenne, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, TMC-Antenne, Netzteil, Schutztasche, Kartenmaterial auf DVD
BetriebssystemWindows CE .Net 4.2k. A.
Kartenmaterial21 Länder (Westeuropa)33 Länder (Westeuropa)
Kartenmaterial vorinstalliert1-GByte-SD-Karteinterner Speicher
Sprachen620 (MenĂĽfĂĽhrung), 14 (Sprachausgabe)
StauinformationenTMCTMC
Kopfhörerbuchsev (3,5 mm)v (3,5 mm)
maximale Lautstärke74 dB (A)74 dB (A)
Unfallschwerpunkte (*1)--
Nachtmodusvv
SpeicherkartenslotSD-CardSD-Card
Display-TypTFT, mattTFT, matt
Display-Auflösung320 x 240320 x 240
Display-Leuchtdichte18...280 cd/m²2...285 cd/m²
Akkulaufzeit3,2 h7,5 h
Größe, Gewicht11 cm x 7,8 cm x 2,3 cm, 177 g11 cm x 8,5 cm x 5,5 cm, 260 g
BesonderheitenAnsage von StraĂźennamen
Bluetooth-Eigenschaften-
Preis500 EUR500 EUR
*1 Blitzanlagen   v vorhanden   – nicht vorhanden


Falk N200
Garmin C550

Klicktel Navigator K580

Mit dem Klicktel Navigator bekommt man Telefonbuch und Navigationssystem in einem. Auf Wunsch kann sich der Anwender zu einer gewählten Adresse aus dem installierten Branchen- und Telefonbuch leiten lassen. Updates im ersten Jahr nach dem Kauf des Gerätes sind kostenlos, danach kostet jedes weitere Jahr für die Telefonbücher von Deutschland, Österreich und der Schweiz knapp 60 Euro.

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Etwas langsam reagiert der Klicktel Navigator auf Eingaben; mitunter wartet man mehrere Sekunden. Ohne Verzögerungen kommen hingegen die Ansagen: Präzise lenkt die laute Stimme den Nutzer durch die Route und weist rechtzeitig auch auf schnell aufeinanderfolgende Abbiegungen hin. An Kreuzungen wünscht man sich allerdings einen Auto-Zoom, wie ihn alle anderen Systeme im Test bieten. Die berechneten Strecken waren sinnvoll: Der Klicktel Navigator wählt zwar nicht immer die kürzeste, meist aber annähernd die schnellste Strecke.

Dank TMCPro (siehe [2]) weist das Gerät auf Staus und zähflüssigen Verkehr hin. Er besitzt als einziger im Test diese neue Technik, die nicht länger per Hand getippte TMC-Daten von öffentlich rechtlichen Radiostationen empfängt, sondern Sensoren abfragt, die deutschlandweit an Brücken befestigt sind und das Verkehrsaufkommen automatisch erkennen.

Einen Minuspunkt fängt sich der Klicktel Navigator allerdings durch sein vergleichsweise dunkles Display ein, das bei hellem Sonnenlicht kaum noch ablesbar ist.

Magellan Roadmate 3000T

Vergleichsweise viel Multimedia bringt der Magellan Roadmate 3000T mit: Er taugt als MP3-Player und Bildbetrachter. Allerdings sehen Bilder auf dem niedrigauflösenden Display verpixelt aus, deshalb reichts höchstens für die provisorische Diashow zwischendurch. Der MP3-Sound ist hingegen akzeptabel: Der Ton klingt ausgewogen und hört sich selbst aus der internen Box noch durchaus annehmbar an. Wem das noch nicht reicht, der passt die Musik mittels Equalizer an den persönlichen Geschmack an.

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Der Magellan Roadmate speichert sämtliche Daten auf einer internen 4-GByte-Festplatte. Dieser Speicher lässt sich mittels SD-Karten noch erweitern. Der Bildschirm ist bei fast jedem Wetter gut ablesbar und die Leitstimme laut genug.

Zwar überzeugt der vergleichsweise riesige Navi-Klotz mit vielen Funktionen und durchdachter Menüführung, nervt den Nutzer aber oft mit Wartezeiten, weil die interne Festplatte einige Zeit zum Anlaufen braucht. Eine SD-Card mit viel Speicherkapazität hilft hier nicht weiter, weil der Navigator System und Basis-Kartenmaterial auf der Festplatte erwartet. Während der Navigation wirkt sich dieser Umstand fatal auf das Weisungsverhalten aus: Viel zu spät tönen die Anweisungen aus dem Lautsprecher, sodass der Fahrer versucht ist, nur allzu oft einen Blick auf den Bildschirm zu riskieren. Insofern punktet der Magellan zwar mit sinnvollen Strecken, versagt aber wegen der Festplatte bei der eigentlichen Navigation.


Navigationssysteme (Teil 2)
ProduktKlicktel Navigator K580Magellan Roadmate 3000T
HerstellerKlicktelMagellan
LieferumfangKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, TMC-Antenne, SD-Kartenleser fĂĽr USB, Kartenmaterial auf DVD, 2-GByte-SD-KarteKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, Kartenmaterial auf DVD
BetriebssystemWindows CE .Net 4.2Windows CE 5
Kartenmaterial21 Länder (Westeuropa)27 Länder (Westeuropa)
Kartenmaterial vorinstalliert2-GByte-SD-Karteinterne Festplatte
Sprachen711
StauinformationenTMCpro-
Kopfhörerbuchsev (3,5 mm)v (3,5 mm)
maximale Lautstärke74 dB (A)72 dB (A)
Unfallschwerpunkte (*1)-v
Nachtmodusvv
SpeicherkartenslotSD-CardSD-Card und Festplatte 4 GByte
Display-TypTFT, mattTFT, matt
Display-Auflösung320 x 240320 x 240
Display-Leuchtdichte26...166 cd/m²101...222 cd/m²
Akkulaufzeit2,8 h5,5 h
Größe, Gewicht11,5 cm x 9,0 cm x 2,0 cm, 164 g12,1 cm x 9,5 cm x 3,4 cm, 298 g
Besonderheitenmit Telefonbuch und Branchenbuch, TMCpro
Bluetooth-Eigenschaften
Preis500 EUR500 EUR
*1 Blitzanlagen   v vorhanden   – nicht vorhanden

Navman ICN720

Der Navman ICN720 hält einen ganz besonderen Leckerbissen bereit. Er besitzt eine Fixfokus-Digitalkamera mit 1,3 Megapixel und speichert aufgenommene Bilder mit den zugehörigen GPS-Daten ab. Auf Wunsch kann sich der Nutzer zu jedem der fotografierten Orte leiten lassen, indem er einfach auf das entsprechende Bild in der Datenbank tippt. Damit aber nicht genug: Navman stellt für Käufer dieses Navigationssystems im Internet eine Datenbank mit Bildern nebst GPS-Daten interessanter Orte bereit. Dort können Nutzer untereinander eigene Bilder auch tauschen, um beispielsweise auf den Spuren anderer User zu wandeln. Obwohl die Kamera zur Landschaft zeigt, kann man mit dem ICN720 nur fotografieren, wenn man ihn aus der Halterung nimmt.

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An der Navigation und Streckenführung gibt es so gut wie nichts zu meckern. Richtungsweisungen kommen früh genug und schnell aufeinanderfolgende Abbiegungen bringen den Navigator nicht aus dem Takt. In Tunnels versucht sich das Gerät gar nicht erst mit Extrapolation, sondern wartet auf ein erneutes Signal vom GPS-Empfänger. Durch den SiRFstar-III-Chip der zweiten Generation, den er als einziger im Testfeld mitbringt, hat er allerdings mit der Satellitensuche kaum Probleme und findet sich nach Ausfahrt aus dem Tunnel innerhalb von Sekunden wieder zurecht.

Die Bedienung gestaltet sich nach einiger Eingewöhnung einfach und leicht verständlich. Auch während der Navigation behält man die Übersicht und versteht schnell, welche Funktionen man mit welchem Druckfeld auf dem Display auslöst. Als praktisch erweisen sich die beiden Tasten, die den Nutzer auf Knopfdruck zur nächstgelegenen Tankstelle oder zu einem Parkplatz leiten.

So gut einem auch die Navigation und die GPS-Kamera gefallen mögen – über das spiegelnde und dunkle Breitbild-Display sowie die zu leisen Ansagen trösten sie kaum hinweg. Schon Fahrgeräusche auf der Autobahn genügen, um die Leitstimme zu übertönen, und bei Sonnenschein erkennt man auf dem Display so gut wie nichts mehr.

Pioneer AVIC-S1

Bei Pioneers AVIC-S1 hangelt man sich mit dem Drehrädchen schnell und einfach durch Menüs. Die Menüstruktur begreift man leicht, sodass der Blick ins Handbuch überflüssig ist. Zwar fehlt ein Schacht für den Touchscreen-Stift, aber fast alle Symbole trifft man auch problemlos mit dem Fingernagel. Das Gerät funkt per Bluetooth und eignet sich als kabellose Freisprecheinrichtung für Handys.

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Der AVIC-S1 berechnet Strecken fix und stellt bei einer Abkehr vom rechten Weg flugs eine Alternativroute bereit. Die Navigationsfunktion überzeugt durch rechtzeitige Ansagen und vorherige Ankündigung des nächsten Ereignisses. Bei schneller Manöverfolge blendet das Gerät ein kleines Fenster ein und weist auf die folgenden Abzweigungen hin. Ein gut ablesbarer Bildschirm und eine Lautsprecherbox, die auch Autoradio- und Fahrgeräusche noch übertönt, runden den guten Eindruck ab.


Navigationssysteme (Teil 3)
ProduktNavman ICN720Pioneer AVIC-S1
HerstellerNavmanPioneer
LieferumfangKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Ladekabel, Netzteil, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, Schutztasche, Kartenmaterial auf DVD
BetriebssystemWindows CE 5Windows CE .Net 4.2
Kartenmaterial18 Länder (Westeuropa)26 Länder (Westeuropa)
Kartenmaterial vorinstalliertinterner Speicherinterner Speicher (2 GByte)
Sprachen816
Stauinformationen--
Kopfhörerbuchsev (2,5 mm)-
maximale Lautstärke68 dB (A)86 dB (A)
Unfallschwerpunkte (*1)--
Nachtmodusvv
SpeicherkartenslotSD-CardSD-Card
Display-TypTFT, spiegelndTFT, matt
Display-Auflösung480 x 272320 x 240
Display-Leuchtdichte28...178 cd/m²74...217 cd/m²
Akkulaufzeit2,5 h2,5 h
Größe, Gewicht13,6 cm x 7,7 cm x 3,1 cm, 295 g10,5 cm x 9 cm x 2,2 cm, 186 g
Besonderheitenintegrierte Kamera
Bluetooth-Eigenschaften
Preis550 EUR600 EUR
*1 Blitzanlagen   v vorhanden   – nicht vorhanden

TomTom Go 710

Als einer der ersten Hersteller erkannte TomTom den Trend zum All-in-One-Navi. Da verwundert es beim TomTom Go 710 nicht, dass ein ausgereiftes System mit bodenständiger Navigations-Software präsentiert wird. Zwar bleibt der TomTom Navigator bei langen Fahrabschnitten ohne Abbiegung zuweilen lange stumm, führt den Autofahrer in entscheidenden Momenten aber doch auf den richtigen Weg. Die ausgearbeiteten Routen fallen dabei noch eine Spur pfiffiger aus als die aller anderen Konkurrenten im Testfeld. Der Navigations-Bildschirm gefällt mit seinem geordneten Layout und einer übersichtlichen Datendarstellung. Die Ansagen übertönen selbst laute Musik noch mühelos.

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Ein paar Kritikpunkte muss sich der TomTom Go 710 aber dennoch gefallen lassen: So fällt das Gerät leicht aus der Halterung – schlecht bei Schlaglöchern. Das Display ist zu dunkel, sodass man bei Sonnenlicht kaum noch etwas erkennt.Per Bluetooth verbindet sich das Gerät mit Handys und lässt sich so als Freisprecheinrichtung verwenden. Auf Wunsch kann der Nutzer über Handy auch Wetterdaten oder Staumeldungen empfangen. Diese so genannten Plus-Services sind für den ersten Monat kostenfrei, später lässt sich TomTom diese Dienste aber bezahlen. So schlägt ein Jahresabo für Staumeldungen mit knapp 40 Euro zu Buche. Ganz schön teuer, wenn man bedenkt, dass eventuell Verbindungskosten dazukommen und die Konkurrenz den gleichen Service per TMC-Staumelder kostenfrei anbietet.

Der TomTom Go 710 lässt sich mit weiteren Stimmprofilen ausstatten. Für etwa zehn Euro holt man sich den ehemaligen Bundeskanzler ins Auto oder lässt sich von Boris Becker sagen, wo es lang geht. Will man britischen Humor im Auto, muss man für den Monty-Python-Komiker John Cleese allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen und fünfzehn Euro hinblättern.Unterm Strich erweist sich der TomTom Go 710 als ausgereifte Navigationslösung, ein Staumeldesystem à la TMC wäre allerdings wünschenswert.


Navigationssysteme (Teil 4)
ProduktTomTom Go 710
HerstellerTomTom
LieferumfangKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Dockingstation, Netzteil, Schutztasche, Mikrofon, Kartenmaterial auf DVD, 1-GByte-SD-Karte
BetriebssystemLinux
Kartenmaterial15 Länder (Westeuropa)
Kartenmaterial vorinstalliert1-GByte-SD-Karte
Sprachen36
StauinformationenĂĽber Handy (kostenpflichtig)
Kopfhörerbuchsev
maximale Lautstärke86 dB (A)
Unfallschwerpunkte (*1)v
Nachtmodusv
SpeicherkartenslotSD-Card
Display-TypTFT, matt
Display-Auflösung480 x 272
Display-Leuchtdichte21...165 cd/m²
Akkulaufzeit3 h
Größe, Gewicht11,2 cm x 8,1 cm x 6,6 cm, 309 g
Besonderheiten
Bluetooth-Eigenschaften
Preis550 EUR
*1 Blitzanlagen   v vorhanden   – nicht vorhanden

Fazit

FĂĽnf der sieben Testteilnehmer halten das, was wir von der Premiumklasse erwarten: Sie ĂĽberzeugen bei der Navigation und der Bedienung.

Lediglich der Falk N200 und Magellan 3000T enttäuschten. Der Falk N200 führt zu oft in die Irre und die Leitstimme gab nicht immer klare Anweisungen. Der Magellan T3000 wird wegen der verspäteten Ansagen nicht gern als Navigator gebraucht.Die anderen fünf weisen mehr oder weniger gelungene Beigaben auf und unterscheiden sich vor allem in der Display-Qualität. Der Navman ICN720 hält mit seiner Bildnavigation per Kamera ein besonderes Schmankerl bereit, allerdings stört der verspiegelte Bildschirm. Der TomTom Go 710 besitzt zwar bessere Bildschirm-Eigenschaften, aber Informationen über Staus, Wetter oder Radarfallen kosten extra.

Im Unterschied dazu bezahlt man für den erweiterten Staumelde-Service TMCpro beim Klicktel K580 keinen Cent zusätzlich und bekommt sogar noch ein Telefonbuch mit Branchenverzeichnis und einem kostenfreien Update-Service für ein Jahr dazu. Schade nur, dass auch dieses System wegen seines dunklen Displays bei Sonnenschein keine Freude bereitet.

Garmins C550 verfügt zwar – abgesehen von seiner Text-to-speech-Engine – über weniger Extras, sticht aber als Navigator mit guter Streckenführung und exzellentem Display hervor. Wer die noch etwas unausgegorene Bluetooth-Funktion nicht braucht, kann beim Kauf von Garmins Navigator nichts falsch machen. Auch das Pioneer-System AVIC-S1 überzeugte als Navigator, ist aber das teuerste im Test. (dal)

Literatur
[1] Daniel LĂĽders, StraĂźenfĂĽhrer, Personal Navigation Assistants (PNA) aus einem Guss, [!https://www.heise.de/mobil/artikel/74160 www.heise.de/mobil/artikel/74160]
[2] Peter Röbke-Doerr, Staumelder, Die Unterschiede zwischen TMC und TMCpro, www.heise.de/mobil/artikel/75174
[3] Oliver Lau, Wege nach Rom, Navigationsgeräte für jeden Zweck, c't 7/06, S. 166


Navigationssysteme (GesamtĂĽbersicht)
ProduktFalk N200Garmin C550Klicktel Navigator K580Magellan Roadmate 3000TNavman ICN720Pioneer AVIC-S1TomTom Go 710
HerstellerFalkGarminKlicktelMagellanNavmanPioneerTomTom
LieferumfangKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, Fahrrad-Halterung, USB-Kabel, Netzteil, Kopfhörer, TMC-Antenne, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, TMC-Antenne, Netzteil, Schutztasche, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, TMC-Antenne, SD-Kartenleser für USB, Kartenmaterial auf DVD, 2-GByte-SD-KarteKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Ladekabel, Netzteil, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, Netzteil, Schutztasche, Kartenmaterial auf DVDKfz-Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Dockingstation, Netzteil, Schutztasche, Mikrofon, Kartenmaterial auf DVD, 1-GByte-SD-Karte
BetriebssystemWindows CE .Net 4.2k. A.Windows CE .Net 4.2Windows CE 5Windows CE 5Windows CE .Net 4.2Linux
Kartenmaterial21 Länder (Westeuropa)33 Länder (Westeuropa)21 Länder (Westeuropa)27 Länder (Westeuropa)18 Länder (Westeuropa)26 Länder (Westeuropa)15 Länder (Westeuropa)
Kartenmaterial vorinstalliert1-GByte-SD-Karteinterner Speicher2-GByte-SD-Karteinterne Festplatteinterner Speicherinterner Speicher (2 GByte)1-GByte-SD-Karte
Sprachen620 (MenĂĽfĂĽhrung), 14 (Sprachausgabe)71181636
StauinformationenTMCTMCTMCpro---ĂĽber Handy (kostenpflichtig)
Kopfhörerbuchsev (3,5 mm)v (3,5 mm)v (3,5 mm)v (3,5 mm)v (2,5 mm)-v
maximale Lautstärke74 dB (A)74 dB (A)74 dB (A)72 dB (A)68 dB (A)86 dB (A)86 dB (A)
Unfallschwerpunkte (*1)---v--v
Nachtmodusvvvvvvv
SpeicherkartenslotSD-CardSD-CardSD-CardSD-Card und Festplatte 4 GByteSD-CardSD-CardSD-Card
Display-TypTFT, mattTFT, mattTFT, mattTFT, mattTFT, spiegelndTFT, mattTFT, matt
Display-Auflösung320 x 240320 x 240320 x 240320 x 240480 x 272320 x 240480 x 272
Display-Leuchtdichte18...280 cd/m²2...285 cd/m²26...166 cd/m²101...222 cd/m²28...178 cd/m²74...217 cd/m²21...165 cd/m²
Akkulaufzeit3,2 h7,5 h2,8 h5,5 h2,5 h2,5 h3 h
Größe, Gewicht11 cm x 7,8 cm x 2,3 cm, 177 g11 cm x 8,5 cm x 5,5 cm, 260 g11,5 cm x 9,0 cm x 2,0 cm, 164 g12,1 cm x 9,5 cm x 3,4 cm, 298 g13,6 cm x 7,7 cm x 3,1 cm, 295 g10,5 cm x 9 cm x 2,2 cm, 186 g11,2 cm x 8,1 cm x 6,6 cm, 309 g
BesonderheitenAnsage von StraĂźennamenmit Telefonbuch und Branchenbuch, TMCprointegrierte Kamera
Bluetooth-Eigenschaften-
Preis500 EUR500 EUR500 EUR500 EUR550 EUR600 EUR550 EUR
*1 Blitzanlagen   v vorhanden   – nicht vorhanden